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"Contrast" mit Werken 13 ladinischer Künstler eröffnet

Gegensätze und Widersprüche sind Themen der Schau "Contrast" mit Werken von 13 ladinischen Künstlern, die am 4. August in St. Martin in Thurn eröffnet wurde.

Durch die Gegenüberstellung der Kunstwerke verstärkt sich ihre Aussagekraft (FOTO: Contrast/Gustav Willeit)
Zoomansicht Durch die Gegenüberstellung der Kunstwerke verstärkt sich ihre Aussagekraft (FOTO: Contrast/Gustav Willeit)

Über einen Wettbewerb wurden 13 ladinische Kunstschaffende ausgewählt, um ihre Kunstwerke im Rahmen der Ausstellung Contrast zu zeigen. Die Schau wurde heute (4. August) im Ladinischen Kulturinstitut Micurá de Rü in St. Martin in Thurn eröffnet. Im Mittelpunkt steht der Begriff Kontrast, vom Lateinischen "contra" (gegen) und "stare" (stehen), der als Beschreibung für etwas verwendet wird, das ins Auge springt, weil es einen Gegensatz oder einen Widerspruch darstellt.

Die ausgestellten Werke zeigen, wie vielseitig sich Kontraste äußern können. Der Kontrast der Formen kennzeichnet die Malereien von Markus Moling. Auch der Gegensatz der Farben kann einen Kontrast darstellen und auf innere Gegensätze hinweisen, wie in den Werken von Albert Mellauner. Ein Kontrast ergibt sich auch aus den scharfen Linien des Scherenschnittes von Franz Irsara oder in den Bewegung und Tiefe simulierenden Malereien von Sara Dapoz oder dem Zusammenspiel von Materialität und Größe in den Plastiken von Christine Runggaldier.

In den Grafiken Josef Irsaras hingegen löst sich der optische Kontrast zwischen den Reihen, durch einen leichte Verschiebung auf subtile Weise auf. Die Textil-Arbeiten von Martina Stuflesser, die mit kontrastreichen Farben spielen, zeigen die Diskrepanz zwischen dem Wert, den einem Kleidungsstück beigemessen wird und dem Aufwand der hinter der Herstellung steckt. Die Videoarbeit von Pierangelo Giacomuzzi-Treefisters erzählt vom Antagonismus zweier Welten, die aber auch voneinander abhängig sind. Ein scheinbarer Widerspruch zwischen Bildträger und Bildmotiv ergibt sich im realistischen Porträtgemälde von Gabriele Grones und auch in den wenigen in ihrem Ausdruck sehr präzisen Linien der Zeichnungen von Giuliana Castlunger. Das Bildmotiv selbst wird in den Fotografien von Gustav Willeit zum Ursprung des Widerspruchs. In der Installation von Michael Moling verwebt der Künstler zwei gegensätzliche Sphären symbolisch ineinander. In der Skulptur von Matthias Sieff kommt der Kontrast schließlich durch die Spannung zum Tragen, die sich aus dem Zusammenspiel von Proportionen und der Achsigkeit des Körpers ergibt.

Zu sehen sind die Kunstwerke bis zum 25. August, und zwar von Montag bis Samstag jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 19 Uhr sowie sonntags von 10 bis 12 Uhr im Institut Micurá de Rü, in St. Martin in Thurn. Organisiert wird die Ausstellung Contrast vom Ladinischen Kulturinstitut gemeinsam mit der Vereinigung ladinischer Künstler EPL Ert por i Ladins. Kuratorinnen sind Verena Malfertheiner und Katharina Moling.

(SAN)


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