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Tag der Autonomie (2): Südtirol als "Fair-Trade-Land“ ausgezeichnet

Fairer Handel ermöglicht den Bauern in der Welt ein Auskommen in ihrer Heimat – Südtirol nimmt an einer weiteren Initiative teil.

Die Auszeichnung des WFTO (Foto:LPA/rm)
Zoomansicht Die Auszeichnung des WFTO (Foto:LPA/rm)

Am heutigen Tag der Autonomie (5. September), der heuer im Zeichen der Solidarität begangen wird, hat der Präsident der WFTO (World Fair Trade Organisation), Rudi Dalvai, Landeshauptmann Arno Kompatscher für das Land Südtirol die Auszeichnung Fair-Trade-Land überreicht.

Seit übe 25 Jahren unterstützt das Land Projekte des Fairen Handels – 110 waren es seit 1991 im Ausmaß von 2.9 Millionen Euro, beispielsweise im Ecuador, den Philippinen, Kenya, Indien und Nepal. Sie stellen eine der nachhaltigsten Methoden der Entwicklungszusammenarbeit dar, weil sie den Menschen in der jeweiligen Heimat eine Perspektive geben. Zusätzlich werden die Produkte des Fairen Handels so wie Zucker, Tee, Konfitüre oder Schokolade zunehmend in Strukturen des Landes verwendet. Darüber hinaus wählen immer mehr Südtiroler Bürger neben regionalen Produkten bewusst auch Produkte des Fairen Handels.

Die WFTO umfasst 400 Organisationen in 79 Ländern weltweit, die sich dafür einsetzen, Kleinbauern in benachteiligten Regionen der Welt ein Auskommen zu ermöglichen, indem sie ihnen faire Preise für ihre Erzeugnisse zahlen und diese auch vertreiben, beispielsweise über die Weltläden.

Arbeitsgruppe stärkt weiter den Fairen Handel

Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung die Auszeichnung mit Freude zur Kenntnis genommen und beschlossen, sich nunmehr den über 2.000 Regionalregierungen aus 27 Ländern anzuschließen, die an der Kampagne Fair Trade Towns International - Local Government teilnehmen und deren Prinzipien unterstützen. „Wir möchten noch stärker auf dieses Instrument der Entwicklungszusammenarbeit setzen“, sagte der Landeshauptmann.

Gleichzeitig hat das Land Südtirol eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, in der eigene Vertreter und solche von Vereinen mitarbeiten werden, die im Sektor der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind. Die Gruppe hat die Aufgabe, das Bewusstsein der Bevölkerung in diesem Zusammenhang weiter zu stärken und neue Projekte zu begleiten.

Dalvai überreichte gemeinsam mit der Koordinatorin der Weltläden, Brigitte Gritsch, dem Landeshauptmann die Auszeichnung und betonte, Südtirol habe Pionierarbeit geleistet, als hier vor über 30 Jahren der erste Weltladen eröffnete. „Diese Auszeichnung soll auch als Symbol für die gelungene Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und dem privaten Sektor dienen. Auf diese Strategie können wir also in Zukunft noch stärker bauen“, sagte Dalvai.

 (Autor: mgp)


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