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LH Kompatscher nach Verkehrsgipfel: "Konsens in Grundsatzfragen"

Den Fortschritt, den das gestrige Brenner Meeting in München gebracht habe, hat LH Kompatscher bei der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung unterstrichen.

"Die drei Staaten, Deutschland, Österreich und Italien haben sich gestern in München darauf verständigt, dass dringende Maßnahmen zur Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene notwendig sind", kam Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der heutigen Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung auf die Ergebnisse des gestrigen (5. Jänner) Brenner-Verkehrsgipfels zu sprechen. Zudem solle der Umwegtransit durch ordnungspolitische Maßnahmen unterbunden werden. 

Niemand wolle die kilometerlangen Staus auf der Brennerachse. Daher sei man übereingekommen, das ungenutzte Potential auf der Schiene best- und schnellstmöglich auszuschöpfen. Während Österreich und Italien solche Verlagerungsmaßnahmen bereits finanziell unterstützen, habe sich Deutschland bereit erklärt, in die Verlagerung zu investieren, sowohl in die Infrastruktur als auch in entsprechende Fördermaßnahmen. So könnten bereits im laufenden Jahr 100 Güterzüge mehr die Schiene nutzen, berichtete der Landeshauptmann. Potenziert werden solle sowohl die Rollende Landstraße RoLa, als auch der unbegleitete Güterbahnverkehr mit Containern. Rechtliche, technische, infrastrukturelle und wirtschaftliche Aspekte der Verlagerung sollen nun im Detail unter die Lupe genommen werden, um beim nächsten Brenner Meeting im Mai in Innsbruck Maßnahmen zu beschließen. 

"Längerfristig soll der BBT Entlastung und Verlagerung auf die Schiene bringen. Deutschland hat gestern zugesagt, die Arbeiten für den Nordzulauf zu forcieren. Zusätzlich sind Maßnahme nötig, um das Verkehrsaufkommen zu verringern, den Transit-Umwegverkehr zu vermeiden und den Güterverkehr so weit als möglich auf die Schiene zu verlagern", sagte Landeshauptmann Kompatscher, der auf die Bereitschaft des italienischen Verkehrsministeriums hinwies, im Rahmen des Züricher Prozesses, an dem die Verkehrsminister der Alpenländer arbeiten, und der Wegerichtlinie die Maut für den Schwerverkehr und besonders den umweltbelastenden Schwerverkehr entsprechend zu gestalten.  

(Autor: jw)


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