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Sanzeno (2): Historegio und grenzüberschreitende Interregprojekte

Historegio ist ein Forschungsprojekt über die regionale Geschichte, welches von den drei Universitäten Trient, Bozen und Innsbruck geführt und durch das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Universität Bozen koordiniert wird. Der Vorstand der Europaregion hat zudem beschlossen einige Maßnahmen zur Stärkung der Kooperation zwischen dem EVTZ und den Regionen der Interreg-Räte “Terra Raetica”, “Wipptal” e “Dolomiti Live” in die Wege zu leiten.

Historegio verbindet geschichtliche Forschung in der Euregio 
auch über soziale Netzwerke
Die Euregio, als vierter Projektpartner neben den Universitäten, hat die Aufgabe die Forschungsergebnisse über Bekanntmachungen, welche die Bildungs- und Kultureinrichtungen miteinbeziehen, zu verbreiten. Daneben wird auch die dem Ersten Weltkrieg gewidmete Euregio-Website www.14-18.europaregion.info für die Verbreitung der Forschungsergebnisse zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung beträgt 450.000 Euro über drei Jahre.Das Ziel von Historegio ist es, die gemeinsame regionale Geschichtsforschung der drei Universitäten zu festigen und dies in enger Zusammenarbeit mit allen Kompetenzzentren in den drei Ländern, um den Wissensschatz auszutauschen und zusammenzuführen. Die wird nicht nur durch rein wissenschaftliche Forschungsarbeit geschehen, sondern auch durch die Aufwertung und Nutzung aller neuen Kommunikationsmöglichkeiten, darunter auch die sozialen Netzwerke. Dies soll eine noch intensivere wissenschaftliche Zusammenarbeit ermöglichen. Ein weiteres Ziel ist es junge Historiker auszubilden, indem die Zusammenarbeit bei Projekten gefördert wird, welche erstmals gemeinsam von die drei Universitäten gestiftet werden. Historegio ist somit auch ein Anstoß mehrsprachige, transnationale und interregionale Forschung in einer Grenzregion und einem zunehmend multikulturellen Umfeld zu betreiben. Auf lange Sicht könnte Historegio eine Art „Raum des Ausgleichs“ für die regionale Geschichtsforschung im alpinen Raum werden. Ein Treffpunkt und Ort des Dialoges für Forscher aus Italien, Österreich und Deutschland.

Der Kostenplan sieht 163.300 Euro für die Freie Universität Bozen vor, 143.350 Euro für die Universität Trient und 143.350 Euro für Innsbruck. Hinzu kommen 130.000 Euro für das Personal, wovon 40.000 Euro auf Bozen, 45.000 Euro auf Trient und 45.000 auf Innsbruck fallen.

Die Forschungsprojekte und deren Verbreitung, welche im Rahmen von Historegio realisiert werden, behandeln hauptsächlich drei verschiedene Themen. Für jedes der drei Projekte wird durch ein Selektionsverfahren ein wissenschaftlicher Mitarbeiter ausgewählt.

Interregprojekte

Seit einiger Zeit sind, parallel zur Europaregion, im Rahmen des Interreg-Programms V Italien-Österreich, lokale grenzübergreifende Kooperationsstrukturen entstanden, auf der Grundlage des sogenannten Ansatzes CLLD (das steht für community-led local development oder für „lokale partizipative Entwicklung“) welche von der Europäischen Union gefördert ist.

Die Regionen des CLLD haben im Einvernehmen mit der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ihre grenzübergreifenden Strategien festgelegt, für deren Umsetzung die Unterstützung des Generalsekretariats der Europaregion in Anspruch genommen wird. In Anbetracht der Tatsache, dass Interreg und Europaregion dasselbe Ziel verfolgen, und zwar die Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, - auch wenn die Europaregion auf regionaler Ebene tätig ist und die Interreg-Regionen auf lokaler Ebene – um eine stärker strukturierte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einheiten zu erlangen, trägt dies entscheidend auf politischer und administrativer Ebene dazu bei sicherzustellen, dass die Interreg-Räte erfolgreich ihre Strategien auf lokaler Ebene zur Integration zwischen den Gebieten innerhalb der Europaregion umsetzen können. Auf der anderen Seite ist es auch für die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino wichtig, dass sich auf lokaler Ebene, eine dynamische grenzüberschreitende Integration entwickelt.

Als erster Schritt hat der Vorstand des EVTZ entschieden, dass die Interreg-Räte in Zukunft das Logo der Europaregion in ihren Berichten und Kommunikationsaktivitäten nutzen können. Außerdem werden auf der Website die drei Räte als lokale Bereiche für die Zusammenarbeit zwischen der Europaregion und den drei Räten als Governance-Modell vorgestellt. Es ist schließlich auch die Veröffentlichung der Tätigkeiten der Interreg-Räte und des EVTZ vorgesehen.

ag


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