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Luzerner Resolution für koordinierte Verkehrspolitik im Alpenkorridor

Landesrat Florian Mussner hat Südtirol beim politischen Treffen des Alpenregionen-Netzwerks iMONITRAF! in Luzern vertreten

Mobilitätslandesrat Florian Mussner mit Gastgeberin Regierungsrätin Barbara Bär und Tirols LH-Stellvertreterin Ingrid Felipe
Zoomansicht Mobilitätslandesrat Florian Mussner mit Gastgeberin Regierungsrätin Barbara Bär und Tirols LH-Stellvertreterin Ingrid Felipe

"Um den sensiblen Alpenraum zu schützen, muss unser Ziel eine effiziente und konkrete Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene sein, deswegen arbeiten wir im Rahmen des iMONITRAF! Netzwerkes nicht nur an konkreten Verkehrslenkungsmaßnahmen sondern auch an einer koodinierten Verkehrsverlagerunspolitik der Alpenregionen", weiss Landesrat Mussner zu berichten. "Es freut mich besonders, dass außer der Région Auvergne-Rhône-Alpes, der Zentralschweizer Regierungskonferenz und des Kanton Tessin, alle drei Euregio-Länder Tirol-Südtirol-Trentino eine gemeinsame Resolution der Alpenregionen zur Konkretisierung der gemeinsamen Verkehrsstrategie mittragen", meint Landesrat Mussner weiter. Die am 2. November 2016 unterzeichnete Resolution zielt auf die Notwendigkeit eines abgestimmten, effizienten und nachhaltigen Verkehrssystems im gesamten Alpenbogen ab.

Die Alpenregionen sind besonders sensibel gegenüber den negativen Auswirkungen des Verkehrs, daher ist es wichtig, dass über eine zusätzliche Mautgebühr den Mehrkosten im Alpenraum, wie höhere Infrastruktur-, externe Sicherheits- und Umweltkosten, Rechnung getragen wird. iMONITRAF! befasst sich seit mehreren Jahren mit der Entwicklung eines ambitionierten Toll Plus Systems, das spezifische Mautgebühren vorsieht und parallel dazu die Anliegen der Regionen berücksichtigt. Ein Toll Plus (Zusatzmaut) System soll zur Harmonisierung der Mautgebühren zwischen den iMONITRAF!  Korridoren (Fréjus, Mont Blanc, Gotthard, Brenner und Tarvis) beitragen. Die Überarbeitung der EU-Wegekosten-Richtlinie (Eurovignette) ist grundlegend für die Implementierung dieses "Toll Plus".

Mit dem Treffen haben die politischen Vertreter der vom Transitverkehr am stärksten betroffenen Alpenregionen erneut gezeigt, dass sie ihre unterschiedlichen Bedürfnisse abzustimmen wissen und sich mit einer gemeinsamen Stimme in die europäische Verkehrspolitik einbringen können. Vor dem Treffen der RegierungsvertreterInnen hat bereits ein Workshop stattgefunden, an dem sich die iMONITRAF! Mitglieder, unter anderem Direktorin Carmen Springer des Landesamtes für Eisenbahnen und Flugverkehr, sowie Verkehrsexperten aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Italien über Fragen zur Verlagerung des Verkehrs im Alpenraum von der Strasse auf die Schiene ausgetauscht haben. Die Ergebnisse der Diskussion fliessen in die künftigen Aktivitäten des Netzwerks iMONITRAF! ein.

(LPA)


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