Tiroler Volkskunstmuseum

Das Tiroler Volkskunstmuseum, heute Teil der Tiroler Landesmuseen, zählt zu den wichtigsten Museen in der Europaregion. Es geht auf das 1888 gegründete „Gewerbemuseum“ – einer Sammlung handwerklicher Erzeugnisse, die Vorbilder für das heimische Gewerbe zwischen Kufstein und Ala geben sollte – zurück.

Gleich zu Beginn des Museumsrundgangs wird der Besucher vom funkelnd-schillernden Luzifer aus dem Nikolausspiel empfangen. Der hochmütige Engel ist abschreckender und zugleich anziehender Verführer durch das Museum und transportiert so eine Ahnung vom Abgründigen in der schön herausgeputzten Welt der museal zugerichteten Volkskultur. Als Zweifler und Hinterfrager fordert er deshalb: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!


Die Objekte, die aus allen Teilen der heutigen Europaregion stammen, sind wirkmächtige Ausgangspunkte der Dauerausstellung: „Das Pralle Jahr“ thematisiert die zeitliche Ordnung in früheren Zeiten, die sich an den kirchlich gebotenen Feiertagen orientierte und im Museum deshalb als eine Abfolge des Festlichen erscheint. Dem gegenüber steht „Das Prekäre Leben“, welches die Menschen als von Gefahren des Unglücks, der Krankheit oder des unvorbereiteten Todes umstellt zeigt.

Durch den „Schein und Sein“ der Trachten wird die politische Dimension von Kultur sichtbar gemacht: Die Schau zeigt, wie die um 1900 abgelegte Kleidung idealisiert und überhöht wurde. Gleichzeitig werden zeitgeschichtliche Bezüge sichtbar: Als das Museum 1929 – 10 Jahre nach der Teilung des Landes – eröffnet wurde, berücksichtigte die Trachtenschau zwar deutsch- und ladinischsprachige Täler, das Trentino blieb hier aber ausgeschlossen. Dessen ungeachtet, stammen gerade Prunkbeispiele der gezeigten Stuben aus italienischsprachigen Tälern. Die Studiensammlung, deren dichte Objektfülle nach Herstellungszusammenhang, Funktion bzw. Material geordnet ist sowie eine bemerkenswerte Schau über die historische Entwicklung und gegenwärtige Bedeutung der Krippe bilden weitere Höhepunkte.

Mit dem Museum ist die Innsbrucker Hofkirche, in welcher der Kenotaph Kaiser Maximilians und die „Schwarzen Mander“ zu sehen sind, verbunden. Eine multimediale Schau führt in die europäische Bedeutung dieses Bauwerks ein.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN:

KONTAKT:
Adresse: Universitätsstraße 2, 6020 Innsbruck (unmittelbar bei der Innsbrucker Altstadt)
Telefon: +43 512 59489-510
Mail: volkskunstmuseum@tiroler-landesmuseen.at
Web: www.tiroler-landesmuseen.at

ÖFFNUNGSZEITEN:
Montag       09:00-17:00
Dienstag     09:00-17:00
Mittwoch     09:00-17:00
Donnerstag 09:00-17:00
Freitag        09:00-17:00
Samstag     09:00-17:00
Sonntag      09:00-17:00 (Hofkirche: 12.30-17.00)

EINTRITTSPREISE:

Kombiticket für alle Häuser der Tiroler Landesmuseen (inkl. Hofkirche)
Erwachsene: € 10,-
Ermäßigt: € 7,-
Familienkarte (mit Kindern unter 18 Jahren): € 20,-

Freier Eintritt in die Tiroler Landesmuseen
Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre, SchülerInnen im Klassenverband, Mitglieder des Vereins Freundeskreis Tiroler Volkskunstmuseum sowie des Vereins Ferdinandeum, Innsbruck Card, ICOM, Österreichischer Museumsbund u.a.

Ermäßigter Eintritt in die Tiroler Landesmuseen
SeniorInnen, Gruppen ab 10 Personen, StudentInnen, mit JUFF-Familienpass, ÖBB Vorteilscard, dem Einfach-Raus-Ticket der ÖBB, Ö1 Club Card

Führungen für IndividualbesucherInnen
Führungsbeitrag: € 2

Gruppenführungen
Führungen auf Anfrage anmeldung@tiroler-landesmuseen.at oder 0512 59489-111
Pauschale: € 70/90,- (60/90 min) + Eintritt
Fremdsprache: Pauschale € 90/110,- (60/90 min) + Eintritt


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