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BBT-Zulaufstrecke Unterland: Bauleitpläne und Gewässermonitoring

Einen Einblick in Planung und Geologie rund um die Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel (BBT) durch das Südtiroler Unterland gab's heute (4. September) bei einem Treffen von Landeshauptmann Arno Kompatscher mit den Landtagsabgeordneten und Bürgermeistern des Unterlands. Dabei wurde noch einmal unterstrichen: Die Gemeinden werden in den Planungs- und Umsetzungsprozess eingebunden.

Im Sitzungssaal der Landesregierung war heute der BBT-Zulauf im Unterland Thema (Foto: LPA/ohn)
Zoomansicht Im Sitzungssaal der Landesregierung war heute der BBT-Zulauf im Unterland Thema (Foto: LPA/ohn)
Standen heute Rede und Antwort: LH Kompatscher und seine beiden Stellvertreter Tommasini und Theiner (Foto: LPA/ohn)
Zoomansicht Standen heute Rede und Antwort: LH Kompatscher und seine beiden Stellvertreter Tommasini und Theiner (Foto: LPA/ohn)
Alle da: Landtagsabgeordnete und Bürgermeister des Unterlands wurden heute auf den neuesten Stand gebracht (Foto: LPA/ohn)
Zoomansicht Alle da: Landtagsabgeordnete und Bürgermeister des Unterlands wurden heute auf den neuesten Stand gebracht (Foto: LPA/ohn)

"Uns ist es überaus wichtig, Projekte dieser Größenordnung unter Einbeziehung und in Absprache mit der Bevölkerung zu planen und umzusetzen", so Landeshauptmann Kompatscher. So sei es auch notwendig, die politischen Vertreter des Bezirks, in diesem Fall Landtagsabgeordnete und Bürgermeister, auf dem Laufenden zu halten, was Kompatscher heute mit seinen beiden Stellvertretern Christian Tommasini und Richard Theiner getan hat. Dabei wurde noch einmal die in der Machbarkeitsstudie von 2009 in enger Absprache mit den Gemeinden ausgewählte Trasse erläutert. Demnach wird die BBT-Zulaufstrecke durch das Unterland 30 Kilometer lang, das Gros davon wird in einem in einer acht- bis neuneinhalb-jährigen Bauzeit fertig zu stellendem Tunnel mit zwei Röhren verlaufen, während es nur zwei Fenster bei Neumarkt und Auer geben wird.

Schon Ende Juli des Vorjahres hat die Landesregierung das Verfahren zur Eintragung dieser Trasse in die Bauleitpläne der Gemeinden eingeleitet, nun sind diese am Zug. Dabei hat man heute vereinbart, dass die Trasse vorerst als Korridor in die Pläne eingetragen werden soll. Zudem wurde den Gemeinden versichert, dass auch nach der Eintragung jederzeit Einwände gemacht werden könnten und auch ernst genommen würden. "Dass die Anliegen der Gemeinden im gesamten Planungs- und auch im Umsetzungsprozess ernst genommen werden und in diese Prozesse einfließen, zeigt die Erfahrung im Wipptal", so Kompatscher.

Landesgeologe Volkmar Mair beleuchtete heute für die Vertreter des Unterlandes Geologie und Hydrologie in Sachen Zulaufstrecke. Mair stellte dabei klar, dass die gewählte Trasse die eindeutig beste Bewertung in geologischer und hydrologischer Hinsicht erhalten habe. Zudem erläuterte Mair, dass Gewässer im Einzugsbereich der Trasse stetig beobachtet würden, wie dies bereits im Zuge des BBT-Projekts getan werde: "Derzeit beobachten wir im Rahmen dieses Projekts nicht weniger als 1000 Gewässer, das ist das größte Monitoringprojekt Europas und bis dato konnten wir keine Beeinträchtigung der Hydrogeologie feststellen", so Mair. Und diesen Standard werde man auch auf die Zulaufstrecken ausdehnen.

chr


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