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Brennerautobahn: Gesellschafter einigen sich auf Vorgehensweise

Einvernehmen unter den Gesellschaftern der Brennerautobahn AG: Deren Umwandlung in eine In-house-Gesellschaft genießt Priorität.

Die Gesellschafter der Brennerautobahn AG haben sich heute in Trient zu einer Vollversammlung getroffen, um sich über die nächsten Schritte zu verständigen, die zu der Konzessionsverlängerung für die A22 führen sollen. "Wir haben in der heutigen Versammlung, die seit geraumer Zeit einberufen war, weitere Schritte im Hinblick auf die ins Auge gefasste Konzessionserneuerung setzen können", erklärte für den Hauptaktionär der Autobahngesellschaft, die Region Trentino-Südtirol, deren Präsident Arno Kompatscher. Er verwies auch darauf, dass das Verfahren dem vorgegebenen Zeitrahmen folge.  

Im Januar dieses Jahres war im Transport- und Infrastrukturministerium in Rom das Einvernehmensprotokoll unterzeichnet worden, das die Umwandlung der Brennerautobahn AG in eine rein öffentliche Gesellschaft vorsieht.

Im Rahmen der heutigen Versammlung wurden die Gesellschafter darüber informiert, welche Maßnahmen inzwischen ergriffen wurden und welche strategischen Entscheidungen anfallen, um die Vereinbarungen mit Rom zu erfüllen. Sie haben der Führungsspitze der Gesellschaft gegenüber bekannt gegeben, welche strategischen Schritte Priorität haben, allen voran der Ankauf der Aktien, die noch in privater Hand sind. Erst wenn diese zu hundert Prozent in öffentlicher Hand sind, kann die auf 30 Jahre angesetzte Konzessionsverlängerung zur Unterzeichnung gelangen.

Die Vollversammlung hat den Verwaltungsrat schließlich beauftragt, die Ausarbeitung des Businessplans, inklusive Finanz- und Investitionsplan fortzusetzen. Vorgesehen sind Investitionen im Umfang von drei Milliarden Euro, wovon 2,6 Millionen in die Infrastruktur fließen sollen. Geplant ist beispielsweise eine dritte Spur zwischen Verona und Modena ebenso wie die dynamische dritte Spur zwischen Bozen und Verona-Süd. Auf dem Plan stehen zudem neue Autobahnbrücken, Ein- und Ausfahrt-Anlagen, Schallschutzwände, Raststätten, Parkplätze, Sicherheitszentren und die Renovierung einiger Raststätten.

Die Gesellschaft ist schließlich beauftragt, auch im Jahr 2017 und danach, die Querfinanzierung zugunsten der Hochgeschwindigkeits-Bahnlinie Verona–Brenner einzuplanen. Dies ist eine Maßnahmen, die schon in der Jahresabschlussrechnung 2015 umgesetzt wurde und Teil der Vereinbarung mit dem Ministerium ist.

Abschließend drücken der Präsident der Brennerautobahn AG, Andrea Girardi, und deren Geschäftsführer, Walter Pardatscher, ihre Genugtuung über das Einvernehmen aus, das unter den  Gesellschaftern herrscht, speziell über die Tätigkeit der Brennerautobahn AG.

LPA


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