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Verdienstkreuze, Verdienstmedaillen, Lebensrettungsurkunden verliehen

Die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol, Günther Platter und Arno Kompatscher, haben verdiente Persönlichkeiten, darunter 35 Südtiroler, ausgezeichnet.

Kompatscher e Platter durante la cerimonia per la consegna delle onorificenze a Innsbruck (Foto Land Tirol/Huldschiner)
Zoomansicht Kompatscher e Platter durante la cerimonia per la consegna delle onorificenze a Innsbruck (Foto Land Tirol/Huldschiner)

Der Hochunserfrauentag ist traditionell der Tag, an dem das Land Tirol Personen in den Mittelpunkt stellt, die sich für das Gemeinwohl eingesetzt und verdient gemacht haben. So wurden heute in der Hofburg in Innsbruck Persönlichkeiten aus Nord-, Ost- und Südtirol ausgezeichnet. Gemeinsam mit seinem Tiroler Amtskollegen Günther Platter verlieh Landeshauptmann Arno Kompatscher auch an neun Personen aus Südtirol das Tiroler Verdienstkreuz. 26 Südtiroler wurden mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. (siehe Anlage)

Erstmals haben heute in Innsbruck die beiden Landeshauptleute gemeinsam auch Personen ausgezeichnet, die anderen Menschen in Lebensgefahr selbstlos zur Seite gestanden sind. Acht Südtirolern, darunter eine Frau, wurde die Lebensrettungsurkunde verliehen.

Geehrt wurden die Atzwanger Feuerwehrleute Andreas VescoliArmin Vescoli und Georg Mayr, die bei einem Unwettereinsatz im Sommer 2014 versucht hatten, ihren verschütteten Kommandanten Alexander Mayr zu retten. Eine Mure, die zwischen Steg und Blumau abgegangen war, hatte den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr verschüttet. Die Wehrleute fuhren unverzüglich zur Unfallstelle, konnten den Kommandanten lokalisieren und versuchten über einen längeren Zeitraum und unter Einsatz ihres eigenen Lebens den Verschütteten auszugraben beziehungsweise zu verhindern, dass er vom weiterhin nachrutschenden Material vollständig begraben wurde. Erst als der Kommandant bereits mit dem ganzen Körper unter Wasser war und keine Hoffnung mehr bestand, sein Leben zu retten, brachten sich die drei Feuerwehrleute in Sicherheit.

Für ihren Einsatz am Weißhorn wurden hingegen Simon Gruber und Christoph Gurndin geehrt: Im Juni vergangenen Jahres war dort eine Jugendgruppe aus Radein bei der Vorbereitung der Herz-Jesu-Feuer von einem Blitz überrascht worden, dieser traf Thomas Darocca, der daraufhin abstürzte und in unwegsamem Gelände liegen blieb. Simon Gruber und Christoph Gurndin konnten den Schwerverletzten wiederbeleben, aus der Gefahrenzone bergen und bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers bei Bewusstsein halten. 

Der Latscher Feuerwehrmann Ulrich Mair wurde für die Rettung seines Landsmannes Peter Trafoier ausgezeichnet. Dieser war auf im Juni 2016 einer regennassen Steinplatte ausgerutscht und fast 200 Meter in die Tiefe gestürzt. Ulrich Mair konnte den Bewusstlosen im steilen Gelände erreichen und betreute ihn bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. 

Zwei Lebensrettungsurkunden gingen auch an den erst 14-jährigen Julian Pernthaler und die erst 13-jährige Elisa Abis aus Pfeffersberg. Sie waren gemeinsam mit der gleichaltrigen Natalie Obexer unterwegs, als diese bei der Erkundung eines Bunker ausrutschte und 20 Meter in das darunter liegende Bachbett abstürzte, wo sie bewusstlos und mit dem Gesicht unter Wasser liegen blieb. Julian zog sie aus dem Wasser und unternahm die notwendigen lebensrettenden Sofortmaßnahmen, die er einige Wochen zuvor bei einem Erste-Hilfe-Kurs erlernt hatte, während Elisa für die Verständigung der Rettungskräfte sorgte, so dass Natalie mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Bozen eingeliefert werden konnte.

(jw)


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