Tagebuch-Euregio-Jugendfestival-2017

Die SchülerInnen begleiten das Euregio-Jugendfestival vom 5.-8. April 2017 mit einem Online-Tagebuch.

Text: Nicholas Chini und Tommaso Ginanneschi

Foto: Carina Ehrenberger

Video: Patrick Scharf

EuregioJugendfestival2017 from Patrick Scharf on Vimeo.

Samstag, 8. April 2017

Collage 4

Der krönende Abschlusstag des Jugendfestivals startete in der Firma Thöni. Dort wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Dir. Alfred Kerber und DI Anton Mederle empfangen und begrüßt. Anschließend führte man die Jugendlichen durch die Thöni Akademie und durch die Firma selbst, wobei betont wurde, dass man in der Akademie eine Lehre und gleichzeitig die Matura absolviert. Nach dieser interessanten Tour begann die Abschlussveranstaltung, welche von Matthias Fink eröffnet wurde. Im Beisein von Landesschulinspektor Thomas Plankensteiner wurden die Moderatoren gebeten, die Ergebnisse der entsprechenden Arbeitsgruppen vorzustellen.
Die Präsentationen begannen mit der Kommunikations-/Traditionsgruppe, welche ihre Interpretation des Begriffes "Kommunikation" vorstellte. Die Moderatoren hoben hervor, dass Traditionen uns charakterisieren und dass Maßnahmen zu deren Erhalt gesetzt werden müssten.
Die zweite Gruppe  sprach über die Wirtschaft der Europa Region. Sie wiederholten einige Kennzahlen der Wirtschaft der Provinzen, welche zwar im Falle der Jugendarbeitslosigkeit schockierend sein mögen, aber dennoch weit unter dem nationalen Durchschnitt liegen. Außerdem betonten sie die Bedeutung des Schengen Abkommens in Bezug auf die aktuelle Flüchtlingskrise.
Die Moderatoren der dritten Gruppe berichteten von ihren Erkenntnissen bezüglich der Universitäten der Euregio. Sie erwähnten die unterschiedlichen Aufnahmeverfahren der Unis und präsentierten den Euregio-Pass.
Anschließend folgte das Highlight der Veranstaltung: die Ansprache und darauffolgende Diskussion mit dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter. Im Zuge seiner Rede ging er auf die Themen ein, welche von den Jugendlichen präsentiert worden waren. Er sprach von der Bedeutung, welche die Jugend für die Euregio sowie auch für ganz Europa hat. Nach der Ansprache nahm Günther Platter Stellung zu einer Flüchtlings-Obergrenze sowie auch zum kürzlich erlassenen österreichischem Integrationsgesetz.
Nach einer spannenden Diskussion begann das von den Schülern & Lehrern vorbereitete Mittagessen, welches eine letze Möglichkeit bat, sich mit anderen Euregio-Teilnehmern auszutauschen. Auch dieses Jahr fiel es uns wieder sehr schwer, Abschied zu nehmen, da das Euregio Jugendfestival immer ein Jahreshiglight ist.

Freitag, 7. April 2017

Collage 3

Auch der Start des zweiten Arbeitstages war von feurigem Enthusiasmus geprägt. Nach einer kurzen einleitenden Begrüßung teilten sich die Jugendlichen auf die gleichen drei Gruppen auf. Die behandelten Themen lauteten: Wirtschaft, Sprache & Tradition und Studienmöglichkeiten innerhalb der Euregio. Die erste Gruppe erläuterte wirtschaftliche Daten der Länder, in dem sie diese verglichen und ihre Gedanken mit den restlichen Teilnehmern teilten. Die Jugendlichen betonten die Unterschiede bei der Arbeitslosigkeit, sowie weitere Differenzen, die eine Zusammenarbeit zwischen den drei Territorien erschweren.

Die Traditionen standen im Fokus der zweiten Gruppe. Die Schüler beschrieben lokale Festlichkeiten, um diese anschließend zu vergleichen. Ihr Fazit war klar: wir sind weniger verschieden als wir glauben.

Die letzte Gruppe beschäftigte sich mit den Universitäten der Euregio.

Sie erwähnten den Euregio-Pass, ein länderübergreifender Fahrschein für öffentliche Verkehrsmittel. Am frühen Nachmittag verließen die Teilnehmer Brixen, um die 3. Station des Euregio Jungendfestivals anzupeilen. Vor dem reibungslosen Bezug der Hotels, besichtigten die Teilnehmer die Friedensglocke in Mösern. Dort begrüßte sie der telfer Kulturreferent, welcher die Geschichte und Bedeutung der Glocke erzählte.

Am Abschlussabend hatten die Jugendlichen die Möglichkeit ihr Land vorzustellen. Wir hatten unglaublich viel gelacht. Die amüsanten Quizspiele der Teilnehmer sorgten für einen unvergesslichen Abend, der uns immer in Erinnerung bleiben wird!

Donnerstag, 6. April 2017

Collage 2

Heute Morgen wurden die Arbeiten der Teilnehmer des Euregio fortgesetzt. Im Inneren der bezaubernden Räume des Jungendzentrums Andalos setzten sich die mehr als 90 Teilnehmer mit den Hauptthemen der Europaregion auseinander. Die Thematiken wurde in drei verschiedenen Gruppen mit den jeweiligen Moderatoren ausgearbeitet. Die zugeteilten Themen lauteten wie folgt: Freiheit und Grenzen der Euregio, Medien und Kommunikation der Euregio und Mobilität der Studenten & Schulpartnerschaft.

Die Jugendlichen vertieften die Themen und präsentierten ihre Ergebnisse vor ihren Kollegen. Die Aktivitäten der Schüler zogen sich über mehrere Stunden und trugen bestimmt Früchte.

Die erste Gruppe arbeitete mit dem ehemaligen Generalseekretär des EVTZ Matthias Fink, der die Rolle der Europaregion in Zeiten der Flüchtlingskrise erläuterte, welche den Personenverkehr gefährdete. Die Gruppe hob die Rolle des Schengenabkommens hervor und erklärten die numerische Aufteilung der Asylwerber innerhalb der Länder. Anschließend erläuterten sie den Prozess der Verleihung des Asylstatus in Italien sowie in Österreich.

An der Kommunikationsgruppe nahm der Jornalist Mattia Frizzera Teil, welcher sich sehr gut in der lokalen Medienlandschaft auskennt. Die Jugenldichen erklärten im Laufe der Präsentation die Wichtigkeit der Zweisprachigkeit der Ressourcen, welche die Euregio zur Verfügung stellt, während sie an die überwiegende Präsenz der der italienischen Berichte erinnerten.

Die letzte Gruppe wurde von Boglarka Fenyvesi-Kiss, einer Beamtin der autonomen Provinz Trento und Koordinatorin von Schulaustauschen innerhalb der Schulen, unterrichtet. Die Schüler analysierten gemeinsam mit ihr die Vorteile vom sprachlichen Austausch und die Werte, welche diesem zugrunde liegen. "Eine Person, die zwei Sprachen spricht, - so die Schüler - drückt sich viel besser aus. Beim Sprachlichen Austausch findet man die Gleichheit in der Ungleichheit. Ein Investment in Kultur schafft neue Chancen für Jugendliche in Buzug auf deren Berufslaufbahn." Weiters beschäftigte sich die Gruppe mit Auslandssemestern, indem sie die jährlichen und wöchentlichen Erfahrungen analysierten. "Es wäre wichtig, die Professoren auf diese Auslandserfahrungen hinzuweisen. Oft raten diese nämlich von Auslandsaufenthalten ab. Es ist wichtig, die Rückkehr der Studenten, die sich im Ausland aufhielten, so reibungslos wie möglich zu gestalten."

Am frühen Nachmittag besichtigten die Teilnehmer den Hauptsitz des Bozner Unternehmens SALEWA, bevor sie nach Brixen weiterreisten. Nach dem Abendessen wurde der Abend durch ein Jazz Konzert vom Vinzentinum gestaltet, welches von den Jugendlichen sehr geschätzt wurde.

Mittwoch, 5. April 2017

Collage 1

Gestern Abend eröffneten mehr als 90 Teilnehmer die 6. Ausgabe des Euregio Jugendfestivals während der Anwesenheit des Präsidenten der autonomen Provinz Trient Ugo Rossi, der auch der momentane EVTZ-Präsident ist.

An der Zerimonie nahmen auch lokale Autoritäten sowie der Bürgermeister von Andalo Alberto Perli teil. “Die Euregio – so der Bürgermeister – ist ein Puzzle, dessen Teile sich immer mehr verbinden, vor allem dank dem Aufwand den unser Schulsystem dem Erlernen der deutschen Sprache widmet. Der Wunsch ist, dass die Erfahrung der Euregio ein Beispiel für Europa wird”.

Der President Ugo Rossi wiederholte die Gründe die zur Geburt des EVTZ führten. “Als wir die Euregio gegründet haben, zielten wir auf den sogenannten europäischen Traum von Frieden und Freiheit ab, indem wir die Kräfte für die europäischen Ideale vereinten. Unsere Länder lebten für lange Zeit unter der Habsburgermonarchie in Frieden, trotz verschiedener Sprachen. Der Nazionalismus schwächte diesen Frieden. Ich halte die Euregio für ein Gegengift gegen den Nazionalismus: die Jugendlichen sollen wissen, wie man Grenzen überwindet."

Rossi betonte die wichtige Rolle der Euregio in Bezug auf die Flüchtlingskrise, die den Personenverkehr zwischen Österreich und Italien gefährdete.

Deshalb trafen sich die 3 Landeshauptleute mit den Regierungspitzen der beiden Staaten um zu einer Lösung beizutragen.

Der Präsident beendete den Erhöffnungsabend, indem er sich bei dem Personal der Euregio bedankte.

Auch Lorenzo Ossanna, Vizepräsident des Regionaltates der Region Trentino/Südtirol nahm teil.


Inhalt teilen:  Facebook google+ twitter