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LR Theiner zu Transitforum-Aussagen: "Gemeinsame Euregiostrategie nötig"

„In der Frage des Transitverkehrs ist eine Gesamtstrategie der Europaregion gefragt“, entgegen Suedtirols Umweltlandesrat Richard Theiner in Zusammenhang den Vorwürfen des Transitforums Austria-Tirol, die er als populistisch und unsachlich zurückweist.

"Die Aussagen von Fritz Gurgiser vom Transitforum Tirol über die angebliche Untätigkeit der Südtiroler Landesregierung im Transitverkehr, die heute über die Medien verbreitet worden sind, können nicht hingenommen werden", betont Umweltlandesrat Theiner. Die von Herrn Gurgiser geäußerte Kritik, Südtirol setze auf der Brennerautobahn das LKW-Nachtfahrverbot nicht um und erhöhe nicht die Maut für den Schwerverkehr, sei an Populismus kaum zu überbieten. Die Zuständigkeit für diese Bereiche liege beim Staat und sei deshalb vom entsprechenden Ministerium umzusetzen, erklärt Landesrat Theiner. Schon vor etlichen Monaten haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Theiner sich auch in Rom für die Einführung der Eurovignette und einer Neustrukturierung der Maut auf der Brennerautobahn A22 eingesetzt. "Die neu strukturierte Maut soll sich in Zukunft nach den Emissionsklassen, dem Fahrzeuggewicht, den Tageszeiten und anderem mehr richten", gibt Landesrat Theiner in die Vorschläge des Landes Einblick.

Das Transitproblem, so der Landesrat, könne aber nur in einem grenzüberschreitenden Verbund zwischen Innsbruck, Bozen und Trient und in enger Abstimmung mit der staatlichen Ebene angegangen werden. In dieser Hinsicht weist Landesrat Theiner auf einen jüngst im Dreierlandtag der Europaregion auch auf Initiative des Landes verabschiedeten Beschluss hin. Dieser beinhaltet Maßnahmen zum nachhaltigen Management des Transitverkehrs auf diesem Korridor. Vorgesehen sind eine verstärkte Zusammenarbeit und eine bessere Abstimmung von Maßnahmen zwischen den Regionen, eine gemeinsame Verkehrsbeobachtung, eine systematische Ausdehnung der rollenden Landstraße über den Brenner bis nach Roncafort (Trient) mit einer höheren Dienstleistungsorientierung dieses Vektors. "Es reicht nicht, die rollende Landstraße finanziell nur zu unterstützen, wenn diese nicht stärker auf die Notwendigkeiten der Frächter ausgerichtet wird", so der Landesrat, der bestätigt, dass daran derzeit mit den Partnern im Trentino und in Tirol intensiv gearbeitet werde.

Eine neue Möglichkeit ergibt sich auch im Zuge der Umsetzung der makroregionalen Strategie für den Alpenraum EUSALP. Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino wird gemeinsam den Vorsitz in der Aktionsgruppe "Verkehr" übernehmen. "Damit können weitere Maßnahmen nun mit den anderen Alpenregionen abgestimmt und umgesetzt werden", kündigt der Landesrat an.

jw


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