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Europaregion: Mehr Direktverbindungen und dichtere Takte

Der grenzübergreifende Verkehr zwischen Tirol, Südtirol und Osttirol wird mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 neu aufgestellt. Kern des zwischen der Tiroler und der Südtiroler Regierung abgestimmten Konzepts ist eine Taktverdichtung auf allen wesentlichen Destinationen. „Wir wollen, dass möglichst viele Menschen in der Europaregion aus dem Auto in öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Dafür braucht es ein unschlagbares und preiswertes Angebot und regelmäßige, schnelle Verbindungen“, sagt die Tiroler LHStvin Ingrid Felipe.

Ingrid Felipe und Ekkehard Allinger-Csollich bei der Vorstellung des neuen Fahrplans für 2014/15 (Foto: Land Tirol/Aigner)
Zoomansicht Ingrid Felipe und Ekkehard Allinger-Csollich bei der Vorstellung des neuen Fahrplans für 2014/15 (Foto: Land Tirol/Aigner)
LHStvin Ingrid Felipe bei den Verhandlungen zum Öffi-Paket in Bozen, u.a. mit dem Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher (links) und dem Südtiroler Verkehrslandesrat Florian Mussner (rechts). Foto: LPA/Ohnewein
Zoomansicht LHStvin Ingrid Felipe bei den Verhandlungen zum Öffi-Paket in Bozen, u.a. mit dem Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher (links) und dem Südtiroler Verkehrslandesrat Florian Mussner (rechts). Foto: LPA/Ohnewein

Direktverbindungen mit einem Ticket zwischen Bozen und Innsbruck, Direktverbindungen zwischen Lienz und Franzenfeste im Stundentakt und das vielseitigste, schnellste und dichteste Angebot zwischen Lienz und Innsbruck sind die Eckpfeiler des zwischen den Landesregierungen vereinbarten Öffi-Pakets. „Der Umstieg auf Öffis ist nicht nur für die Mobilitätspolitik zentral, sondern auch für den Klimaschutz von höchster Priorität“, unterstreicht Felipe.

• Die mit Dezember 2013 eingeführten Direktverbindungen von Innsbruck nach Bozen und in die Gegenrichtung ohne Ausstieg am Brenner werden weitergeführt und sollen ausgebaut werden.
• Der Stundentakt im Südtiroler Pustertal wird bis nach Lienz weitergezogen. Dadurch entstehen über Franzensfeste täglich sechs schnelle Zugverbindungen von Innsbruck nach Lienz und täglich sieben schnelle Zugverbindungen von Lienz nach Innsbruck. Diese Zugverbindungen sind voraussichtlich unter 3:50 Stunden unterwegs.
• Damit entsteht zwischen Lienz und Innsbruck und in die Gegenrichtung nach einem Frühzug um 6:00 Uhr bzw. 6:30 Uhr sowie ab 9:00 Uhr bzw. 9:30 Uhr ein Zweistundentakt von Zugverbindungen mit unter 4 Stunden Fahrtzeit. Ergänzt um die vier Schnellbusverbindungen mit unter 3 Stunden Fahrtzeit ist das auf der Strecke zwischen Osttirol und Tirol der dichteste Öffi-Takt, den es je gab.
• Die Schnellbusverbindungen von Lienz nach Innsbruck und in die Gegenrichtungen haben dem öffentlichen Verkehr zwischen Osttirol und Tirol einen massiven Schub gebracht. Seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2013 fahren 85 Prozent mehr Menschen öffentlich auf dieser Strecke, als das im Vergleichszeitraum des Vorjahrs der Fall war. Die Schnellbusverbindung bleibt deswegen das schnelle, preiswerte Angebot für jene, die es am Weg von Osttirol nach Tirol eilig haben.
• Die Südtiroler Landesregierung hat es geschafft, dass der Umbau des Bahnhofs Franzensfeste auf der Prioritätenliste vorgereiht wird und im Laufe des Jahres 2015 stattfindet. Damit soll den Bedürfnissen von Menschen mit schwerem Gepäck und mit eingeschränkter Mobilität Rechnung getragen werden.

„Ich bin überzeugt davon, dass nachhaltige Mobilitätspolitik eine Portion Mut braucht. Die erfordert es auch, sich als Europaregion auf gemeinsame Projekte einzulassen, die nicht auf ungeteilten Beifall stoßen“, unterstreicht LHStvin Ingrid Felipe. „Unser Ziel ist, den Menschen in Tirol, in Osttirol und in Südtirol ein vielseitiges, preiswertes Angebot zu machen. Dem kommen wir mit diesem Öffi-Paket einen großen Schritt näher“.
Im Laufe des Jahres 2015 sollen alle Verbindungen evaluiert werden und mit Hilfe von Fahrgastbefragungen und Fahrgastzahlen soll eruiert werden, ob die getroffenen Entscheidungen richtig waren. „Denn auch das zeichnet gute Mobilitätspolitik aus: Dass wir den Menschen nicht einfach einen Zug oder einen Bus hinstellen, sondern auch regelmäßig Adaptionen möglich sind, wenn das gewünscht wird“, so die Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreterin abschließend.


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