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Das gesamte Wipptal feiert: die Milchehe der Bauern aus Nord- und Südtirol ist Realität

(MIT VIDEO) Die Genossenschaft Milchhof Sterzing und die Milchliefergenossenschaft Wipptal-Stubai feiern: Die neue Partnerschaft mit den Milchbauern des nördlichen Wipptales wurde mit 1. April 2014 Realität. Somit ist in nächster Zukunft der Bedarf an Qualitäts- und Biomilch gesichert und ein gesundes Wachstum zu möglich.

Die beiden Obmännern Adalbert Braunhofer und Anton Steixner feierten die erste Milchlieferung der Bauern des nördlichen Wipptals nach Sterzing
Zoomansicht Die beiden Obmännern Adalbert Braunhofer und Anton Steixner feierten die erste Milchlieferung der Bauern des nördlichen Wipptals nach Sterzing
Obmann Anton Steixner, Senator Hans Berger und Geschäftsführer Günther Seidner freuten sich über die zahlreichen Teilnehmer aus beiden Landesteilen.
Zoomansicht Obmann Anton Steixner, Senator Hans Berger und Geschäftsführer Günther Seidner freuten sich über die zahlreichen Teilnehmer aus beiden Landesteilen.
Bereits am Morgen besuchte Euregio-Generalsekretär Matthias Fink (r.) mit dem Euregio-Filmteam den Schöberlhof von Anton Steixner in Mutters/Unterberg (Foto: Cincelli).
Zoomansicht Bereits am Morgen besuchte Euregio-Generalsekretär Matthias Fink (r.) mit dem Euregio-Filmteam den Schöberlhof von Anton Steixner in Mutters/Unterberg (Foto: Cincelli).

Am 05. April 2014 lud der Milchhof Sterzing zur Feier der ersten Milchlieferung der nördlichen Nachbarn ein. Viele Süd- und Nordtiroler Bauern waren der Einladung gefolgt, um den Meilenstein der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südtirol zu feiern. Im Beisein des Südtiroler Landesrats für Landwirtschaft Arnold Schuler und des Tiroler LH- Stellv. und Bauernbundobmanns Josef Geisler ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, die erste Milchlieferung mit den beiden Obmännern Adalbert Braunhofer und Anton Steixner zu feiern.

Nach monatelangen Vorbereitungen, der Genossenschaftsgründung in Nordtirol, der formellen Änderung der Statuten der Genossenschaft Milchhof Sterzing und der Vertragsunterzeichnung erfolgte mit 1. April 2014 die erste Milchlieferung aus Nordtirol.

Die Sterzinger und Jaufentaler Bäuerinnen übernahmen die Verpflegung der Festgäste und eine Gesamttiroler Musikkapelle mit rund 100 Musikanten aus 22 Musikkapellen spielte während des Festaktes. Am Konzert wirkten die Musikkapellen Gossensass, Jaufental Mareit, Mauls, Pfersch, Ratschings, Ridnaun Sterzing, Stilfs, Telfes, Trens und Wiesen auf Südtiroler und Ellbögen, Fulpmes, Gries, Gschnitz, Mieders, Obernberg, Schmirn, Schönberg, Steinach und Vals-St. Jodok auf Nordtiroler Seite mit.

Gesundes Wachstum und guter Milchauszahlungspreis

„Unser Ziel war und ist es auch zukünftig, unseren Mitgliedern einen guten Milchpreis auszuzahlen, somit deren Einkommen zu sichern und unseren Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze zu bieten.“ So Direktor Dr. Günther Seidner. „Da die Milchproduktion im Raum Sterzing aber auch in ganz Südtirol leicht rückläufig ist, sind wir froh unseren Partner in der Liefergenossenschaft in Nordtirol gefunden zu haben.“

Neue Partnerschaft mit Milchgenossenschaft Wipptal - Stubai
Ziel ist es, im ersten Jahr (April 2014 – Dezember 2014) 7 Mio. Kilogramm Milch zu liefern. „Mit dem Ende der Kontingentierung 2015 ist durchaus mehr möglich. Auch bei der Bio-Milch wollen wir den Anteil steigern. Die extensiven Betriebe im Wipp- und Stubaital sind dafür prädestiniert“, glaubt Anton Steixner.


„Sie stellen Milch in gleicher Qualität wie die Bauern des südlichen Wipptales her und das in ausreichender Menge“, betont Adalbert Braunhofer. „Darüber hinaus produzieren die kleinen Höfe im nördlichen Wipptal mehr als 700.000 Kilogramm Biomilch.“ In diesem Segment konnte der Milchhof Sterzing in den vergangenen Jahren besondere Zuwächse verzeichnen und nimmt in Südtirol eine Vorreiterrolle ein.

„Somit haben wir ausgezeichnete Voraussetzungen für unsere zukünftige Zusammenarbeit geschaffen“, fasst Milchhof Obmann Braunhofer zusammen. „Weil wir einen Vertragspartner mit Handschlag Qualität gefunden haben, können wir unseren Kunden die Produktqualität zu 100 Prozent garantieren. Die Transportwege sind kurz und mit dem abgeschlossenen Liefervertrag können wir unser Wachstum besser planen. Die neue Zusammenarbeit mit der Milchgenossenschaft Wipptal – Stubai ist der nächste logische Schritt in Richtung einer gemeinsamen wirtschaftlich erfolgreichen Entwicklung.“

Im Rahmend es Festakts wurde mehrfach unterstrichen, dass die grenzüberschreitende Milchkooperation ein Meilenstein für die Europaregion ist, die um ein konkretes Projekt im Wirtschaftsbereich bereichert wurde. Federführend ausgearbeitet wurde der Zusammenschluss vom Günther Seidner, Direktor des Milchhofs Sterzing, und Anton Steixner, Obmann der Liefergenossenschaft, Vollerwerbsbauer und ehemaliger Tiroler Agrarlandesrat, unterstützt wurde das Projekt von den Bauernbünden und den Raiffeisenverbänden.

Weitere hochrangige Vertreter beim Festakt waren der Tirols Landtagspräsident Herwig van Staa, Senator Hans Berger, Südtiroler Europaparlamentarier Herbert Dorfmann, der Präsident der Handelskammer Bozen Michl Ebner, Südtirols Bauernbundobmann Leo Tiefenthaler, der Sterzinger Bürgermeister Fritz Karl Messner und zahlreiche Amtskollegen aus Süd- und Nordtirol.

Fakten:
  • 200 Bauern aus dem Wipptal und dem Stubaital liefern ab 1. April 2014 in Sterzing an
  • Die Milch wird von der Milchgenossenschaft Wipptal - Stubai angekauft und an den Milchhof Sterzing weiterverkauft
  • Die Milchgenossenschaft Wipptal - Stubai ist per einstimmigen Vollversammlungsbeschluss im Milchhof Sterzing (derzeit 405 aktive Genossenschaftsmitglieder) vollwertiges Mitglied mit den gleichen Rechten und Pflichten
  • Jahresanliefermenge: 8 Mio. Kilogramm Milch, davon rund 750.000 Kilogramm Bio-Milch
  • Milchgenossenschaft Wipptal - Stubai (Vorstand und Aufsichtsrat): Obmann Anton Steixner (Mutters), Stv. Erich Mayr (Ellbögen), Vorstandsmitglieder Georg Tost (Trins), Paul Strickner (Gries am Brenner) und Karl Pfurtscheller (Neustift im Stubaital). Den Aufsichtsrat bilden: Alexander Woertz (Pfons), Josef Mayr (Natters) und Andreas Denifl (Fulpmes)

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