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Vierschach: Neue Zughaltestelle in Betrieb - "Ein Meilenstein"

Aus dem Zug direkt auf die Skipiste: Das ist nun auch im Skigebiet Helm möglich, nachdem heute (14. Dezember) Südtirols Mobilitätslandesrat Florian Mussner und seine Tiroler Amtskollegin Ingrid Felipe die neue Zughaltestelle Vierschach-Helm offiziell ihrer Bestimmung übergeben haben - als weiteren Meilenstein grenzüberschreitender Mobilität.

Neue Haltestelle, neuer Look: Der Flirt-Zug mit Euregio-Logo an der Vierschacher Haltestelle
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Haben den Vierschacher Bahnhof eröffnet: (v.l.) STA-Präsident Ausserdorfer, Innichens Bürgermeister Tschurtschenthaler, Landtagspräsident Widmann, LRin Felipe und LR Mussner
Zoomansicht Haben den Vierschacher Bahnhof eröffnet: (v.l.) STA-Präsident Ausserdorfer, Innichens Bürgermeister Tschurtschenthaler, Landtagspräsident Widmann, LRin Felipe und LR Mussner

In gleich mehrfacher Hinsicht ist der heutige 14. Dezember ein für die grenzüberschreitende Mobilität wichtiger Tag. So haben die Landesräte Mussner und Felipe die neue Zughaltestelle in Vierschach offiziell in Betrieb genommen, die an sich schon Ausdruck grenzüberschreitender Zusammenarbeit ist: auf Südtiroler Boden gelegen, gehört sie zum Einzugsbereich des österreichischen Bahnnetzes. "Das ist keine reine Formalität, sondern auch damit verbunden, dass auf den beiden Netzen mit unterschiedlichen Systemen gefahren wird", so Landesrat Mussner. Die Südtiroler Flirt-Züge seien aber imstande, sowohl mit dem italienischen Gleichstrom-, als auch mit dem  österreichischen Wechselstrom-System zurechtzukommen.

Dass die Flirt-Züge mit dem Stromwechsel zurecht kommen, macht auch den zweiten heute gewürdigten Meilenstein grenzüberschreitender Mobilität möglich: Mit dem heute vollzogenen Fahrplanwechsel wurde das Angebot an Zügen auf den Strecken Bozen-Innsbruck und Lienz-Franzensfeste ausgebaut. So verkehren täglich, morgens und abends in beiden Richtungen, zwei Direktzüge zwischen Bozen und Innsbruck. Und auf der Strecke Franzensfeste-Innichen-Lienz gibt's - mit Ausnahme einer Lücke zu Mittag - nun einen Stundentakt.

"Das alles sind wichtige Schritte, wenn wir für den Austausch zwischen unseren Ländern sorgen, sie zusammenführen wollen", so Landesrat Mussner. "Und es bietet unseren Bürgern die Gelegenheit, unkompliziert, sicher und kostengünstig das jeweils andere Land kennenzulernen", so der Landesrat, der von einer "gelebten Euregio" spricht. In die selbe Kerbe schlug heute Landesrätin Felipe, die betonte, dass der Ausbau des grenzüberschreitenden Verkehrs ein wichtiger Schritt sei, der allerdings auch Mut erfordert habe. Entsprechend erfreut sei sie, jetzt den Startschuss dazu geben zu können.

Landesrat Mussner betonte heute zudem den touristischen Wert der neuen Haltestelle in Vierschach: "Mit der Eisenbahn hat der touristische Aufschwung begonnen, nun gehört diesem Verkehrsmittel auch die Zukunft", so der Landesrat, der auf die neue Möglichkeit einer Skizug-Verbindung verwies: "Die Direktanbindung bietet in der Freizeitmobilität ganz neue Möglichkeiten - dank der stündlichen Anbindung bis Lienz auch über die Landesgrenze hinweg", so Mussner. Darüber hinaus ermögliche die neue Haltestelle eine Verbindung der Skigebiete Helm/Rotwand und Kronplatz: "In knapp 40 Minuten kann man bequem per Zug zur neuen Piste fahren", so der Landesrat.

Die neue, barrierefrei zugängliche Haltestelle Vierschach-Helm, für die die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) verantwortlich zeichnet, ist mit Aufzug, Warteraum, Toiletten und Fahrkartenautomaten ausgestattet. Zudem wurden ein 900 Meter langer Gleisabschnitt neu trassiert, der angrenzende Radweg verlegt, ein neuer Gleisdamm aufgeschüttet, eine Unterführung zum Radweg und ein neuer Bahnsteig geschaffen.

chr

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