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Euregio: Polnische Delegation auf Anschauungsunterricht in Bozen

Dass Europaregion nicht gleich Europaregion ist, konnte eine polnische Delegation gestern (9. Jänner) in Bozen in Erfahrung bringen: Bei einem Besuch im Büro der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino wollten Vertreter der polnisch-litauisch-weißrussischen Europaregion Neman vor allem wissen, wie der Weg hin zu einem EVTZ beschritten werden kann.

Seit Jahren schon pflegt Südtirol eine enge Zusammenarbeit mit der ostpolnischen Region Suwalki. Diese Kooperation kann nun durch ein neues Element erweitert werden, sind doch beide Länder in eine Europaregion eingebunden. Während die Landesregierungen von Südtirol, dem Bundesland Tirol und des Trentino aber bereits über eine EU-Anerkennung als Europäischer Verbund territorialer Zusammenarbeit (EVTZ) erreicht haben, ist die "Euroregion Neman" noch als Verein organisiert. Ihr gehören neben dem polnischen Suwalki auch die litauischen Bezirke Alytus und Marijampole sowie das weißrussische Grodno an.

Nachdem nun auch die Euroregion Neman den Weg hin zu einem EVTZ einschlagen will, gab's beim gestrigen Besuch der polnischen Delegation im Euregio-Büro in Bozen alle grundlegenden Infos zu den geschichtlichen Hintergründen der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino, zu den Beweggründen für die Gründung des EVTZ, zur Zusammensetzung der Organe, zu Zielen, Aufgaben und Projekten. "Man hat uns zudem gebeten, die Euroregion Neman auf ihrem Weg hin zum EVTZ zu unterstützen, weshalb wir auch schon einen Folgetermin mit dem Vorsitzenden des Vereins Euroregion Neman vereinbart haben", so Birgit Oberkofler, Südtiroler Vertreterin im Euregio-Büro.

Ein Wiedersehen zwischen den Vertretern der beiden Euregios wird's allerdings bereits Ende Jänner geben. In Brüssel nehmen beide Institutionen an der Versammlung der europäischen Vereinigung regionaler Gesundheitsbehörden EUREGHA teil.


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