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Interreg-Projekt IREK im Wipptal: Positive Zwischenbilanz

Vor einem Jahr startete das auf drei Jahre angelegte Interreg-Projekt IREK, gestern wurde in Steinach am Brenner eine positive Zwischenbilanz gezogen. Der erste Schritt hin zum Ziel, ein nachhaltiges Raumentwicklungskonzept für das Wipptal zu erarbeiten, ist getan.

Ridnaunertal
Zoomansicht Ridnaunertal

IREK steht für Integrales Raumentwicklungskonzept, Projektgegenstand sind ausgewählte Lebensräume des Wipptals südlich und nördlich des Brenners. "Das Leben dort ist von einem hohen Potenzial an Naturgefahren geprägt, was sich auf die Weiterentwicklung dieser Lebensräume begrenzend auswirkt", erklären die Projektleiter. Darin liegt der Ursprung des Interreg IV Italien-Österreich Projekts, dessen Startschuss am 12. November 2009 erfolgte.

Projektpartner sind die Abteilung Wasserschutzbauten und die Abteilung Brand- und Zivilschutz des Landes Südtirol sowie die Abteilung Wasserwirtschaft und die Abteilung Raumordnung-Statistik des Landes Tirol, als Lead Partner fungiert die Wildbach- und Lawinenverbauung Tirol.

Nach einem Jahr sind die verschiedenen Projekte im Rahmen von IREK weit fortgeschritten. "Am Anfang stand das Interesse der betroffenen Gemeinden an zusätzlicher Raumnutzung im Wipptal. Inzwischen haben wir in Nord- und Südtirol Untersuchungen und Auswertungen durchgeführt, die uns bereits erste Ansatzpunkte zur Beurteilung und Bewertung der Lebensräume geben. Unser Ziel ist, die daraus gewonnenen Erkenntnisse als Grundlage zur Erarbeitung und Entwicklung nachhaltiger und innovativer Schutzkonzepte zu nutzen", resümierte DI Siegfried Sauermoser von der Wildbach- und Lawinenverbauung, Sektion Tirol, zufrieden.

Im Anschluss an die Einrichtung der Projektstruktur wurden 2010 schwerpunktmäßig Nutzungsansprüche erhoben, die Schutzsysteme analysiert sowie das Gefahrenpotenzial im Projektgebiet identifiziert. Die Erhebung der Nutzungsansprüche konnte sowohl auf Nordtiroler als auch auf Südtiroler Seite erfolgreich abgeschlossen werden. Während in Südtirol der Arbeitsschwerpunkt auf der Entwicklung von Szenarien für die untersuchten Lebensräume lag, wurde auf Nordtiroler Seite neben der bestehenden Nutzung vor allem auf die Mobilitätserfordernisse in der Region eingegangen. An der Schutzsystemanalyse (welche Schutzsysteme bestehen und wie ist deren derzeitige Wirkung) sowie der Gefahrenpotenzialerhebung (welche Gefahren aus Lawinen-, Wildbach- und Überflutungsprozessen bestehen) wird noch intensiv gearbeitet. Sie sollen Anfang kommenden Jahres abgeschlossen sein. Als weiterer Schritt folgt die Definition der Schadens- und Risikoszenarien. Auf Basis dieser Ergebnisse werden dann innovative Schutzkonzepte erarbeitet.

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