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Die Tiroler Landwirtschaft bleibt gentechnikfrei

Tirol war 2005 eines der ersten Bundesländer, das ein Gentechnik-Vorsorgegesetz beschlossen und damit kaum überwindbare Hürden für das Ausbringen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf den heimischen Feldern geschaffen hat. „Die bisherige Regelung war eine Hilfskonstruktion. Jetzt nutzen wir den neuen Spielraum der EU und schreiben das Anbauverbot für GVO landesgesetzlich fest. Die Tiroler Landwirtschaft bleibt damit gentechnikfrei“, verkündet Tirols Agrarreferent LHStv Josef Geisler.

Garantiert keine Gentechnik auf Tirols Feldern und in Tiroler Milch. Das bleibt auch so, versichert LHStv Josef Geisler. @Die Fotografen
Zoomansicht Garantiert keine Gentechnik auf Tirols Feldern und in Tiroler Milch. Das bleibt auch so, versichert LHStv Josef Geisler. @Die Fotografen

Eine entsprechende Novellierung des Tiroler Gentechnik-Vorsorgegesetzes wurde in der Landesregierung bereits verabschiedet. Der Beschluss im Tiroler Landtag soll im Mai folgen.

„Gentechnikfreiheit im Anbau ist aber nur die halbe Miete“, merkt Geisler an. Nur weil in einem Land keine GVO angebaut werden, bedeute das noch lange nicht Gentechnikfreiheit auf ganzer Linie. „Die Tiroler Landwirtschaft geht seit über einem Jahrzehnt einen Schritt weiter und verzichtet auch in der Fütterung auf GVO“, streicht LHStv Josef Geisler hervor.

Bereits seit dem Jahr 2003 produzieren Tirols MilchbäuerInnen garantiert gentechnikfreie Milch und verfüttern kein Gen-Soja oder anderen gentechnisch veränderte Futtermittel. Damit hat Tirol in der Milchwirtschaft österreichweit eine Vorreiterrolle übernommen.

An die KonsumentInnen appelliert Geisler, den konsequenten Weg der heimischen Landwirtschaft in Sachen Gentechnik durch den Kauf regionaler Milchprodukte zu unterstützen:  „Nur wer zu heimischer Milch greift, unterstützt die Gentechnikfreiheit in jeder Hinsicht.“

Christa Entstrasser-Müller


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