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Europaregion-Präsident Durnwalder: "Regionale Produkte im Interesse der gesamten Bevölkerung"

Die Vermarktung regionaler Produkte vorantreiben: Das, sind sich der Südtiroler Landeshauptmann Durnwalder in seiner Funktion als Landwirtschaftslandesrat und sein Tiroler Amtskollege Steixner einig, ist ein wichtiges Anliegen; heute (27. März) haben sie die Fachtagung "Sicherheit und Regionalität" vorgestellt, die sich damit befassen wird.

Für Regionalität und Sicherheit bei Lebensmittelprodukten (v.li.): EOS-Direktor Prast, Amtsdirektor Bax, LH Durnwalder, LH-Stv. Steixner, EVTZ-Generalsekretärin Oberkofler (LPA/Pertl)
Zoomansicht Für Regionalität und Sicherheit bei Lebensmittelprodukten (v.li.): EOS-Direktor Prast, Amtsdirektor Bax, LH Durnwalder, LH-Stv. Steixner, EVTZ-Generalsekretärin Oberkofler (LPA/Pertl)

Wie Landeshauptmann Luis Durnwalder als Landwirtschaftslandesrat und Präsident des Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit EVTZ erklärte, geht das Projekt zur Vermarktung regionaler Produkte von einem Beschluss des Dreierlandtages Tirol-Südtirol-Trentino aus dem Jahr 2009 aus. Die Konsumenten, unterstrich er, seien bereit, für möglichst naturnahe Produkte ohne lange Transportwege mehr zu bezahlen. "Regionale Produkte", führte er aus, "sind im Interesse der gesamten Bevölkerung, sie fördern die Wirtschaft, schützen die Umwelt und die Gesundheit und steigern die Lebensqualität".

"In jeder Region", führte der Tiroler Landeshauptmannstellvertreter und Landwirtschaftslandesrat Anton Steixner aus, "bemühen sich alle, regionale Produkte noch besser zu vermarkten. Deshalb ist es wichtig, voneinander zu lernen und über den Zaun zu schauen, um diese Entwicklung noch besser voranzutreiben." Die Lebensmittelskandale, wies er hin, führten dazu, dass Konsumenten in verstärktem Maße über Lebensmittel nachdenken und regional erzeugte Produkte kaufen. Wichtig sei auch, die Jugend anzusprechen und über die Schulen zu informieren.

In Vertretung des Trentiner Landwirtschaftslandesrates Tiziano Mellarini lobte auch Giuseppe Bax, Direktor des Ufficio per la promozione territoriale, den Erfahrungsaustausch innerhalb der Euregio. Es sei wichtig, die Individualität der einzelnen regionalen Produkte zu stärken und Bündnisse zwischen Erzeugern, Verteilern und Konsumenten zu bilden.

Auch Hansjörg Prast von der Export Organisation Südtirol EOS nannte als grenzüberschreitendes gemeinsames Anliegen, die regionalen Produkte zu vermarkten, voneinander zu lernen und sich zu verbessern.

EVTZ-Generalsekretärin Birgit Oberkofler erklärte, die Tagung sei der Auftakt für eine längere Zusammenarbeit: Anlässlich des von der Export Organisation Südtirol EOS organisierten "Genussfestivals Südtirol" vom 24. bis zum 26. Mai auf dem Waltherplatz in Bozen werden erstmals die Agrarmarketing-Gesellschaften von Tirol, Südtirol und dem Trentino im Rahmen der Fachtagung "Regionalität und Sicherheit" am 24. Mai gemeinsame Wege aufzeigen und vergleichen, wie regionale Produkte  im Handel besser platziert werden können. Dies ist der erste von drei Kongressen (es folgen eine Tagung im Herbst in Trient und eine im Frühjahr 2014 in Innsbruck), die sich mit der Stärkung des Absatzes regionaler Produkte im Handel, bei Großverteilern und im touristischen Umfeld befassen; dabei geht es wesentlich auch um die Entwicklung besonderer Produktgruppen. Sie freue sich, schloss Oberkofler, auf ein "Euregio-Kochbuch" am Ende dieser drei Symposien.


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