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Nahverkehr: Delegation aus Oberösterreich informiert sich in Südtirol

Über das Konzept der Öffis und die Tarife hat sich eine Delegation aus Oberösterreich um LR Günther Steinkellner bei südtiroler LR Florian Mussner kundig gemacht.

Eine Delegation aus Oberösterreich mit LR Günther Steinkeller (4.v.l.) an der Spitze hat sich bei LR Florian Mussner (3.v.l.) über den öffentlichen Personennahverkehr in Südtirol informiert (FOTO: LPA)
Zoomansicht Eine Delegation aus Oberösterreich mit LR Günther Steinkeller (4.v.l.) an der Spitze hat sich bei LR Florian Mussner (3.v.l.) über den öffentlichen Personennahverkehr in Südtirol informiert (FOTO: LPA)

Informationen aus erster Hand über das Konzept und deren rasche Umsetzung für die öffentlichen Verkehrsmittel (Öffis) und das innovative Tarifsystem mit dem Südtirolpass hat eine Delegation aus Oberösterreich mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Mobilität am Montag, 3. Juli, in Bozen bei Mobilitätslandesrat Florian Mussner und seinem Team eingeholt.

Mussner lobte die guten Kontakte zwischen Südtirol und den österreichischen Bundesländern. „Mobilität macht nicht an den Grenzen Halt - sie ist Grundlage für das Funktionieren unserer Wirtschaft und Gesellschaft und Erreichbarkeit ist ein Schlüsselfaktor, deshalb ist die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch in der Mobilität heute wichtiger denn je“, unterstrich Landesrat Mussner. In den vergangenen Jahren wurde unser System der Öffis in Südtirol, allen voran das Konzept „Südtirol Pass“ auf Anfrage immer wieder in unseren Nachbarländern vorgestellt.

Die große Herausforderung für alle sei, Mobilität nachhaltig, mit umweltschonender Technik und vernetzt zu gestalten, waren sich Steinkellner und Mussner einig. Beeindruckt zeigte sich die Delegation aus Oberösterreich über das dichte und gut vertaktete Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in Südtirol mit der Bahn als Rückgrat und den Bussen als kapillare Verzweigungen, das Abteilungsdirektor Günther Burger im Detail erläuterte. Zudem verwies Burger auf den starken Zuwachs der Fahrgastzahlen der vergangenen Jahre, was auf das gut vertaktete Angebot, die moderne Infrastruktur und das Rollmaterial, aber vor allem auf das nutzerfreundliche Konzept des Südtirol Pass sowie die Schüler- und Senioren-Abos, mit denen gut die Hälfte aller Südtiroler umweltfreundlich mobil sein können, zurückzuführen ist.

Landesrat Mussner nannte als Ziele für die kommenden Jahre die weitere Stärkung der Bahn als „bessere“ Alternative zum eigenen Auto wie etwa durch die Elektrifizierung der Vinschger Bahn nach neuesten technischen Standards, den Ausbau der grenzüberschreitenden Bahnverbindungen, die Zusammenarbeit mit Nachbarländern und das Aktionspaket #smartunterwegs für nachhaltige, emissionsarme Mobilität. Ein wichtiges Thema sei derzeit der Landesmobilitätsplan für die Organisation und für die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs, sagt Mussner. Auch die für 2018 anstehende europaweite Ausschreibung der Überland-Busdienste sei eine Herausforderung für den öffentlichen Personennahverkehr in Südtirol, erklärte Mussner. 

(SAN)


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