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EUSALP-Mobilitätskonferenz: Schienennetz, Datennetze, Tarife

Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino sucht die verstärkte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, um die Herausforderungen der Verkehrspolitik gemeinsam zu lösen.

Betonten, wie wichtig eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Verkehrspolitik ist: der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Trentiner Mobilitätslandesrat Mauro Gilmozzi - Foto: LPA/mb
Zoomansicht Betonten, wie wichtig eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Verkehrspolitik ist: der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Trentiner Mobilitätslandesrat Mauro Gilmozzi - Foto: LPA/mb

Welche Anreize müssen gesetzt werden, damit der Güterverkehr vermehrt von der Straße auf die Schiene verlagert wird? Wie kann man den Verkehr so gestalten, dass die Belastung für die Anrainer zurückgeht? Antworten auf diese Fragen suchten die Teilnehmer der zweiten EUSALP-Mobilitätskonferenz heute (25. Oktober) in Bozen.

"Die Verkehrspolitik ist eine große Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Pressekonferenz zur Eröffnung des Treffens. Zum einen sei es daher wichtig, dass die Regionen im Alpenraum gemeinsam an einer neuen Verkehrsstrategie arbeiten, zum anderen brauche es auch den Dialog mit der Wirtschaft, mit Frächtern und Logistikern. "Dass wir umdenken müssen, daran besteht kein Zweifel", betonte der Landeshauptmann, "wir müssen und wir wollen das aber gemeinsam mit der Wirtschaft machen", so Kompatscher weiter. Die Maßnahmen seien schließlich nur dann umsetzbar, wenn sie auch den Bedürfnissen der Konsumenten entgegenkommen. "Es ist wichtig, dass Politik und Experten gemeinsam nach einer Lösung suchen", pflichtete ihm der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter bei.

Als einen wichtigen Punkt neben dem Ausbau des Schienennetzes und der digitalen Infrastruktur nannte Kompatscher eine Reform der Tarife. Derzeit zahle es sich für die Transportunternehmen aus, ihre Güter auf der Straße zu transportieren, stellte er fest und forderte eine Korridorlogik von München bis Verona. "Wir müssen die rollende Landstraße attraktiver machen", sagte auch Platter. Damit dies gelingt, müssten etwa auch die Verladestationen in Wörgl und in Trient ausgebaut werden. Platter rechnete vor, dass derzeit weit über zwei Millionen LKWs pro Jahr den Brenner passieren. "Bei uns werden immer noch 71 Prozent der Güter auf der Straße transportiert, und nur 29 Prozent auf der Schiene", bedauerte er und kündigte für den 27. Oktober eine erneute Blockabfertigung in Kufstein an. Wie bereits am 4. Oktober sollen ab 5 Uhr früh nur noch 300 LKW pro Stunde in Richtung Süden fahren dürfen. Ohne Blockabfertigung sind in Stoßzeiten bis zu 600 LKW pro Stunde unterwegs.

"Die nachhaltige Mobilität ist eine zentrale Frage der europäischen Politik", betonte auch der Trentiner Mobilitätslandesrat Mauro Gilmozzi. Auch er wies auf die hohen Kosten der rollenden Landstraße hin und sagte, dass das Trentino und Südtirol diese derzeit mit Förderungen aufzufangen versuchen.

Im Rahmen der EU-Alpenstrategie EUSALP gehen sieben Staaten und 48 Regionen des Alpenraums gemeinsam grenzüberschreitende Vorhaben in den Bereichen Umwelt-, Kultur- und Ressourcenschutz, Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Energie im Alpenraum an. Die Aktionsgruppe 4 "Mobilität" stellt die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Mobilität in den Vordergrund und hat es sich zum Ziel gesetzt, die Vernetzung der verschiedenen Akteure festigen. Die Leitung dieser Aktionsgruppe hat die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino inne.

VIDEOS UND INTERVIEW:

IMM CONVEGNO E CONF STAMPA EUSALP.mov 

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INTV ARNO KOMPATSCHER IT.mov 

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INTV ARNO KOMPATSCHER DE.mov 

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INTV GÜNTHER PLATTER DE.mov 

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INTV MAURO GILMOZZI IT.mov 

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"KOMPATSCHER  , PLATTER, GILMOZZI  "

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