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Open Data Day in Bozen: Klares Signal für Öffnung der Verwaltung

Anlässlich des Internationalen Tages der Open Data am 5. März befassten sich Fachleute aus Südtirol und dem Trentino in Bozen mit dem Potenzial von offenen Daten und deren Weiterverwendung "als Impuls für gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung", wie IT-Landesrätin Waltraud Deeg in ihrer Eröffnungsrede betonte.

IT-Experten aus Südtirol und dem Trentino nahmen am Open Data Day in Bozen teil./Foto IDM
Zoomansicht IT-Experten aus Südtirol und dem Trentino nahmen am Open Data Day in Bozen teil./Foto IDM

Die Bereitstellung von Datensätzen der öffentlichen Verwaltungen als "Open Data" - also in offenen Formaten und zur freien Weiterverwendung - ist sowohl in Südtirol als auch im Trentino ein hochaktuelles Thema, bei dem beide Länder seit längerem zusammenarbeiten. Dieses gemeinsame Anliegen hat am vergangenen Samstag (05.03.) zum "Open Data Day" in Bozen geführt. Die Veranstaltung wurde von den Autonomen Provinzen Bozen und Trient, von IDM Südtirol, der Südtirol Informatik AG (SIAG), von InfoTn und der Stiftung Bruno Kessler organisiert.

Mehr Transparenz und Partizipation durch offenen Daten 

Eröffnet wurde der "Open Data Day" von IT-Landesrätin Waltraud Deeg und dem Generaldirektor der Autonomen Provinz Trient, Paolo Nicoletti. Beide berichteten von den laufenden Initiativen im Bereich der Open Data. Deeg bezeichnete die gemeinsame Veranstaltung als "klares Signal beider Länder für eine Öffnung der Verwaltung und ihrer Daten". Die Veröffentlichung von Daten in offener Form müsse standardmäßig erfolgen, zumal die Datensammlungen der öffentlichen Verwaltungen ein Allgemeingut seien, so Deeg. "Mit offenen Daten können wir Informationsflüsse beschleunigen, Forschung und Entwicklung erleichtern, die Transparenz der öffentlichen Verwaltung erhöhen und die Partizipation erleichtern, ganz im Sinne der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Weiterentwicklung unserer Lebensräume", betonte die Landesrätin.

272 Datensätze in Open Data Südtirol

Während im Rahmen des Projektes "Open Data Trentino" kürzlich die Leitlinien für die Aufwertung des öffentlichen Datenvermögens überarbeitet wurden, ist in Südtirol seit Dezember ein eigenes Open Data Portal online, das mittlerweile 272 Datensätze der öffentlichen Verwaltungen in Südtirol beinhaltet. Diese werden kostenlos und über eine Open-Souce-Plattform zur freien Weiterverwendung bereitgestellt. Das Portal umfasst unter anderem auch Datensätze der Region oder der EURAC und der SASA. Seit wenigen Tagen sind dort auch die Daten aller Südtiroler Wetterstationen und hydrologischen Stationen in Echtzeit zu finden. Die Open Data Portale beider Länder wurden im Detail von Francesca Gleria, Mitarbeiterin der Landesverwaltung in Trient, und SIAG-Mitarbeiter Ivo Planötscher vorgestellt.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen

Im Anschluss berichteten Experten aus den verschiedensten Bereichen, die selbst offene Daten herstellen und verwerten, über ihre Erfahrungen sowie über neue Geschäftsmodelle, unter anderem Davide Montesin der Community SASAbus.org, Daniele Gobbetti von Peer GmbH und Markus Gufler von Limitis. Die Bandbreite der Themen reichte von der Verwendung offener Daten für den Tourismus über die Einsatzmöglichkeiten geografischer Daten und Wetterdaten bis hin zur Verwendung offener Daten im Journalismus und als Business Intelligence für kleine und mittlere Unternehmen. Ulrich Atz vom Open Data Institute London stellte schließlich den europäischen ODINE-Beschleuniger vor. ODINE ist als Stimulator und Unterstützer von unternehmerischen Ideen aktiv, die auf der Basis von offenen Daten entstehen. Die Veranstaltung wurde von Patrick Ohnewein, Koordinator des ICT & Automation-Bereichs von IDM Südtirol moderiert.

rm


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