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BBT-Baustelle: LR Mussner empfängt hochrangige Trentiner Delegation

Trentiner Tag auf der Baustelle des Brennerbasistunnels (BBT) in Mauls: Landesräte, Landtagsabgeordnete und Bürgermeister aus der Nachbarprovinz haben sich heute (31. Jänner) einen Überblick über die Bauarbeiten verschafft, sich den Stand der Planung der Zulaufstrecken schildern lassen und das Modell der BBT-Beobachtungsstelle studiert. Rede und Antwort stand dabei auch der Südtiroler Landesrat Florian Mussner.

BBT-Infoarbeit in Südtirol als Modell: (v.l.) Kommissar Mauro Fabris, LR Florian Mussner, Raffaele Zurlo (BBT SE), LR Mauro Gilmozzi und Martin Ausserdorfer (Foto: BBT-Beobachtungsstelle)
Zoomansicht BBT-Infoarbeit in Südtirol als Modell: (v.l.) Kommissar Mauro Fabris, LR Florian Mussner, Raffaele Zurlo (BBT SE), LR Mauro Gilmozzi und Martin Ausserdorfer (Foto: BBT-Beobachtungsstelle)

Auch wenn im Zusammenhang mit dem BBT meist nur von Süd- und Nordtirol die Rede ist, so betrifft der Bau doch auch andere Länder. "Es geht schließlich nicht nur um den Bau eines Tunnels, sondern um den Ausbau der gesamten Brennerachse und damit der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Verbindung", so Landesrat Mussner. Für Südtirol sei der Ausbau in gleich mehrfacher Hinsicht eine Chance: in verkehrspolitischer, weil er eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene ermöglich, in wirtschaftlicher, weil er Arbeitsplätze schaffe und Investitionen nach sich ziehe, betonte Mussner.

Der Landesrat führte zudem aus, dass neben dem Bau des BBT auch jener der Zulaufstrecken vorangetrieben werden müsse: "Franzensfeste-Waidbruck, die Umfahrung von Bozen und der Zulauf durch das Unterland haben Priorität", so Mussner. Der Landesrat war es auch, der die Bedeutung von Kommunikation und Information im Zuge von Planung und Bau betonte: "Die Leute müssen eingebunden werden, wir müssen die Gemeinden ernst nehmen, ihre Anliegen aufgreifen und in die Planung einfließen lassen", so Mussner.

In Südtirol funktioniere dies über die BBT-Beobachtungsstelle, die als Schnittstelle zwischen Bau-Verantwortlichen und Bürgern fungiere. Die Aufgaben und Arbeitsweise der BBT-Beobachtungsstelle erläuterte heute deren Leiter Martin Ausserdorfer: "Es ist wichtig, die Anliegen der Bürger unkompliziert aufzunehmen und spezifische Lösungen zu suchen, was mit gutem Willen aller Beteiligten auch gelingt", so Ausserdorfer. Und Mauro Fabris, von der Regierung ernannter Kommissar für den Ausbau der Brennerstrecke, legte heute auch dem Trentino ans Herz, Information und Sensibilisierung zu starten: die Südtiroler BBT-Beobachtungsstelle sei dabei nicht nur für Trient, sondern gesamtstaatlich ein Modell.

Dass man der BBT-Baustelle in Mauls einen Besuch abgestattet habe, sei ein Versuch, im Trentino darüber zu informieren, wie weit die Arbeiten in Südtirol bereits gediehen seien, betonte schließlich Mauro Gilmozzi, Mobilitätslandesrat des Trentino. Der BBT sei längst kein Projekt mehr, sondern Fakt, es gehe nun darum, auch die Zulaufstrecken zu bauen, so der Landesrat, der betonte, dass man das Modell "Beobachtungsstelle" auch im Trentino übernehmen wolle: Schließlich habe die Südtiroler Erfahrung gezeigt, dass eine solche Stelle funktioniere.

(chr)


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