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EUSALP-Aktionsgruppe 4 Mobilität tagt in Bozen

Die nachhaltige Entwicklung der Mobilität im Alpenraum stand heute im Landhaus 1 in Bozen im Mittelpunkt des zweiten Treffen der EUSALP-Aktionsgruppe Mobilität.

Eine einzige Fahrkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel der EUSALP-Länder wünscht sich Landesrat Mussner - Foto: LPA/ohn
Zoomansicht Eine einzige Fahrkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel der EUSALP-Länder wünscht sich Landesrat Mussner - Foto: LPA/ohn
Die EUSALP-Aktionsgruppe 4 Mobilität hat heute in Bozen getagt - Foto: LPA/ohn
Zoomansicht Die EUSALP-Aktionsgruppe 4 Mobilität hat heute in Bozen getagt - Foto: LPA/ohn

Über die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ist Südtirol an der Leitung der Aktionsgruppe 4 Mobilität der makroregionalen Strategie für den Alpenraum EUSALP beteiligt. Heute (28. Juni) sind die 25 Mitglieder der Aktionsgruppe aus 22 Alpenländern im Landhaus 1 in Bozen zu ihrem zweiten Treffen zusammengekommen, darunter auch die EVTZ-Generalsekretärin Valentina Piffer. Aufgabe und Ziel der Aktionsgruppe ist es, Intermodalität und Interoperabilität der Personen- und Güterbeförderung voranzubringen.

Für eine gemeinsame Strategie sprach sich zum Arbeitsauftakt Landeshauptmann Arno Kompatscher aus. Ein Schulterschluss der Staaten und Länder des Alpenraums ermögliche eine optimale Interessensvertretung, damit Mobilität nachhaltig entwickelt, Peripherien angebunden und die notwenigen Verkehrsangebote geschaffen werden könnten. 

Es gelte, erklärte Landeshauptmann Kompatscher, Mobilität mit Rücksicht auf Umwelt und Lebensräume zu fördern, wofür eine enge Zusammenarbeit aller Ebenen notwendig sei, von der europäischen über die nationale und regionale bis hin zur grenzüberschreitenden. Durch den gemeinsamen Einsatz aller Regionen des Alpenbogens sei es möglich, besonders auch gegenüber der EU Verständnis und Gehör für die besonderen Probleme dieses Lebensraums zu schaffen.

Aufbauend auf das erste Treffen im vergangenen Jahr wurden beim heutigen Treffen drei wichtige Themenbereiche in Angriff genommen, die von den Mitgliedern der Aktionsgruppe im März 2016 ausgewählt worden waren, nämlich die Ausgestaltung der Maut und die Verkehrsverlagerung unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Umwelt, die Verknüpfung untergeordnete Verkehrsnetze einschließlich der Radwege sowie die Organisation des öffentlichen Verkehr unter Berücksichtigung der grenzüberschreitenden Aspekte und der Tarife. In diesem Zusammenhang hat heute die stellvertretende Leiterin der Landesabteilung Mobilität, Carmen Springer, gemeinsam mit ihrem Kollegen Ovidio Martini das System der öffentlichen Mobilität des Landes Südtirol im Detail vorgestellt. Zentrale Themen waren Ticketing- und Tarifsystem sowie die durchgeführten Investitionen und Bauarbeiten. Auch gingen die Südtiroler Berichterstatter auf die zukünftigen Vorhaben im Bereich der Mobilität in Südtirol ein. Zudem zeigten sie die Stärken, aber auch weitere Möglichkeiten zur Verbesserung des Mobilitätsangebots auf.

"Der Ausbau der öffentlichen Mobilität in der EUSALP ist in erster Linie auch ein Umweltprojekt, denn es entlastet den Verkehr, schützt die Natur, erhöht die Lebensqualität der Bürger und ist auch in sozialer Hinsicht ein Bindeglied zwischen den Kulturen", sagte Mobilitätslandesrat Florian Mussner, der heute die Arbeiten der Aktionsgruppe am Vormittag begleitete. "Unser Zukunftswunsch ist es, mit einem einzigen Ticket alle öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb der EUSALP-Länder benützen zu können", so Landesrat Mussner. Mit dem Erfolgskonzept des Südtirol Passes, der grenzüberschreitenden Verbindungen in die Nachbarregionen Tirol, Trentino, Schweiz und Belluno konnten schon wichtige Meilensteine erreicht werden, die es nun in Zusammenarbeit mit der EUSALP auszubauen gelte, so Landesrat Mussner, der sich bei allen Mitgliedern der AG4 für die engagierte Mitarbeit bedankte.

jw


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