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Lokale Entwicklungspläne im Leaderbereich: Finanzplan gutgeheißen

Die Südtiroler Landesregierung hat heute (14. Juni) den Finanzplan der lokalen Entwicklungspläne im Leaderbereich des Entwicklungsprogramms ländlicher Raum genehmigt.

Vinschgau, Südtiroler Grenzland, Sarntaler Alpen, Eisacktaler Dolomiten, Wipptal, Pustertal: Dies sind die vor neun Monaten von der Landesregierung gutgeheißenen Leadergebiete bis 2020. "Die Landesregierung", betont Landesrat Arnold Schuler, "misst der Leader-Idee höchste Bedeutung zu: Zur Unterstützung der regionalen Projekte sind im ländlichen Entwicklungsplan nicht ganz 20 Millionen Euro vorgesehen, also mehr als früher." Im Anschluss an die Auswahl der sechs Leadergebiete (auf der Karte im Anhang) wurden im Jänner sechs Lokale Entwicklungspläne eingereicht; für die Genehmigung dieser Lokalen Entwicklungspläne ist es notwendig, dass die Landesregierung vorab die Finanzpläne für jeden Plan und die jeweilige Lokale Aktionsgruppe durch Beschluss genehmigt. Dies ist heute erfolgt.

Die Mindestausstattung pro Gebiet muss mindestens drei Millionen Euro betragen, daraus ergibt sich bei den sechs Gebieten die Summe von 18 Millionen Euro. Die Landesregierung konnte frei entscheiden, wie sie die restlichen rund zwei Millionen Euro aufteilt. Dies wurde aufgrund von zwei Parametern vorgenommen: Der Restbonus wird zusätzlich zum Betrag der Mindestzuwendung zur Hälfte aufgrund der technischen Bewertung der lokalen Entwicklungspläne und zur anderen Hälfte aufgrund der technischen Bewertung der Leadergebiete auf jede einzelne Lokale Aktionsgruppe aufgeteilt. Insgesamt erhält demzufolge jedes der sechs Leadergebiete circa 3,3 Millionen Euro, wobei die Unterschiede zwischen dem höchsten und niedrigsten Betrag bei rund 30.000 Euro liegen.

Leader (Akronym vom französischen "Liaison entre actions de développement de l'économie rurale", Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Das erste Leaderprogramm in Südtirol war im Jahr 1991 mit der Ausweisung des Leadergebietes Obervinschgau gestartet. Insgesamt wurden durch das Leaderprogramm seit seinem Bestehen bis 2013 rund 50 Millionen Euro für die ländlichen Gegenden Südtirols zur Verfügung gestellt; nun kommen knapp 20 Millionen dazu.

"Leader", legt Landesrat Schuler dar, "ist ein wichtiges Programm für ein Land wie Südtirol". Leader wird in Lokalen Arbeitsgruppen umgesetzt: In dieser Gruppe planen, entscheiden und handeln regionale Akteure aus Verbänden, Unternehmen, Verwaltungen wie auch Privatpersonen gemeinsam; die Bezirksgemeinschaften fungieren dabei als zentrale Anlaufstelle. Die Ideen sollen von den Bürgerinnen und Bürgern kommen.

mac


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