Tagebuch Euregio-Jugendfestvial 2013

Das gemeinsame Büro der Europareigon begleitet die 2. Auflage des Euregio-Jugendfestivals "Europaregion = Arbeitschance für junge Menschen" in Wort, Bild und Ton.

Samstag, 23.3.2013, 13:30

Nach einem stärkenden Mittagessen im Cafè U2 direkt in der UMIT verabschieden sich die Teilnehmer mit ihren frisch gedruckten Teilnahmebestätigungen vom Euregio-Jugendfestival 2013. Die Erfahrungen der 68 gemeinsamen Stunden wurden von den Jugendlichen durch das Ausfüllen eines Evaluierungsbogens festgehalten und werden - von Seiten der Projektleitung - in die Planungen für eine 3. Auflage des Euregio-Jugendfestivals einfließen. Von den drei Tagen in Rovereto, Brixen und Hall in Tirol bleiben jedoch unzählige, nicht "evaluierte", Freundschaften, Eindrücke und Anektoten.

Samstag, 23.3.2013, 10:45

Den inhaltlichen Abschluss des Euregio-Jugendfestivals bildet die Podiumsdiskussion zwischen den Teilnehmern und Experten, die vom Journalisten David Runer (ORF Tirol) moderiert wird. Regionalassessorin Martha Stocker (Autonome Region Trentino-Südtirol) und Personalchef Dietmar Rosanelli (Adler Lacke) teilen sich das Podium mit den drei Jugendlichen Andrea Ritzer (Muttersprache Deutsch), Elvis Burchia (Ladinisch) und Leo Albertoni (Italienisch).

Podiumsdiskussion zwischen den Teilnehmern und Experten, die vom Journalisten David Runer (ORF Tirol) moderiert wird. Regionalassessorin Martha Stocker (Autonome Region Trentino-Südtirol) und Personalchef Dietmar Rosanelli (Adler Lacke) teilen sich das Podium mit den drei Jugendlichen Andrea Ritzer (Muttersprache Deutsch), Elvis Burchia (Ladinisch) und Leo Albertoni (Italienisch).

Martha Stocker berichtet, dass sie selbst als Jugendliche noch keinen konkreten Berufswunsch hatte. Es ging eher um die Frage, ob ein Mädchen überhaupt studieren darf. Nach der berufsbegleitenden Fernmatura war die Studienwahl jedoch eindeutig: Geschichte und Deutsch. Für Dietmar Rosanlli ist das Interesse das wichtigste Kriterium für die Berufs- und Studienwahl das Interesse. Die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen, das Gehalt u.s.w. sind wichtig, machen aber ohne Interesse weder erfolgreich noch glücklich.

Moderator David Runer wirft immer wieder Schlüsselfragen auf. Macht ihr euch Gedanken über Arbeitslosigkeit? Ist es für euch o.k., immer erreichbar zu sein? Gibt es am Arbeitsmarkt einen Konflikt zwischen Alt und Jung? Besonders intensiv wird die Diskussion bei der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus. Die Teilnehmer melden sich zahlreich zu Wort, Berufstätigkeit wird als selbstverständlich, Vereinbarkeit als ein absolutes Muss gesehen. Dietmar Rosanelli pflichtet bei, dass nicht die Frage der Beruftstätigkeit im Vordergrund steht, sondern das Ausmaß der Beschäftigtung: Vollzeit oder Teilzeit. Für den Arbeitnehmer ist es in der schnelllebigen Zeit sehr wichtig, am Ball zu bleiben. Bereits zwei Jahre Abwesenheit sind in der Industrie ein sehr lange Zeit. Deshalb müssen Strukturen für die Kinderbeteuung ausgebaut werden.

Samstag, 23.3.2013, 10:00

Die wohlverdiente Kaffeepause wird zur „Sommerjobbörse“ aufgewertet. Die Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, sich von Andrea Waldauf (Mei Infoeck, Tirol), Giorgio Costabiei (Südtiroler Landesabteilung Arbeit) sowie Elena Girardini und Simona Scolamiero (Arbeitsagentur des Trentino) über Möglichkeiten für Jobs und Praktika, hilfreiche Jobportale im Internet und internationale Netzwerke zu informieren.

Die Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, sich von Andrea Waldauf (Mei Infoeck, Tirol), Giorgio Costabiei (Südtiroler Landesabteilung Arbeit) sowie Elena Girardini und Simona Scolamiero (Arbeitsagentur des Trentino) über Möglichkeiten für Jobs und Praktika, hilfreiche Jobportale im Internet und internationale Netzwerke zu informieren.

Samstag, 23.3.2013, 8:30

Der letzte Tag des Euregio-Jugendfestivals beginnt. Leicht übermüdet macht sich der Euregio-Tross auf den Weg zur UMIT in Hall, der privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, medizinische Informatik und Technik. Nach der Begrüßung durch Rektorin Christa Them stellen die Teilnehmer die Ergebnisse der beiden Vortage vor.

Die Gruppen präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeiten der ersten beiden Tage

Freitag, 22.3.2013, 18:00

Nach einem kurzen Zwischenstopp in der Jugendherberge machen sich die Teilnehmer auf den Weg, um die alte Salz- und Münzstadt Hall zu besuchen. Die Jugendlichen werden in der Burg Hasegg von Halls Vizebürgermeister Werner Nuding begrüßt und prägen im Anschluss selbst die neu entworfene Euregio-Münze. Euregio-Münze

Im Anschluss tauchen die Jugendlichen im Münzmuseum weiter in die Kunst der Münzprägung ein und tragen sich auf der obersten Etage des Münzturms in das Gästebuch ein, bevor im "Goldenen Engl" ein Wiener Schnitzel auf sie wartet. Der Abend klingt gemütlich aus.

Freitag, 22.3.2013, 8:45

EVTZ-Präsident Durnwalder Nach einem freien Abend in Brixen beginnt der dritte Tage des Euregio-Jugendfestivals mit einem Besuch von Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder, Gründungspräsident der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Durnwalder freut sich, dass beim Euregio-Jugendfestival Jugendliche aus allen Landesteilen zusammenkommen, um gemeinsame Zukunftsfragen zu erarbeiten. Er verweist darauf, dass gerade Arbeit für die Jugendlichen immer wichtiger, aber in letzter Zeit angesichts der steigenden Jugendarbeitslosigkeit in vielen Teilen Europas, auch immer problematischer wird.

Der Euregio-Präsident Durnwalder mahnt, auch angichts guter statistischer Daten die Einzelschicksale nicht zu vergessen. Auch wenn vier Prozent Arbeitslosigkeit im europäischen Vergleich ein hervorragender Wert ist, ist die Arbeitslosigkeit für jeden einzelnen Betroffenen ein hartes Schicksal. Die Politik und die Gesellschaft müssen hier weiterhelfen.

Arbeit in Kleingruppen

Inhaltlich geht es am Vormittag um "Green jobs" und die Frage, wie die Ökologisierung sich auf Gesellschaft, Arbeit und Wirtschaft auswirkt. Aufbauend auf den inhaltlichen Inputs von Elisabeth Locher und Sara Giona vom Bozner Ökoinstitut (Vortrag DE/IT) arbeiten die Jugendlichen wieder in Kleingruppen an vier Fragestellungen:

  • Welche Erwartungen sind an "Green jobs" gerichtet? Beantwortet die Frage aus drei verschiedenen Blickwinkeln: Gesellschaft, Arbeitnehmer, Wirtschaft
  • Beeinflusst die Ökologisierung unseren Lebensstil? Beantwortet die Frage, was sich in der Arbeitswelt und im Privaten ändern sollte?
  • Welches Potenzial bietet die Ökologisierung der Wirtschaft? Beantwortet die Frage, ob und wie sich die Ökologisierung der Wirtschaft auf Branchen und Arbeitsplätze auswirkt (energie-intensive Industrie, Umwelttechnik, neue Arbeitsplätze etc.)?
  • Kann die Ökologisierung der Wirtschaft autonom (z.B. Südtirol) oder nur im Verbund (Nachbarn, Europa, Welt etc.) gelingen? Beantwortet die Frage, ob und wenn ja welche grenzüberschreitenden Maßnahmen zur Ökologisierung der Wirtschaft gesetzt werden sollten.

Nach der Präsentation der Zwischenergebnisse geht es zum Mittagessen in das Hotel Goldenes Kreuz, in dem die Jugendlichen auch genächtigt haben. Im Anschluss steht - auf freiwilliger Basis - die zweisprachige Stadtführung in der Bischofsstadt Brixen am Programm.

 

Donnerstag, 21.3.2013, 14:00

MART

Der Nachmittag steht ganz im Zeichen der Stadt Rovereto. Die Teilnehmer besichtigen im MART Museum für moderne und zeitgenössische Kunst die Ausstellung „La magnifica ossessione“ („Die großartige Obsession“) und entspannen im Anschluss mit etwas Freizeit im Stadtzentrum, zum Teil mit einem ersten Eis der Saison.

Am frühen Abend machen sich die beiden Euregio-Busse auf den Weg nach Brixen.

Donnerstag, 21.3.2013, 10:30

Nach einer Kaffeepause reflektieren die Jugendlichen in acht Kleingruppen die Referate des Vormittags. Die Moderatoren, allesamt Teilnehmer des Jugendfestivals, haben vier Fragen ausgerabeitet, die von jeweils zwei Kleingruppen behandelt wurden:

  • Frau Tomasulo hat 7 Skills praesentiert, die ein “Innovator” mit der Matura mitnehmen sollte (siehe Beginn Vormittag). Welche sind fuer uns Schueler die 3 wichtigsten? Gibt es weitere wichtige Skills?
  • Wie müsste sich die Schulbildung ändern, um die Jugendlichen zu unterstützen?
  • Macht es heutzutage Sinn ein Unternehmen zu gründen und falls ja, warum?
  • Wie kann man die Arbeitswelt besser in die Schule bringen. Braucht es mehr Praxisorientierung?

Die Ergebnisse werden beim Abschluss in Hall in Tirol präsentiert. Nach der intensiven Arbeit erwartet die Teilnehmer ein Mittagsbuffet.

Donnerstag, 21.3.2013, 08:30

Bei Kaiserwetter fahren die Euregio-Busse nach Rovereto. Am zweiten Tag des Jugendfestivals beginnen hier im Istituto Don Milani Delpero die inhaltichen Arbeiten.

Istituto Don Milani Dapero

Nach der Eröffnung durch Francesco Pancheri, dem Leiter der Trentiner Familienagentur, bringen Antonietta Tomasulo von Trentino Sviluppo (Vortrag IT) und Carlo Borzaga von der Universtität Trient (Vortrag IT) ihre inhaltlichen Inputs ein. Antonietta Tomasulo stellt die von Tony Wagner entwickelten 7 Fähigkeiten vor, die ein "Innovator" mit der Matura haben sollte: 1) Kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeit, 2) Zusammenarbeit, 3) Agilität und Flexibilität, 4) Initiativgeist, 5) Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation, 6) Analysefähigkeit und nicht zuletzt 7) Neugier und Vorstellungskraft. Carlo Barzago vergleicht die verschiedenen Bildungssysteme in den verschiedenen Ländern und zeigt auf, welche Herausforderungen ihnen allen gemein ist. Die Schulen sind allesamt darauf ausgelegt, Arbeitnehmer auszubilden, die zu 80% in privaten Unternehmen oder im öffentlichen Dienst arbeiten. Borzaga gibt zu bedenken, dass die unternehmerische Fähigkeit gestärkt werden muss, dass sie nicht nur beim Unternehmer selbst, sondern auch beim Arbeitnehmer zu besseren Ergebnissen führt (Leadership).

 

Mittwoch, 20.3.2013, 19:30

Die Jugendlichen treffen in der barocken Villa Bortolazzi ein und werden vom Trentiner Landesrat Ugo Rossi (im Bild links) begrüßt. Landesrat Rossi betont, dass der Wegfall der Grenzen neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit in der Europaregion eröffnet.

Der Trentiner Landesrat Ugo Rossi und Graziano Molon, Geschäftsführer von Trentino Sprint, eröffnen in der Villa Bortolazzi das Euregio-Jugendfestival 2013

Bessere Sprachkenntnisse, gemeinsame Anstrengungen zur Effizienzsteigerung und nicht zuletzt dieselben Herausforderungen, denen sich die drei Länder als alpine Gebiete stellen müssen, bieten enorme kulturelle und wirtschaftliche Chancen. Landesrat Rossi lädt die Jugendlichen ein, ihre Wünsche und Bedarfe aufzuzeigen, damit diese von der Politik besser berücksichtigt werden können.

Graziano Molon, Geschäftsführer von Trentino Sprint
, (im Bild rechts) zeigte anhand seines eigenen Karrierewegs, der ihn von der öffentlichen Verwaltung ins Management führte, dass sich Mut zum Risiko lohnt. Er zeigt auf, dass gerade die jetzige junge Generation vor großen Herausforderungen steht. Die Internationalisierung und der Wettbewerbsdruck nehmen weiter zu, das Erlernen von Fremdsprachen wird immer wichtiger. Deutsch und Italienisch sollten neben Englisch Standard sein. Molon selbst lernt seit einigen Jahren Chinesisch, was von seinen Geschäftspartnern sehr gut angenommen wird.

Die beiden Co-Projektleiter Matthias Fink und Silvia Mutschlechner stellen gemeinsam das Programm des Jugendfestivals sowie die Hintergründe und Projekte des EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino vor.

Während in der Villa Bortolazzi der Eröffnungsabend stattfand, musste die Berufsfeuerwehr Trient einen der beiden Busse des Euregio-Jugendfestivals aus einer misslichen Lage befreien, da der mehrtägige Regen die Zufahrt zur Villa sehr aufgeweicht hat. Der Einsatz wurde umgehend und professionell durchgeführt, sodass die Jugendlichen wie geplant um 22:30 ihre Rückfahrt ins Hotel antreten konnten. An dieser Stelle gebührt den Männern der Feuerwehr Trient ein aufrechtes Dankeschön!

Mittwoch, 20.3.2013, 18:00

Die Reisegruppen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino treffen zeitgleich beim Hotel Adige südlich von Trient ein. Zuerst werden die Zimmer bezogen, dann gibt es etwas Zeit zur Erholung. Vor der Weiterfahrt zur Abendveranstaltung erhalten alle TeilnehmerInnen noch ihre Unterlagen und ein T-Shirt der Europaregion.

 

Mittwoch, 20.3.2013, 15:00

Der Bus mit den Tiroler Teilnehmern startet in Innsbruck. Mit wenigen Minuten Verspätung können auch die SchülerInnen der Europaklasse des Gymnasiums in der Reithmannstraße zusteigen.

Euregio-T-Shirt

Bildergalerie Euregio Jugendfestival 2013

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