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Grenzgemeinden-Fonds: Einigung über strategische Projekte

Heute Nachmittag (5. März) hat in Rom ein weiteres Treffen zum Grenzgemeinden-Fonds stattgefunden, an dem auch Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher teilgenommen hat. Neben einer Aussprache über verschiedene Einzelprojekte konnte eine Einigung über langfristigere Projekte getroffen werden – allen voran den Ausbau des Breitbandnetzes in den Alpen.

Weniger als einen Monat nach der Klärung über die Aufteilung der Geldmittel aus dem Grenzgemeinden-Fonds fand heute in Rom eine zweite Aussprache statt, an der wieder Landeshauptmann Kompatscher teilnahm. Nach der grundsätzlichen Einigung zeichnen sich nun neue Formen der Zusammenarbeit und klare Zielvorstellungen ab. In der heutigen Sitzung wurden vor allem jene umfangreichen Projekte umrissen, die aufgrund eines Einvernehmens zwischen den betroffenen Regionen und den beiden autonomen Ländern Südtirol und Trentino zu finanzieren sind. Von den insgesamt 80 Millionen Euro des Fonds sind 56 Millionen für diese Vorhaben vorgesehen. "Es handelt sich dabei in erster Linie um Programmvereinbarungen", hob Landeshauptmann Kompatscher hervor, "das heißt, es sind Abkommen zwischen mehreren Gebietskörperschaften, die auf längere Zeit angelegt sind und durch die Kommission, die Regionen und möglichst auch durch den Staat gemeinsam finanziert werden. Zudem ist auch die Einbeziehung von privaten Trägern zu forcieren."

Beim heutigen Treffen, an dem neben dem Vorsitzenden der paritätischen Kommission, Roger De Menech, die Vertreter der Regionen Venetien und Lombardei, der Provinzen Belluno und Sondrio sowie Südtirols und des Trentino teilnahmen, konnte bereits eine Übereinkunft über die als besonders wichtig erachteten Vorhaben getroffen werden. "Das erste Projekt", so Landeshauptmann Kompatscher, "betrifft das Breitband-Internet. Es ist geplant, die 'Digitalisierung der Alpen' in Abstimmung mit dem staatlichen Programm voranzutreiben. Die Finanzierung wird dabei durch Mittel aus dem Grenzgemeinden-Fonds, der Regionen und des Ministeriums für die Wirtschaftsentwicklung sichergestellt."

Weitere gemeinsame Ziele seien der Ausbau der Verkehrsverbindungen (auch der Fahrradwege) zwischen den Grenzgebieten und die Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich der Verwaltung, insbesondere in Bezug auf den Stilfserjoch-Nationalpark und das UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten. Der Vorsitzende der Kommission De Menech wurde schließlich beauftragt, die Auszahlung der für die vergangenen Jahre vorgesehenen Geldmittel in die Wege zu leiten.

me


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