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Schweizer Botschafter Kessler besucht Südtirols Landeshauptmann Kompatscher

Migration, Wirtschaft, Tourismus, und Verkehr: Das waren die Schwerpunktthemen eines Besuchs des Schweizer Botschafter Kessler bei Landeshauptmann Kompatscher.

LH Kompatscher im Gespräch mit dem Schweizer Botschafter, den Konsuln Baumann und Carraro sowie Business-Hub-Chef Zwicky Foto: LPA/mb
Zoomansicht LH Kompatscher im Gespräch mit dem Schweizer Botschafter, den Konsuln Baumann und Carraro sowie Business-Hub-Chef Zwicky Foto: LPA/mb

Das Thema Migration stand beim heutigen Besuch (3. Oktober) des Schweizer Botschafters in Rom, Giancarlo Kessler, bei Landeshauptmann Arno Kompatscher im Landhaus 1 ganz oben auf der Agenda. Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte gegenüber dem Schweizer Botschafter, dass er die Situtation an den Grenzübergängen aufmerksam beobachte, zumal für Südtirol die Perspektive eines Europas der offenen Grenzen sehr wichtig sei. Botschafter Kessler bescheinigte den italienischen Behörden verbesserte Registrierung und Kontrollen der Migranten gegenüber den Vorjahren, stellte aber die Frage, wie lange diese Situation für Italien noch zu bewältigen sei.  

Was die wirtschaftliche Zusammenarbeit angeht, so sehen beide Gesprächspartner Entwicklungspotential. Botschafter Kessler kündigte an, bei seinem heutigen Besuch der IDM das Thema weiter vertiefen zu wollen. Landeshauptmann Kompatscher verwies auf die Schweiz als wichtigen Wachstumsmarkt für Südtirols Tourismus, aber auch auf auszubauende Kooperationen in der Innovation, dem produzierenden Gewerbe den alpinen Technologien und dem Verkehr. "Als aneinandergrenzende Alpenländer haben wir viele Gemeinsamkeiten und können uns gegenseitig in unserer Entwicklung unterstützen", so Landeshauptmann Kompatscher. 

Dies gilt beispielsweise auch für den Sektor Verkehr: In der Schweiz ist der Gotthardtunnel erfolgreich in Betrieb genommen worden, in Südtirol arbeitet man derzeit am Brennerbasistunnel. Über die Fortschritte in Planung und Bau des BBT informierte Landeshauptmann Kompatscher seinen Gast. Zudem wurde auch über die grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen zwischen der Schweiz und Südtirol gesprochen. Die Bahnverbindung zwischen dem Vinschgau und dem Engadin könnte einen neuen Trend im Alpentourismus anstoßen und stelle eine Chance für die Entwicklung beider Länder dar, war man sich einig. In diesem Zusammenhang wurde auch über das leise Rollmaterial gesprochen, das in der Schweiz ab 2020 Pflicht ist. Landeshauptmann Kompatscher sprach von einer guten Entscheidung, der Italien nicht nachhinken dürfe. Auch was die Grenzpendler angeht sei nach der Schweizer Entscheidung nun Italien am Zug. Die Regierung müsse entscheiden, wie die Grenzgängerregelung umgesetzt wird. 

Landeshauptmann Kompatscher nutzte schließlich das einstündige Gespräch mit dem Schweizer Botschafter Kessler, den Generalkonsuln in Mailand, Felix Baumann, und Padua, Massimo Carraro, und dem Direktor von Swiss Business Hub, Stefan Zwicky, auch dazu, die Schweizer Gäste über die Entwicklungen in Südtirol zu informieren. 

jw


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