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Tiroler Physikstudentin siegt bei Marskonferenz

Im Rahmen der zuletzt in Innsbruck abgehaltenen Europäischen Marskonferenz (EMC) fand heuer erstmals ein Forum für StudentInnen statt. Die Innsbrucker Physikstudentin Sophie Gruber ging aus dieser Konkurrenz als Siegerin hervor und durfte ihre Präsentation vor 100 internationalen ExpertInnen vortragen.

Sophie Gruber ist Siegerin des StudentInnen-Forums der Europäischen Marskonferenz 2017 und Mitglied des Österreichischen Weltraum Forums: LR Bernhard Tilg (links) gratulierte ihr gemeinsam mit ÖWF-Obmann Gernot Grömer (rechts).
Zoomansicht Sophie Gruber ist Siegerin des StudentInnen-Forums der Europäischen Marskonferenz 2017 und Mitglied des Österreichischen Weltraum Forums: LR Bernhard Tilg (links) gratulierte ihr gemeinsam mit ÖWF-Obmann Gernot Grömer (rechts).

Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg gratulierte der Nachwuchsforscherin persönlich: „Gemeinsam mit den internationalen Marsgesellschaften setzt sich das Österreichische Weltraum Forum ÖWF für die Erforschung des Roten Planeten durch Astronautinnen und Astronauten ein, die von robotischen Fahrzeugen unterstützt werden. Für diese Herausforderungen werden bestens qualifizierte Fachleute benötigt. Die fachlich schon so versierte Tiroler Studentin Sophie Gruber überzeugte die Jury des Forums durch ihren hervorragenden Beitrag über die Stabilität von Wassereis in den Höhlen am Mars.“ Sie vermutet, dass derartige Höhlen ein bestens geeigneter Ausgangspunkt für die Suche nach Leben am Roten Planeten sind.

Sophie Gruber ist zugleich Mitglied des Österreichischen Weltraum Forums, das in Innsbruck unter Leitung des Astrophysikers Gernot Grömer einen Simulator für einen Mars-Raumanzug entwickelt. „Aouda“ hat sich bereits beim Test auf dem Kaunertaler Gletscher und in der Kältekammer eines Tiroler Hotels bei bis zu 110 Minusgraden bestens bewährt. Die nächste Bewährungsprobe steht bevor: Im Februar 2018 wird Feldforschung in der Wüste des Sultanats Oman betrieben, um in einer Mars-ähnlichen Umgebung eine zukünftige bemannte Marsmission vorzubereiten.

„Mit diesen Simulationen nimmt Österreich eine wichtige Nischenrolle ein, denn wir sind eine von nur fünf Gruppen weltweit, die einen derartigen Raumanzug-Simulator entwickeln. Unser Ziel ist es, der bemannten Raumfahrt in Österreich wieder mehr Gewicht zu geben. Unsere Enkelkinder werden in einer Welt aufwachsen, in welcher eine permanent bemannte Marsstation ebenso Alltag sein wird wie für uns heute die Antarktis-Stationen“, spricht Gernot Grömer die zentrale Rolle des ÖWF bei der Marssimulation „Amadee 18“ im Oman an.

„Nicht zuletzt gratuliere ich drei weltraumbegeisterten 14-jährigen Schülerinnen des Gymnasiums St. Johann. Teresa Treichl, Astrid Pflügler und Patricia Friedl haben für ihre Präsentation über Methoden zur Kolonisation des Roten Planeten großes Lob auf der Europäischen Marskonferenz in Innsbruck erhalten“, freut sich LR Tilg.


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