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Die Sieger von "Junge Forscher gesucht" stehen fest

Die 7-köpfige, internationale Jury des überregionalen EURAC-Schülerwettbewerbs „Junge Forscher gesucht!“, dessen Finale am 7. und 8. April in Davos stattfand, war heuer vom hohen Niveau der eingereichte Projekten der Nachwuchsforscher mehr als beeindruckt. Leicht war die Wahl aber nicht. Wie die Juroren betonten, bestachen alle neun Projekte aus Südtirol, Tirol, Trentino und Graubünden durch ihr hohes wissenschaftliches Niveau und wären somit preiswürdig. Der Wettbewerb zeigte auch die gute, befruchtende und langjährige Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg, die damit auch wesentlich zum Austausch und der Verständigung zwischen den vier Regionen Tirol, Südtirol, dem Trentino und Graubünden beiträgt, vor allem auch bei der jungen Generation.

Sarah Brandl vom Gymnasium Reithmannstraße erhielt den 3. Preis in der Kategorie „Forschung“, Juror: Claudio Rhyner vom Swiss Institute of Allergy Research (SIAF) in Davos.
Zoomansicht Sarah Brandl vom Gymnasium Reithmannstraße erhielt den 3. Preis in der Kategorie „Forschung“, Juror: Claudio Rhyner vom Swiss Institute of Allergy Research (SIAF) in Davos.
Foto der Schülergruppe des Rainerums - Lorenzo PaoloDeNoia, Michele Calvanese, Gregorio Govananzzi, Manuel Leoni e Nicolo Bussi - mit dem Juror Paolo Bresciani der Fondazione Bruno Kessler
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Gruppenfoto mit den Finalisten
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Sieger in der Kategorie Forschung: Daniel Pattis aus Tiers in Südtirol
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Platz eins in der Kategorie „Forschung“ belegte Daniel Pattis des Realgymnasiums Bozen für die Untersuchung der Bakterienzusammen-setzung im Sediment des Timmels-Schwarzsees. Daniel Pattis aus Tiers war eine Klasse für sich: Er stellte sich mit Bravour den kritischen Fragen der Juroren. In seinem Forschungsprojekt verglich er den Timmels-Schwarzsee mit dem Lebensraum auf dem Saturnmond Enceladus. Er untersuchte den alpinen Hochgebirgssee im hintersten Passeiertal aus mikrobiologischer Sicht: Aus 20 Metern Tiefe entnahm er Sedimentproben und bestimmte die Organismen, die sich an die extremen Bedingungen auf 2500 Metern Meereshöhe angepasst haben. Da einfache Organismen auf der Erde in fast jedem Lebensraum überleben, sei denkbar, dass es auch auf dem Eismond Enceladus Leben gebe, so der Jungforscher; unter Enceladus‘ Eispanzer vermuten Forscher nämlich einen Ozean aus flüssigem Wasser.

Den zweiten Preis in der Kategorie „Forschung“ belegte der Schweizer Eric Léger für die Programmierung eines Computerspiels, den dritten Platz erhielt die Tirolerin Sarah Brandl vom Reithmanngymnasium in Innsbruck, die beim Finale Testverfahren zeigte, wie Aluminium in Kosmetikartikel, speziell in Deodorants nachgewiesen werden kann. 

Die Tiroler Schüler der HTL Anichstraße, Egon Veit, Stefan Faistenauer und Claudio Jäger, waren in der Kategorie „Development“ eine Klasse für sich und sind damit die ersten Tiroler Gewinner des Wettbewerbs. Sie überzeugten die internationale Jury mit ihrem Projekt „Entwicklung einer autonomen, mobilen Messplattform für limnologische und hydrographische Einsatzbereiche“. Dabei wurde ein Boot mit Sonarsensoren ausgestattet, um eine Tiefenkartierung von Gewässern in Echtzeit mit einer selbst entwickelten Software durchzuführen. Die mobile Messplattform wird entweder ferngesteuert oder kann autonom mit Hilfe von GPS einer vorprogrammierten Route folgen.

Der zweite Platz in der Kategorie „Produktentwicklung“ ging an die Schüler des Rainerums Bozen für ihre App zu den Burgen und Schlössern in Südtirol. Die Sieger freuen sich über Geldpreise bis zu 3.000 Euro, die von der Stiftung Südtiroler Sparkasse zur Verfügung gestellt werden. 

Der zweite Preis in der Kategorie „Produktentwicklung“ ging ebenfalls nach Südtirol, und zwar an Gregorio Giovanazzi, Michele Calvanese, Manuel Leoni, Lorenzo Paolo De Noia und Niccolò Bussi vom Gymnasium Rainerum Bozen. Sie waren in Davos mit einer Arbeit im Bereich Informatik dabei. Nach dem Vorbild der App des Pariser Louvre programmierten sie eine App, die auf einer virtuellen Tour durch die Schlösser und Burgen Südtirols führt und dabei viele kuriose Details preisgibt. Besonders Jugendliche sollen so zu einem Besuch animiert werden. Bei der Aufnahme der dreidimensionalen Bilder testeten die Schüler verschiedene Technologien und Drohnen. Den ersten Preis in dieser Kategorie belegte eine dreiköpfige Schülergruppe aus Tirol für die Entwicklung einer mobilen Messplattform zur Tiefenkartierung von Gewässern. Der dritte Preis wurde nicht vergeben.

Das Finale des überregionalen Wettbewerbs, der alle zwei Jahre ausgetragen wird, fand heuer in der Alpinen Mittelschule Davos in der Schweiz statt. Insgesamt wurden 17 naturwissenschaftliche und zwei geisteswissenschaftliche Projekte eingereicht. Ins Finale schafften es am Ende neun naturwissenschaftliche Projekte: drei aus Südtirol, drei aus Tirol, zwei aus Graubünden und eines aus dem Trentino. „Nach einer langen Diskussion entschloss sich die Jury zwischen reinen Forschungsprojekten und Produktentwicklungsprojekten zu unterscheiden und hat drei Preise in der ersten und zwei in der zweiten Kategorie vergeben“, erklärt Karin Amor von EURAC junior, die den Wettbewerb vor fast 15 Jahren mitbegründete.

„Das Niveau der eingereichten Arbeiten war heuer sehr hoch und die Entscheidung manchmal recht schwierig“, meinten die Juroren aus Tirol, Stefan Walch, Direktor der HTL in Imst, und Adrian Müller, Chemielehrer am Reithmanngymnasium.“Was aber immer auffällt, ist die Begeisterung und das Engagement der Schülerinnen und Schüler.“

Die Idee zu diesem Wettbewerb entstand im Jahr 2002 an der EURAC. Nach drei Ausgaben, an denen nur Südtiroler Oberschüler teilnehmen konnten, hat die Initiative die Landesgrenzen überschritten und bezieht auch Schüler aus Nordtirol, dem Trentino und Graubünden mit ein.

„Junge Forscher gesucht!“ ist ein Wettbewerb für angehende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, der seit 2005 von der EURAC in Zusammenarbeit mit der Jungen Uni, der Kinderuni der-Universität Innsbruck, der Autonomen Provinz Trient und der Alpinen Mittelschule Davos organisiert wird. Die Initiative wird von der Europaregion unterstützt.

In zwei Jahren wird das Finale von Silvia Prock, der Leiterin der Jungen Uni, an der Universität Innsbruck ausgerichtet. Die Junge Uni fungiert an der Universität Innsbruck als Kontaktstelle zwischen Wissenschaft und Schulen und möchte junge Menschen für die Wissenschaft und Forschung begeistern. Die Junge Uni war von Beginn an im Organisationskomitee des Wettbewerbs.

Kategorie „Forschung“

1. Preis:      Daniel Pattis aus Tiers (Realgymnasium Bozen) mit seinem Projekt „Vom hochalpinen Timmels-                      Schwarzsee zum Saturnmond Enceladus“

2. Preis:      Eric Léger aus Graubünden (Schweizerische Alpine Mittelschule Davos) mit seinem Projekt                       „Programmierung eines Bots mit C#“

3. Preis:      Sarah Brandl aus Tirol (Reithmanngymnasium Innsbruck) mit ihrem Projekt „Aluminium in                       Kosmetikartikeln“

Kategorie „Entwicklung“

1. Preis:      Egon Veit, Stefan Faistenauer und Claudio Jäger aus Tirol (Höhere Technische Lehranstalt in Innsbruck)                       mit ihrem Projekt „Entwicklung einer autonomen, mobilen Messplattform für limnologische und                       hydrographische Einsatzbereiche“

2. Preis:      Gregorio Giovanazzi, Nicolò Bussi, Michele Calvanese, Manuel Leoni und Lorenzo Paolo De Noia aus                       Südtirol (Liceo Scientifico Rainerum in Bozen) mit ihrem Projekt „Into 3D Castles”

3. Preis:      wurde nicht vergeben

Kontakt:

Stefanie Gius, stefanie.gius@eurac.edu, Tel. 0471 055 034, mobil 366 6633860

Silvia Prock, Junge Uni, Kinderuniversität der Universität Innsbruck, Innrain 52c, A-6020 Innsbruck, Mobil: 0043(0)676872532004, e-mail: silvia.prock@uibk.ac.at, website: jungeuni.uibk.ac.at

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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