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Appell für Europäische Verlagerungspolitik von der Straße auf die Schiene - Euregio-Rechtsstudie zur Alpentransitbörse vorgestellt

„Wir werden bald einen neuen Verkehrskommissar oder eine neue Verkehrskommissarin der Europäischen Union haben. Für uns Alpenländer ist das ein wichtiger Moment: Wir müssen von Anfang an geschlossen für europaweite Verlagerungsmaßnahmen auftreten“, appelliert in ihrer Eröffnung zum heutigen zweiten Tag der gut besuchten Verkehrswoche in Innsbruck die Tiroler LHStvin Ingrid Felipe. Bereits gestern wurde die aktuelle Rechtstudie der Europaregion zur Alpentransitbörse vorgestellt.

Hochrangig besetztes Podium: von li. Matthias Rinderknecht (Bundesamt für Verkehr Schweiz), Herald Ruijters (Europäische Kommission), LHStvin Ingrid Felipe, Rainer Kistler (Zentralschweiz), LR Florian Mussner (Südtirol), LR Mauro Gilmozzi
Zoomansicht Hochrangig besetztes Podium: von li. Matthias Rinderknecht (Bundesamt für Verkehr Schweiz), Herald Ruijters (Europäische Kommission), LHStvin Ingrid Felipe, Rainer Kistler (Zentralschweiz), LR Florian Mussner (Südtirol), LR Mauro Gilmozzi
Die Europarechtsexpertin Prof. Astrid Epiney von der Universität Freiburg in der Schweiz stellte die aktuelle Euregio-Rechtsstudie zur Alpentransitbörse vor (Fotos: Land Tirol/Wucherer)
Zoomansicht Die Europarechtsexpertin Prof. Astrid Epiney von der Universität Freiburg in der Schweiz stellte die aktuelle Euregio-Rechtsstudie zur Alpentransitbörse vor (Fotos: Land Tirol/Wucherer)

Im Rahmen des heutigen Themas „Schiene stärken“ kommen zahlreiche ExpertInnen und hochrangige politische Verantwortliche ins Landhaus – unter anderem LHStv Josef Geisler, Südtirols Verkehrslandesrat Florian Mussner und VertreterInnen der EU-Kommission, des österreichischen, des deutschen und des italienischen Verkehrsministeriums.  

Tirol macht mit dem gestern präsentierten Lärm- und Luftschutz-100er einen ersten eigenen Schritt, um die Voraussetzungen für die dringend notwendige Verlagerung des Transitverkehrs von der Straße auf die Schiene zu schaffen. „Aber das gemeinsame Ziel der Alpenregionen muss sein, dass es in der Europäischen Union ein Umdenken gibt. Wir bauen mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union große Infrastrukturprojekte, aber für die Verlagerung des Schwerverkehrs gibt es noch keine europäischen Lösungen“, unterstreicht die Landeshauptmann-Stellvertreterin.

Bereits gestern wurde die aktuelle Studie der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zur Machbarkeit der Alpentransitbörse von der Autorin Prof. Astrid Epiney vorgestellt. Epiney unterstrich, dass die Einführung einer Alpentransitbörse mit dem Europäischen Binnenmarkt vereinbar wäre und idealerweise durch eine eigene EU-Richtlinie erfolgen solle. "Die Einführung der Alpentransitbörse ist eindeutig eine rechtliche Frage. Je mehr sich die betoffenen Alpenregionen zusammenfinden und gemeinsame Forderungen stellen, desto größer wird die Chance, dass diese Idee einmal verwirklicht werden kann", so Epiney zur Machbarkeit einer Alpentransitbörse. 

Informationen zum weiteren Programm der Verkehrswoche finden Sie unter >>


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