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BBT-Tunnelanschlag: Innsbruck im Zentrum der europäischen Verkehrspolitik

„Tirol ist nicht nur das Herz Europas, sondern steht heute auch im Mittelpunkt der europäischen Verkehrspolitik“, begrüßt Tirols LH Günther Platter seine hochrangigen Gäste aus Europa: Neben EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc, Südtirols LH Arno Kompatscher und sein Amtskollege Ugo Rossi aus dem Trentino sowie EU-Koordinator Pat Cox kommen die VerkehrsministerInnen der Alpenländer anlässlich des Tunnelanschlags für den BBT-Hauptstollen nach Innsbruck.

LH Günther Platter nimmt EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc und Österreichs Verkehrsminister Alois Stöger am Flughafen Innsbruck in Empfang (Land Tirol/Die Fotografen)
Zoomansicht LH Günther Platter nimmt EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc und Österreichs Verkehrsminister Alois Stöger am Flughafen Innsbruck in Empfang (Land Tirol/Die Fotografen)
LH Arno Kompatscher, EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc, LH Günther Platter und EU-Koordinator Pat Cox (Foto: Land Tirol/Die Fotografen)
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(v.li): LH Ugo Rossi, LH Arno Kompatscher, LH Günther Platter und EU-Kommissarin Violeta Bulc schreiten beim landesüblichen Empfang gemeinsam mit den VerkehrsministerInnen der Alpenländer die Ehrenformationen vor der Innsbrucker Hofburg ab
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(v.li): BBT-Geschäftsführer Konrad Bergmeister, LH Arno Kompatscher, LHStvin Ingrid Felipe, EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc, LH Günther Platter, EU-Koordinator Pat Cox und BBT-Vorstandsdirektor Raffaele Zurlo im Anschluss an die Inform
Zoomansicht (v.li): BBT-Geschäftsführer Konrad Bergmeister, LH Arno Kompatscher, LHStvin Ingrid Felipe, EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc, LH Günther Platter, EU-Koordinator Pat Cox und BBT-Vorstandsdirektor Raffaele Zurlo im Anschluss an die Inform
Beim Arbeitsgespräch mit EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc im Landhaus deponierte LH Günther Platter die Anliegen Tirols.
Zoomansicht Beim Arbeitsgespräch mit EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc im Landhaus deponierte LH Günther Platter die Anliegen Tirols.
„Die alpenquerenden Verkehrsverbindungen sind maßgeblich für die wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt der nördlichen und südlichen Länder sowie der Alpenregionen", sagt LH Platter. Mit dem Bau des 64 Kilometer langen Brenner Basistunnels werde nicht nur ein Kernstück des Skandinavien-Mittelmeer-Korridors realisiert, sondern auch der längste Eisenbahntunnel der Welt.
Gespräch mit EU-Verkehrskommissarin
Im Vorfeld zum Tunnelanschlag im Hauptstollen im Ahrental bei Innsbruck findet ein Gespräch zwischen LH Platter und der EU-Verkehrskommissarin Bulc statt, in dem die Anliegen Tirols deponiert werden. „Derzeit fahren knapp zwei Millionen Schwerfahrzeuge durch unser Land über den Brenner - das können wir auf Dauer nicht verantworten", betont LH Platter. Aus diesem Grund habe die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino in vorbildlicher Weise die Umsetzung der europäischen Eisenbahnkorridore vorangetrieben und gleichzeitig damit bewiesen, wie zielführend grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei.
Notwendige Begleitmaßnahmen der EU
Der BBT werde eine maßgebliche Entlastung für die Bevölkerung von Tirol und Südtirol darstellen. Allerdings müsse die EU noch notwendige Begleitmaßnahmen schaffen, damit der Tunnel auch entsprechend genützt wird. „Hier herrscht im wahrsten Sinne des Wortes: höchste Eisenbahn", mahnt LH Platter.
Willkommen heißen LH Platter und sein Südtiroler Amtskollege Kompatscher auch  insgesamt 35 BürgermeisterInnen aus den Ortschaften entlang der Brennerachse. „Der BBT ist ein Meilenstein für eine zukunftsgerichtete Entwicklung des Güterverkehrs, aber auch des Personennahverkehrs", sagt LH Kompatscher. „Er schafft eine wichtige Verbindung für und mit Europa und bedeutet den weiteren Abbau von Grenzen." 
Wichtige Impulse für die Wirtschaft
Durch den Bau des BBT werden Wirtschaftsimpulse für die ganze Region gesetzt. „Wir haben insgesamt eine Bruttowertschöpfung von 15 Milliarden Euro, davon verbleibt fast ein Drittel in Tirol und Südtirol", erklärt LH Platter. Die Brenner Basistunnel Gesellschaft schreibt alle Aufträge europaweit aus und hat bisher rund 700 Millionen Euro investiert. Etwa 80 Prozent davon verblieben in einem Umkreis von 300 km. „Das bedeutet, dass vor allem auch die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino vom Bau des Tunnels profitiert", freut sich LH Platter. Des Weiteren finden während der gesamten Bauzeit des BBT rund 150.000 Menschen Beschäftigung.
Fakten zum Brenner Basistunnel
Der Bau soll bis zum Jahr 2026 realisiert werden. Die prognostizierten Gesamtkosten belaufen sich derzeit auf rund zehn Milliarden Euro. Davon werden 50 Prozent der Planungskosten und 40 Prozent der Baukosten von der EU kofinanziert und der Rest je zur Hälfte von Österreich und Italien getragen.
Die Personenzüge werden mit bis zu 250 km/h und die Güterzüge mit 120 bis 160 km/h durch die Alpen fahren. Damit verkürzt sich die Reisezeit von Innsbruck nach Bozen von derzeit zwei Stunden auf 45 Minuten und reduziert die Beförderungszeit von Gütern von derzeit drei Stunden auf die Hälfte.

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