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Tierärzte der Alpenregion tauschen sich über Tierseuchen aus

Der Alpenweideviehverkehr unter Berücksichtigung der Tierseuchensituation: Darüber haben sich gestern (5. Februar) Tierärzte der zuständigen Ministerien der Staaten Österreich, Schweiz und Liechtenstein, des Freistaates Bayern, die Tierärztlichen Dienste der Länder bzw. Kantone Salzburg, Vorarlberg, Tirol, Südtirol, Graubünden, St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden in der Laimburg in Pfatten (Südtirol) ausgetauscht.

Weideviehverkehr im Alpenraum als Tagungsthema
Zoomansicht Weideviehverkehr im Alpenraum als Tagungsthema
"Für Südtirol ist die Alpung eine sehr wichtige Tradition", unterstrich Südtirols Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler bei seinem Grußwort an die Tierärzte und Tierärztinnen: "Jährlich werden mehr als 5000 Schafe und Ziegen und mittlerweile auch mehr als 1000 Rinder aus Südtirol auf österreichische Almen gebracht." Und auch wenn die Zahl der in die Schweiz verbrachten Südtiroler Rinder gering ist, sind die Zahlen der im gesamten Alpenraum zwecks Sömmerung verbrachten Nutztiere beeindruckend. "Unter diesem Gesichtspunkt", betonte Landesrat Schuler, "ist ein Fachtreffen wie dieses von grundlegender Bedeutung".

Das Treffen über den Alpenweideviehverkehr ist ein Expertentreffen der Alpenregion und wird seit über zehn Jahren einmal jährlich ausgetragen, erklären der Leiter des Landestierärztlichen Dienstes in Bozen Paolo Zambotto und sein Stellvertreter Ernst Stifter, verantwortlich für den Bereich Tierkrankheiten. Ziel des Treffens ist es, Tierseuchensituationen im Auge zu behalten; wichtig sind auch der Erfahrungsaustausch, die gemeinsame Beurteilung und einheitliche Auslegung neuer, auch gemeinschaftlicher Bestimmungen und das Abklären der Voraussetzungen für eine gegenseitige Sömmerung. Beim diesjährigen Treffen wurde über Rinder- und Rotwildtuberkulose, Tollwut, Brucellose, Rinderleukose, Geflügelgrippe und afrikanische Schweinepest berichtet und diskutiert.

mac


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