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Dolomitenpässe: Gemeinsame Initiativen

Die LR von Südtirol und Trentino, Theiner, Mussner und Gilmozzi sowie die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden unterzeichneten nun eine Vereinbarung.

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Die Dolomitenpässe aufwerten und sie gleichzeitig umweltschonend erreichbar machen. Das ist das Ziel einer Vereinbarung, die von den beiden Provinzen Bozen und Trient, den Gemeinden Pozza di Fassa, Canazei und Wolkenstein sowie den Tourismusverbänden in Gröden, Alta Badia und Val di Fassa unterzeichnet wurde.

"Wir haben jetzt einen wichtigen Schritt getan und die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Mobilitätskonzept geschaffen", sagte Verkehrslandesrat Florian Mussner, der gemeinsam mit den Umweltlandesräten Richard Theiner und Mauro Gilmozzi (Trient) die Vereinbarung unterzeichnet hat. Diese sieht die Einsetzung einer technischen Arbeitsgruppe vor, die bis Sommer 2017 Maßnahmen ausarbeiten wird, um den Zugang zu den Dolomiten-Pässen umweltschonender zu gestalten.

Eine dieser Maßnahmen wird ein "Event"-Kalender sein, der die Tage festlegt, an denen der private motorisierte Verkehr auf das Sellajoch eingeschränkt wird. "An diesen Tagen soll die Passstraße den Radfahrern, Wanderern und jenen gehören, die mit elektrogetrieben Fahrzeugen unterwegs sind", sagte Theiner.

Die Arbeitsgruppe wird zudem Begleitmaßnahmen definieren, welche die Kontrolle der Zufahrten, die Information und Kommunikation, die Einbeziehung der Wirtschaftsträger und den Verleih ausstoßarmer Fahrzeuge betreffen, um die Wirksamkeit der Event-Tage zu gewährleisten.

Weiters wird die Arbeitsgruppe einen gemeinsamen Südtiroler und Trentiner Fahrplan des öffentlichen lokalen Beförderungsdienstes und der Aufstiegsanlagen des Sellagebietes erarbeiten, Vorschläge für den Ausbau von Fahrrad-Halteplätze und -Parkplätzen unterbreiten und das Monitoring der Verkehrsflüsse bei den Passzugängen fortsetzen.

"Es geht also in erster Linie nicht um Fahrverbote, sondern um ein umfassendes Management, mit dem Ziel einer integrierten Mobilität", sagte Landesrat Gilmozzi. "Umso wichtiger ist die aktive Beteiligung betroffener Personen und Körperschaften bereits in der Planungsphase, damit möglichst viele die Vorhaben mittragen können."

"Nach der grundsätzlichen Einigung kommt es jetzt darauf an, ein dynamisches Konzept zu entwickeln, das sich darauf konzentriert, die verschiedenen Verkehrsmittel besser aufeinander abzustimmen", betonte Landesrat Mussner. "Dazu gehören auch die Seilbahnen und Lifte, die zu den umweltfreundlichsten Transportmitteln gehören."

FP


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