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Weitreichender Ausbau des Eisenbahnnetzes: Abkommen unterzeichnet

Südtirols Schienennetz samt Bahnhöfen wird weiter ausgebaut und modernisiert, allen voran die Meraner und die Pustertaler, aber auch die Brennerbahnlinie. Die Weichen dafür wurden mit dem Rahmenabkommen und dem Einvernehmensprotokoll gestellt, die heute (4. Mai) in Meran von Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher und RFI-Geschäftsführer Maurizio Gentile unterzeichnet worden sind.

Unterschrift unter zwei wegweisende Abkommen für Südtirols Eisenbahnzukunft: LR Florian Mussner, LH Arno Kompatscher, RFI-Chef Maurizio Gentile und der Direktor der Landesabteilung Mobilität, Günther Burger (von links)
Zoomansicht Unterschrift unter zwei wegweisende Abkommen für Südtirols Eisenbahnzukunft: LR Florian Mussner, LH Arno Kompatscher, RFI-Chef Maurizio Gentile und der Direktor der Landesabteilung Mobilität, Günther Burger (von links)
LH Kompatscher mit RFI-Geschäftsführer Maurizio Gentile (rechts). Foto: LPA/Seehauser
Zoomansicht LH Kompatscher mit RFI-Geschäftsführer Maurizio Gentile (rechts). Foto: LPA/Seehauser

"Mit dem Rahmenabkommen und dem Einvernehmensprotokoll haben wir gemeinsam mit RFI die Marschroute für den weiteren Ausbau des lokalen Bahnverkehrs festgelegt und können konkrete Projektierungsarbeiten in die Wege leiten", erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Unterzeichnung der Abkommen mit dem Geschäftsführer der Betreibergesellschaft für das Schienennetz (Rete ferroviaria italiana, RFI) Maurizio Gentile. "Die heutigen Unterschriften machen den Weg frei für einen weiteren Quantensprung in Südtirols Bahnverkehr", so Kompatscher.

Florian Mussner, der in der Landesregierung für den Bereich Mobilität verantwortlich zeichnet, sieht in den Abkommen die Grundlage für die ganzheitliche Ausrichtung der Südtiroler Verkerhrsinfrastrukturen: "Mobilität muss umfassend geplant werden und deshalb wollen wir den lokalen Bahnverkehr in ein dichtes Netz an modernen Infrastrukturen einflechten, die sowohl im Lande selber als auch überregional und international jene Erreichbarkeit gewährleisten, die heute für das Funktionieren von Wirtschaft, Gesellschaft, Tourismus und für den kulturellen Austausch unverzichtbar sind. Den Schienenverkehr weiter auszubauen und nachhaltig zu gestalten, das ist eine unserer Prioritäten, und dabei ist dieses Abkommen ein wichtiger Meilenstein."

Bei der heutigen Tagung in Meran wurden die Zukunftsperspektiven der Regionalbahnen nicht nur fachlich erörtert, sondern die strategischen Maßnahmen wurden ganz konkret besiegelt. So werden mittels Rahmenabkommen die Trassenverfügbarkeit für den regionalen Bahnverkehr für die kommenden Jahre geregelt. "Das gibt uns die Möglichkeit, den Zugverkehr auf den wichtigsten Abschnitten zu verdichten, zum Teil zu beschleunigen und weitere Zughaltestellen zu errichten", so Kompatscher. Der erste Schritt dazu wurde heute mit der Unterzeichnung des Einvernehmensprotokolls gesetzt, das für das Land Südtirol und RFI die Einsetzung einer gemeinsamen technischen Arbeitsgruppe vorsieht, und zwar mit dem Ziel, erste Projektierungsarbeiten in die Wege zu leiten und die Finanzierung untereinander abzustimmen.

Als vorrangig bezeichnet Kompatscher den zweigleisigen Ausbau der Meraner Linie, den Bau eines Tunnels unter dem Virgl, um eine unabhängige Einfahrt des Meraner Zuges in das "Nadelöhr" Bozner Bahnhof zu gewährleisten, sowie den Bau der Riggerschleife. „Auf diese Vereinbarung ist lange hingearbeitet worden. Dass wir heute gemeinsam mit RFI die strategische Ausrichtung für den lokalen Bahnverkehr festgelegt haben und mit konkreten Planungsarbeiten beginnen können, das ist ein historischer Meilenstein bei unseren Bemühungen, die Attraktivität der Regionalbahn noch weiter zu steigern und die Mobilität der Zukunft vermehrt auf Schiene zu bringen", so Kompatscher.

ohn


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