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Treffen der Allianz der Bergregionen

Bei einem Treffen der für Landwirtschaft zuständigen Landesräte der nördlichen Regionen Italiens wurden gemeinsame Positionen gegenüber Rom definiert.

Südtirols Landesrat Schuler (re.) und seinem Trentiner Amtskollegen Dallapiccola (2.v.re.) bei der Sitzung der Landwirtschaftslandesräte der nördlichen Regionen Italiens. Foto: LPA/Ufficio Stampa Provincia autonoma di Trento
Zoomansicht Südtirols Landesrat Schuler (re.) und seinem Trentiner Amtskollegen Dallapiccola (2.v.re.) bei der Sitzung der Landwirtschaftslandesräte der nördlichen Regionen Italiens. Foto: LPA/Ufficio Stampa Provincia autonoma di Trento

Bei einem Treffen der für Landwirtschaft zuständigen Landesräte der nördlichen Regionen Italiens am Agrarinstitut in San Michele all'Adige nahmen neben Landesrat Arnold Schuler und seinem Trentiner Amtskollegen Michele Dallapiccola die Landwirtschaftsassessoren Giovanni Fava (Lombardei), Renzo Testolin (Aosta) und der Präsident des Landwirtschaftsausschusses Alessio Gratton (Friaul-Julisch Venetien) teil. Außerdem haben dieser Allianz der Bergregionen Italiens der Landwirtschaftsassessor des Veneto Giuseppe Pan und von Ligurien Stefano Mai zugestimmt.

Ziel dieses Treffens war es, eine gemeinsame Richtung für einen Vorschlag für eine europäische Agrarpolitik und politische Positionen gegenüber Rom festzulegen, die die besonderen Bedürfnisse der Berggebiete ausreichend berücksichtigt. Zwar endet die derzeitige EU-Agrarperiode erst in drei Jahren, die Diskussionen über die Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik von 2020 bis 2026 haben aber schon begonnen. Es ist deshalb wichtig, sowohl auf nationaler Ebene als auch mit den benachbarten Ländern Allianzen zu schmieden und gemeinsam die Interessen der Berggebiete gegenüber Rom als auch Brüssel zielgerichtet zu vertreten. "Wir wollen eine erhöhte Planungssicherheit für unsere Landwirte erreichen", betont Landesrat Schuler. Außerdem soll eine Stärkung der Regionen und Länder angestrebt werden, vor allem sollte den europäischen Berggebieten eine besondere Stellung eingeräumt werden.

Fünf Schwerpunkte wurden bei diesem Treffen definiert: Es gilt, die vom Aussterben bedrohten Tierrassen auch weiterhin abzusichern und insgesamt die Viehwirtschaft im alpinen Grünland zu stärken; zudem sollen die Formen der Bewirtschaftung und der Tierhaltung nicht durch überzogene Auflagen beeinträchtigt werden. Ein weiterer Schwerpunkt zielt darauf ab, den Weinbau in Steillagen abzusichern und weiter auszubauen und dabei die Marktordnung Wein- und die Finanzmittel für Weinbau in Steillagen bzw. Berggebiet zu verstärken. Außerdem ist die Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktion des Bergwaldes zu wahren und abzusichern. Die Marktordnung Obst und Gemüse muss in der derzeitigen Form und Ausstattung beibehalten werden. Landesrat Schuler forderte zudem die Einführung eines operationellen Programmes für die Milchwirtschaft im Berggebiet mit der Möglichkeit des Schutzes der kleinen regionalen Produktion und mit der besonderer Unterstützung der kooperativen Vermarktung. Zudem sollen die Finanzmittel für "Produkte vom Berg" ausgebaut werden. "Im 'Produkt vom Berg' steckt eine große Chance auch für Südtirol", erklärt Landesrat Schuler.

LPA


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