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Delegation des Landesschulrates Salzburg zu Gast in Südtirol

Über Südtirols Schulautonomie informierte sich gestern (9. Juni) eine Delegation des Landesschulrates Salzburg.

(v.l.) Markus Juranek, Mitarbeiter im Landesschulrat, Andreas Mazzucco, Landesschulratsdirektor, Johannes Plötzeneder, amtsführender Präsident des Landesschulrates, Peter Höllrigl und Roland Bieber, Leiter der Präsidialabteilung
Zoomansicht (v.l.) Markus Juranek, Mitarbeiter im Landesschulrat, Andreas Mazzucco, Landesschulratsdirektor, Johannes Plötzeneder, amtsführender Präsident des Landesschulrates, Peter Höllrigl und Roland Bieber, Leiter der Präsidialabteilung

Vergleicht man das Bildungssystem Südtirols mit dem anderer Länder, weist es einige Besonderheiten auf. Beispielsweise die Schulautonomie, die Südtirols Bildungswelt weitreichende Handlungsspielräume eröffnet. Eine Delegation des Landesschulrates Salzburg stattete gestern dem Deutschen Bildungsressorts auf dessen Einladung einen Besuch ab und interessierte sich vor allem für die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die eine wirksame Autonomie im Bildungsbereich ermöglichen.

Ein weiterer Gesprächspunkt war die Autonomie der Schulen, die seit dem Autonomiegesetz des Jahres 2000 die Schulen Südtirols kennzeichnet. Schulamtsleiter und Ressortdirektor Peter Höllrigl erklärte die Merkmale des Gesetzes wie die Rechtspersönlichkeit der Schulen sowie deren Autonomie in den Bereichen Didaktik, Organisation, Schulentwicklung, Verwaltung und Finanzen. "Die Autonomie der Schulen ist danach ausgerichtet, den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler zu garantieren und die Wirksamkeit des Lernens zu erhöhen", erläuterte Schulamtsleiter Höllrigl.

Über rechtliche Aspekte der Bildungsverwaltung informierte Schulinspektorin Marta Herbst, und das Personal- und Ressourcenmanagement an den Südtiroler Schulen thematisierte Wolfgang Oberparleiter vom Amt für Schulverwaltung. Der Direktor des Bereichs Innovation und Beratung, Rudolf Meraner, sprach über das Unterstützungssystem für die Kindergärten und Schulen des Landes, über die interne und externe Evaluation sowie die Aus- und Fortbildung des Lehrpersonals.

Johannes Plötzeneder, amtsführender Präsident des Landesschulrates für Salzburg, bedankte sich für die Informationen über das Bildungswesen in Südtirol. "Auch wir beabsichtigen, die Autonomie der Schulen zu stärken. Sie ist ein wichtiger Teil der aktuellen Bildungsreform", erklärte Plötzeneder. Südtirol sei ein Modell für eine eigenständige und innovative Schule und stoße in Österreich auf großes Interesse. Plötzeneder lud die Schulverantwortlichen Südtirols zu einem Gegenbesuch nach Salzburg ein, um das Salzburger Bildungsmodell vor Ort kennenzulernen.

me


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