Tiroltag 2013

Tiroltag 2013: In Alpbach schlägt das Herz der Europaregion

Mit dem traditionellen Tiroltag erfolgte heute Sonntag der Startschuss für das bereits 69. Europäische Forum Alpbach. Die Eröffnung nahm Tirols Landeshauptmann Günther Platter gemeinsam mit seinem Südtiroler Amtskollegen Luis Durnwalder, dem Trienter Landesrat Ugo Rossi sowie mit Forumspräsident Franz Fischler und dem Alpbacher Bürgermeister Markus Bischofer vor. Heuriger Jungforscherpreis geht an Tiroler Mediziner Peter Willeit.

Innovation als Garant für starke Europaregion Tirol

Auch heuer werden wieder über 4000 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur bei den interdisziplinären Fachtagungen in der 2.600-Einwohnergemeinde im Bezirk Kufstein erwartet. Der Tiroltag, der traditionell zur Eröffnung des Europäischen Forum Alpbach stattfindet, stand heuer unter dem Motto zukunftsfähig durch Innovationen“. „Innovationen sind die Basis einer lebendigen Gesellschaft und Garant dafür, die gesamte Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino in sämtlichen Bereichen wettbewerbsfähig zu halten, nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen und das hohe Wohlstandsniveau zu sichern“, betonte Günther Platter in seiner Eröffnungsrede.

Luis Durnwalder, Südtirols Landeshauptmann und Präsident der Europaregion, unterstrich ebenso wie sein Amtskollege Platter, dass die Innovation nur aus der Tradition heraus entstehen kann und dass alte Werte zeitgemäß erhalten werden sollen. Gleichzeitig sprach sich Durnwalder für eine Weiterentwicklung aus. "In Alpbach können wir abseits des Tagesgeschäftes in einem angenehmen Ambiente Gespräche führen und darüber nachdenken, was gut für uns ist und was wir besser machen sollten. Nur wenn uns dies gelingt, werden wir eine ausgezeichnete Zukunft haben", so Durnwalder.

Der Trentiner Landesrat Ugo Rossi mahnt den Blick auf Europa ein und ist überzeugt, dass Innovation nicht nur auf die Wirtschaft und Technik zu beziehen ist. "Wir müssen nicht nur in der Wirtschaft wettbewerbsfähig sein, sondern vor allem auch im kulturellen und sozialen Bereich", fordert Rossi.

Peter Willeit ist Euregio-Jungforscher 2013

Wie schon im vergangenen Jahr wurde auch heuer wieder im Rahmen des Tiroltages der Euregio-JungforscherInnen-Preis von den Wirtschafts- und Handelskammern der Europaregion verliehen. Über die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung darf sich heuer der Mediziner Peter Willeit aus Innsbruck für seine Arbeit zum Thema Mikro-RNS als zukünftige Biomarker für Herzkreislauferkrankungen freuen.

Mikro-RNS sind kürzlich entdeckte spezialisierte Formen von Ribonukleinsäuren, die vor allem in der Genregulation eine wesentliche Rolle spielen. Sie entscheiden daher oft, welche Eiweiße in unserem Körper in Gesundheit und Krankheit gebildet werden. Der an der Universität Cambridge forschende Dr. Willeit konnte in seinen hervorragenden Studien zeigen, dass erhöhte Blutspiegel von bestimmten Mikro-RNS wie der Nr.126 mit einem erhöhtem Herzinfarktrisiko zusammenhängen. Zudem fanden die Forscher heraus, dass Blutplättchen eine wichtige Quelle dieser Mikro-RNS darstellen. „Mit diesen Erkenntnissen können sowohl die Früherkennung von Herzinfarktrisiken als auch die Therapie verbessert werden“, so die Jury.

Die fünf weiteren FinalistInnen Andreas Eisendle (Universität Innsbruck), Michela Planatscher (Freie Universität Bozen), Katharina Winkler (Medizinische Universität Innsbruck), Matteo D’Antoni (EURAC Bozen) und Daniele Castello (Universität Trient) duften sich über einen Gutschein für die Teilnahme am Europäischen Forum Alpbach 2014 freuen.

Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient besiegeln engere Zusammenarbeit

Im Mittelpunkt des Tiroltages steht die Forschung in der Europaregion. Heute wurde ein Zusammenarbeitsvertrag zwischen den Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient unterzeichnet, der die drei Euregio-Universitäten weiter zusammenrücken lässt. „Die gemeinsame Forschung ist eine wichtige Säule der Europaregion. Es ist eine zukunftsweisende Entscheidung, dass die Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient gezielt die Mobilität von Forschern und Studierenden fördern und an gemeinsamen Forschungsprojekten arbeiten“, ist LH Platter überzeugt.

Im Anschluss an den Tiroltag fand ein Treffen der Stipendiaten der Clubs Alpbach Tirol und Südtirol mit dem österreichischen Forschungsminister Karlheinz Töchterle, Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und dem Präsidenten des Südtiroler Gemeindeverbands Arno Kompatscher statt. Die Studierenden und Jungakademiker nutzten die Gelegenheit, sich über die Entwicklung der Forschungspolitik und der Zusammenarbeit in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu informieren.

 

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