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LH Platter und LHStvin Felipe drängen auf Einführung des Sektoralen Fahrverbots

Eine massive Entlastung der Bevölkerung durch eine deutliche Reduktion des Lkw-Verkehrs: Das ist ein zentrales Ziel der Tiroler Landesregierung. „Nach einem Beschluss der Tiroler Landesregierung setzen wir deshalb jetzt formelle Verfahren in Gang, um das sektorale Lkw-Fahrverbot einzuführen", sagt LH Günther Platter. Dieser Prozess startet mit der offiziellen Information an die Europäische Kommission über die Pläne der Tiroler Landesregierung. Mit dem seit November 2014 auf 120 Autobahnkilometern in Tirol gültigen Luft-100er hat das Land Tirol laut LH Platter eine wesentliche Vorleistung erbracht und damit ein "gutes Blatt" bei allfälligen Klagen.

Für LHStvin Ingrid Felipe sind die jüngst vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) veröffentlichten Zahlen zum steigenden Lkw-Verkehr der beste Beleg für die Notwendigkeit der geplanten Luftgüte-Maßnahme. „Wir haben mit dem Luft-100er die Trendwende bei der Luftgüte geschafft, aber um die mit der Europäischen Union vereinbarten Zielwerte zu erreichen, ist eine Reduktion des Lkw-Verkehrs unverzichtbar", betont Ingrid Felipe. „Unser gemeinsames Ziel ist die Lebensqualität der Menschen in den Alpentälern. Wir gehen davon aus, dass dieses Ziel auch unsere europäischen Nachbarinnen und Nachbarn sowie die Europäische Union unterstützen."

Das sektorale Lkw-Fahrverbot soll nach Fahrplan des Landes Tirol im Spätsommer in Kraft treten und hat zum Ziel, in Kombination mit dem Luft-100er, mit einem stufenweisen Verbot alter Lkw, mit einer Lkw-Umrüstungsprämie, mit einer Förderung beim Heizkesseltausch und mit zahlreichen Maßnahmen im Bereich des öffentlichen Verkehrs bis 2020 die mit der Europäischen Union vereinbarten Luft-Zielwerte zu erreichen, die in Teilen des Inntals seit  über 15 Jahren überschritten werden. Die Maßnahme sieht vor, dass bestimmte unverderbliche Güter wie Abfälle, Steine, Rundholz und Kork, Fliesen oder Stahl nur mehr auf der Schiene durch das Unterinntal und das Tiroler Wipptal transportiert werden dürfen.

Paul Aigner


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