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Timmelsjochstraße: Verlängerung der Konvention

Das Land Südtirol wird sich weiterhin an den Mauteinnahmen der Timmelsjoch AG beteiligen und auf der Timmelsjochstraße selbst keine Maut einkassieren. Auf Antrag von LR Florian Mussner aus Südtirol hat die Landesregierung am 1. Dezember beschlossen, die entsprechende Konvention zu verlängern. „Wir bekommen 20 Prozent des PKW-Nettotarifs für eine einfache Fahrt pro verkaufte Karte", so der LR.

LH Kompatscher, LR Mussner und die Vertreter der Timmelsjoch-Hochalpenstraße AG und der Landesabteilung Straßendienst im Gespräch (FOTO:LPA/rm)
Zoomansicht LH Kompatscher, LR Mussner und die Vertreter der Timmelsjoch-Hochalpenstraße AG und der Landesabteilung Straßendienst im Gespräch (FOTO:LPA/rm)
2006 haben das Land und die Timmelsjoch - Hochalpenstraße AG einen Vertrag geschlossen, der die Beteilung an der Mauteinhebung auf österreichischer Seite bei gleichzeitigem Verzicht einer Mauteinhebung auf italienischer Seite zum Inhalt hatte. Diese Vereinbarung sah eine Laufzeit von zehn Jahren vor und ist somit mit der heurigen Sommersaison ausgelaufen. „Kürzlich haben wir bei Gesprächen die Grundlage für eine Vertragsverlängerung zwischen den beiden Vertragsparteien für weitere zehn Jahre erarbeitet“, sagt Mobilitäts- und Straßendienstlandesrat Florian Mussner.

Die Konvention beinhaltet, dass auf Südtiroler Seite keine Maut eingehoben wird. Im Gegenzug wird das Land an der in Österreich eingehobenen Maut, mit einer jährlichen Abrechnung, beteiligt. „Wir bekommen also 20 Prozent des PKW-Nettotarifs für eine einfache Fahrt auf jede verkaufte Mautkarte unabhängig ob es sich beim durchfahrenden Fahrzeug um einen PKW, ein Motorrad oder einen Autobus handelt und somit pro Durchfahrt an die 2,16 Euro“, sagt Mussner. „Diese Mauteinnahmen fließen allesamt in die Instandhaltung, Sicherung und Aufwertung des Südtiroler Straßenabschnitts der Timmelsjochstraße und der Zulaufstrecke ab Moos“, erklärt Landesrat Mussner.

Da mehrere Ereignisse aufeinandertreffen, wie 100 Jahre neue Grenze zwischen Österreich und Italien, 50 Jahre offizielle Überfahrt und 20 Jahre Schengenabkommen und damit freie Fahrt über das Joch beabsichtigt die Gemeinde Moos in Zusammenarbeit mit dem Straßendienst Burggrafenamt im Bereich der Passhöhe Gestaltungs- und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. „Aus diesem Grund wurden dem Straßendienst zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt“, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher.

 „Für die Gemeinde ist dies ein wichtiger Übergang in das Ötztal mit all seinen wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen und Beziehungen“, sagt Bürgermeister Gothard Gufler.

SAN


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