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Stilfser Joch-Passstraße aufwerten: Modell mit Nachbarn

Das Land Südtirol will mit den Grenzgebieten Veltlin/Lombardei und Münstertal/Graubünden die Straße aufs Stilfser Joch aufwerten. Dazu gibt es das OK der Landesregierung.

Nicht nur bei der Aufwertung des Gebiets am Stilfser Joch, sondern auch bei der Passstraße will Südtirol mit den angrenzenden Gebieten zusammenarbeiten (FOTO: www.provinz.bz.it/news)
Zoomansicht Nicht nur bei der Aufwertung des Gebiets am Stilfser Joch, sondern auch bei der Passstraße will Südtirol mit den angrenzenden Gebieten zusammenarbeiten (FOTO: www.provinz.bz.it/news)

Nicht nur bei der Aufwertung des Gebiets am Stilfser Joch, sondern auch bei der Passstraße will Südtirol mit den angrenzenden Gebieten Veltlin/Lombardei und Münstertal/Graubünden in Arbeitsgruppen zusammenarbeiten. Auf Antrag des Landesrats für Mobilität und Straßennetz  Florian Mussner hat die Landesregierung am 19. April grünes Licht für die Erstellung eines gemeinsamen Konzepts in den Arbeitsgruppen gegeben.

Nachhaltige Entwicklung, Qualitätstourismus und eine wirtschaftliche Verbesserung unter Wahrung des Umweltschutzes - diese Ziele wurden für die Aufwertung des Gebiets am Stilfser Joch bereits 2015 in einem Einvernehmensprotokoll zwischen dem Land Südtirol und der Region Lombardei festgehalten.

Gemeinsam mit den angrenzenden Gebieten Veltlin/Lombardei und Münstertal/Graubünden will das Land Südtirol nun auch die Straße auf den mit 2757 Metern hohen Gebirgspass verbessern. Bis zum Sommer sollen sich eigens eingesetzte Arbeitsgruppen auf ein Modell zur Aufwertung der Passstraße einigen. Für dieses Gemeinschaftsprojekt hat die Landesregierung auf Antrag von Landesrat Mussner ihr OK gegeben. „Das Modell soll für alle drei Gebiete umsetzbar sein“, erklärt Mussner. Durch mehrere Eingriffe solle die Straße leichter befahrbar und vor allem sicherer, aber auch gestalterisch verbessert werden, sagt Landesrat Mussner.

Was Südtirol anbelangt, so hat die Landesregierung bereits die sicherheitstechnischen, funktionellen und gestalterischen Eingriffe vorgesehen. So ist geplant, die Straße besser zu asphaltieren, die bergseitigen Stützmauern und die talseitigen Begrenzungsmauern zu sanieren und Hangsicherungsmaßnahmen durchzuführen. Neu gestaltet werden soll nach der bereits erneuerten Kreuzung Spondinig auch die Festung Gomagoi. „Die Franzenshöhe jedenfalls soll zu einem Kulturtreffpunkt werden“, kündigt Mussner an.

Ein weiteres Anliegen des Landes Südtirol ist es, die Stilfser-Joch-Straße als technisches UNESCO-Weltkulturerbe anerkennen zu lassen, wie Landeshauptmann Arno Kompatscher bereits bei der Unterzeichnung des Einvernehmensprotokolls angekündigt hatte.

 

SAN


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