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Euregio-Akademie geht in 2. Runde

Bozen/EURAC – Über 60 StudentInnen aus allen Teilen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino haben sich am vergangenen Wochenende – Samstag 11. und Sonntag 12. April - an der EURAC in Bozen im Beisein von hochrangigen Referenten mit spannenden Fragen rund um die Themen Wirtschaft, Mobilität und Mehrsprachigkeit in der Europaregion auseinandergesetzt. „Ziel der Euregio-Akademie ist es, engagierte junge Menschen und mögliche Entscheidungsträger von morgen auf die Zukunft in einer grenzüberschreitenden Euregio vorzubereiten“, unterstreicht Südtirols Landeshauptmann und EVTZ-Vorstandsmitglied Arno Kompatscher.

Gruppenfoto an der EURAC in Bozen mit Tirols LH-Stv. Ingrid Felipe (Foto: Emanuel Aichner/EVTZ)
Zoomansicht Gruppenfoto an der EURAC in Bozen mit Tirols LH-Stv. Ingrid Felipe (Foto: Emanuel Aichner/EVTZ)
Mit konstruktiven Beiträgen und kritischen Fragen unterstrichen die TeilnehmerInnen reges Interesse an der Euregio-Akademie (Foto: Emanuel Aichner/EVTZ)
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Sie stellten die neue Mobilitätskultur der Europaregion vor: (vl) Raffaele De Col, Alexander Jug, Günther Burger, Ingrid Felipe, Matthias Fink (Foto: Emanuel Aichner/EVTZ)
Zoomansicht Sie stellten die neue Mobilitätskultur der Europaregion vor: (vl) Raffaele De Col, Alexander Jug, Günther Burger, Ingrid Felipe, Matthias Fink (Foto: Emanuel Aichner/EVTZ)
Engagierte Studenten und StudentInnen in den Gruppenarbeiten (Foto: Emanuel Aichner/EVTZ)
Zoomansicht Engagierte Studenten und StudentInnen in den Gruppenarbeiten (Foto: Emanuel Aichner/EVTZ)

Wie attraktiv ist der Euregio-Wirtschaftsstandort?

Nach der Begrüßung am Samstagmorgen in der Conference Hall in der EURAC durch den Generalsekretär der Europaregion Matthias Fink und den Direktor der Alcide-Degasperi-Stiftung Trentino, Giuseppe Zorzi beleuchteten der Direktor des Südtiroler Landesressorts für Wirtschaft, Finanzen und Innovation, Andrea Zeppa, Prof. Enrico Zaninotto von der Universität Trient und Harald Gohm, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Europaregion. Vom täglichen Einsatz an der „Wirtschaftsfront" berichtete der Jungunternehmer Daniel Tocca, Gründer der Eco-Fashion Marke RE-BELLO aus Leifers. „Es war erfreulich zu sehen, dass die Jugendlichen in einer europäischen Dimension denken. Forschung und Innovation sind Schlüsselfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung in der gesamten Europaregion", so Ressortdirektor Zeppa.

Zukunftsthema Mobilität

Um die Erreichbarkeit in der Europaregion in all ihren Facetten ging es bei den Referaten von Günther Burger, Direktor der Südtiroler Landesabteilung Mobilität, Raffaele De Col, Direktor der Trentiner Landesabteilung Infrastrukuren und Mobilität sowie Alexander Jug, Leiter des  ÖBB Personenverkehr Tirol. Sie diskutierten anschließend mit den StudentInnen über die künftige, interregionale Mobilitätspolitik in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Ein Highlight zu diesem Thema war die Debatte mit Tirols LHStv. Mag. Ingrid Felipe, die an die Fortschritte der letzten Zeit erinnerte: „Grenzüberschreitende Fahrscheine, mehr Direktzüge von Bozen nach Innsbruck und der Stundentakt im Pustertal haben die Qualität im Nahverkehr deutlich verbessert. Die deutliche Steigerung der Fahrgastzahlen in allen drei Ländern der Europaregion bestätigen den eingeschlagenen Weg". Felipe wies darauf hin, dass die Planungen im Nahverkehr langfristig erfolgen müssen. Einen besonderen Qualitätssprung für die Fahrgäste erwartet die Tiroler Verkehrsreferentin durch den Brenner Basistunnel, der die Fahrzeit von Innsbruck nach Bozen auf weniger als eine Stunde mehr als halbieren wird. 

Mit den Verantwortlichen der „Südsterne" fand im Museion ein reger Gedankenaustausch über Berufserfahrungen im Ausland, aber auch über die Arbeitschancen nach einer geplanten Rückkehr statt.

Mehrsprachigkeit bringt Vorsprung und ist entscheidender Wettbewerbsvorteil

Der Sonntag war dem Thema Mehrsprachigkeit in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino gewidmet, zu dem Andrea Abel von der Europäischen Akademie Bozen, Boglarka Fenyvesi-Kiss von der Trentiner Landesabteilung Bildung, sowie Peppino Brienza von der Dante-Alighieri-Gesellschaft in Innsbruck Stellung nahmen. Es folgte eine rege Diskussion und Reflexion mit den Autorinnen Brunamaria Dallago Veneri und Ingrid Runggaldier. Einigkeit herrschte, dass die Vielfalt der Sprachen gleicherweisen einen kulturellen Mehrwert wie einen wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteil darstallt. Nach der Arbeit in Kleingruppen und deren Vorstellung im Plenum klang die Euregio-Akademie aus.

Die Euregio-Akademie ist als akademisches Bildungsprogramm der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu verstehen, das der EVTZ gemeinsam mit der Fondazione Trentina Alcide De Gasperi erstmals organisiert. An insgesamt drei Seminarwochenenden zwischen Dezember 2014 und August 2015 haben über 60 Studierende und Interessierte unter 35 Jahren die Gelegenheit, intensiv in die Grundlagen und Kernthemen der Europaregion unter dem Motto "Euregio-Akademie - gemeinsame Wurzeln, Herausforderungen und Zukunft" einzutauchen.

Mitte Dezember 2014 war die Euregio-Akademie in Trient mit den Themen Geschichte, Politik und Recht gestartet. Als Nächstes steht vom 17.-20. Mai 2015 eine Exkursion zum Europaparlament und Europarat in Straßburg mit dem Südtiroler Europaparlamentarier Herbert Dorfmann auf dem Programm, sozusagen auf den Spuren der „Väter Europas".

Der dritte Block der Euregio-Akademie und gleichzeitiger Abschluss findet beim Forum Alpbach in Tirol vom 21.-23. August 2015 statt, wo sich die Studierenden mit den Bereichen Bildung, Forschung und Europa auseinandersetzen werden. „Die Einbeziehung der Euregio-Akademie in das Europäische Forum Alpbach ist eine besondere Auszeichnung. Damit erreichen wir, dass die großen Zukunftsthemen der Europaregion in allen drei Euregio-Ländern vertieft und in einem europäischen Kontext wahrgenommen werden", so EVTZ-Generalsekretär Matthias Fink.

Armin Gluderer


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