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BBT: Südtirols LH Kompatscher begrüßt Auftragsvergabe

Die Arbeiten am Brennerbasistunnel werden in Kürze zwischen Mauls und Brenner weitergeführt. Die Voraussetzung dazu wurde heute (9. März) in Bozen geschaffen, wo die Gesellschaft BBT SE die Arbeiten für die Baulose zwei und drei vergeben hat. Landeshauptmann Kompatscher begrüßt die Auftragsvergabe, von der er sich Impulse für Südtirols Wirtschaft verspricht.

Im Sommer vergangenen Jahres hatte die BBT SE den Wettbewerb zur Vergabe von zwei Baulosen veröffentlicht. Es handelt sich dabei um die Baulose zwei und drei beziehungsweise den Abschnitt von Brenner nach Mauls mit einer Ausschreibungssumme von insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Bis Ende Dezember wurden insgesamt sechs Angebote hinterlegt. Nach einer technischen und qualitativen Angebotsbewertung durch eine Fachkommission und der Veröffentlichung der Qualitätsbewertung wurden heute als letzter Schritt die Preisangebote geöffnet.

Den Zuschlag holte sich ein Unternehmenszusammenschluss unter der Federführung der Gesellschaft Astaldi, dem die Gesellschaften Ghella und Cogeis sowie die Südtiroler Bauunternehmen Oberosler AG und PAC angehören. Die Bietergemeinschaft will die Arbeiten zu einem Betrag von 992.934.750 Euro durchführen, was einem Abschlag von 28,82 Prozent auf die Ausschreibungssumme entspricht.

Es handelt sich dabei vorerst um eine provisorische Auftragsvergabe, die nun noch im Detail geprüft wird. Dann gilt es noch mögliche Einsprüche von anderen Auftragswerbern abzuwarten. Sofern es nicht dazu kommt, kann der Auftrag im Laufe der kommenden Monate definitiv zugeschlagen.

„Mit dieser heutigen Auftragsvergabe, auch wenn sie noch nicht definitiv ist, wurden alle Bauarbeiten am Südtiroler Teil des Brennerbasistunnels finanziert, ausgeschrieben und vergeben“, freut sich Landeshauptmann Arno Kompatscher. Er verweist darauf, dass BBT SE bei der Vergabe nicht das Billigstbieterprinzip angewandt habe. Berücksichtigung fanden  Qualitäts- und Umweltkriterien. Der Landeshauptmann sprach sich dafür aus, dass die beauftragte Bietergemeinschaft, den Firmensitz in Südtirol einrichte. Daraus würden dem Land Südtirol Steuervorteile erwachsen.

Als Wirtschaftslandesrat plädierte Kompatscher auch dafür, dass lokale Unternehmen in die Abwicklung der Bauarbeiten eingebunden werden. Das Land seinerseits werde sich bemühen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die einheimischen Betriebe den Zugang zu Dienstleistungs-, Bau- oder Lieferaufträgen im Rahmen der Arbeiten am BBT (oder im Rahmen des heute vergebenen Großauftrags) zu erleichtern, sicherte Landeshauptmann Kompatscher zu.

Innerhalb des laufenden Jahres sollte auch das Projekt der Zulaufstrecke von Franzensfeste nach Waidbruck so weit sein, dass es mit den Gemeinden abgeklärt und dem Interministeriellen Komitee für Wirtschaftsplanung CIPE zur Genehmigung und Finanzierung vorgelegt werden kann. 

jw


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