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Schülerwettbewerb politische Bildung: Zwei Hauptpreise gehen nach Südtirol

Zwei Südtiroler Schulklassen ist es gelungen, beim internationalen Schülerwettbewerb zur politischen Bildung in Bonn den Hauptpreis in ihrer Kategorie zu gewinnen. Sieben weitere Schulklassen aus Südtirol konnten sich im oberen Mittelfeld platzieren und ebenfalls attraktive Preise holen. Heute (2. Februar) wurden die Sieger bekanntgegeben und die Preise überreicht.

Die zweite Klasse der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Frankenberg hat heute den Hauptpreis des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung erhalten. Foto: Bundeszentrale für Politische Bildung
Zoomansicht Die zweite Klasse der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Frankenberg hat heute den Hauptpreis des Schülerwettbewerbs zur politischen Bildung erhalten. Foto: Bundeszentrale für Politische Bildung

In diesem Schuljahr haben sich 2.835 Schulklassen (oder zirka 50.000 Schülerinnen und Schüler) aus Deutschland, Österreich, Südtirol, dem deutschsprachigen Teil Belgiens, aber auch Schulen aus über 20 weiteren europäischen und außereuropäischen Ländern am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für Politische Bildung beteiligt. Bei dieser großen Konkurrenz ist natürlich klar: Um einen Preis zu gewinnen, muss sich das eingesandte Projektergebnis von der Masse der Einsendungen qualitativ abheben.
Südtirol zum dritten Mal dabei

Die Teilnahme an einem internationalen Schülerwettbewerb ist für Südtiroler Schulen immer eine schöne Herausforderung. Wie wird man sich positionieren? Hat man gut genug gearbeitet, um über die Südtiroler Grenzen hinaus Beachtung zu finden?

Südtirol nahm zum dritten Mal am Projektwettbewerb der Bundeszentrale für Politische Bildung in Bonn teil. Es handelt sich um einen anspruchsvollen Wettbewerb, der die ganze Schulklasse involviert und nach genauen Vorgaben abläuft: Nach der Wahl von einem aus zehn vorgegebenen Themen arbeiten die Klassen fächerübergreifend über Tage oder Wochen hinweg an der Erstellung eines analogen oder digitalen Werkstücks, das inhaltlichen und formalen Kriterien genügen muss.

Im Laufe dieser Jahre hat die Zahl der teilnehmenden Schulklassen aus Südtirol von Mal zu Mal zugenommen, ein Beleg dafür, dass der Wettbewerb immer besser angenommen wird. Neben Mittel- und Oberschulen, Berufs- und Fachschulen wagte es dieses Jahr erstmals auch eine Grundschulklasse, ein Projekt einzureichen.

Insgesamt haben sich im laufenden Schuljahr 44 Schulklassen aus Südtirol an diesem größten deutschsprachigen Wettbewerb zur politischen Bildung beteiligt, mehr als doppelt so viele wie noch im Vorjahr – und sie haben zum Teil Traumergebnisse erreicht.
Erstmals Hauptpreise für Schulklassen aus Südtirol

Südtirols Schulklassen haben sich wie bereits in den vergangenen Jahren auch dieses Mal ordentlich angestrengt und Plätze im oberen Mittelfeld belegt. Was allerdings neu und sensationell ist: Zwei Klassen aus Südtirol ist es gelungen, ins Spitzenfeld aufzustoßen und sich in ihrer Kategorie jeweils einen Hauptpreis zu sichern.

So holte in der Kategorie "Lebensmittel für die Tonne" die zweite Klasse der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Frankenberg in Tisens mit einem gelungenen Audiofeature den ersten Preis und gewann eine Reise nach Berlin mit Fototermin bei Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In der Kategorie "Politik brandaktuell" gewann die Klasse 3 G der Mittelschule Oswald von Wolkenstein in Brixen mit einem berührenden Video zur Flüchtlingsthematik den Hauptpreis, der mit 1.500 Euro dotiert ist.

Der Wettbewerbsleiter des Schülerwettbewerbs, Hans-Georg Lambertz von der Bundeszentrale für Politische Bildung in Bonn, scheute nicht die Mühe der Anreise und überraschte am heutigen 2. Februar die Schülerinnen und Schüler in Tisens und Brixen mit der persönlichen Übergabe des Hauptpreises. Die engagierten Lehrpersonen vor Ort sowie Landesrat Philipp Achammer, Schulamtsleiter Peter Höllrigl, Bereichsdirektor Rudolf Meraner und Abteilungsdirektor Paul Mair freuten sich mit den Schülerinnen und Schülern über das schöne Ergebnis.
Die weiteren Südtiroler Preisträger

Folgende weitere Schulklassen konnten mit ihren Projektergebnissen die Jury in Bonn überzeugen und ebenfalls einen Preis holen:

In der Kategorie "Hauptwohnsitz Straße?!" gewann die dritte Klasse des Klassischen Gymnasiums Walther von der Vogelweise in Bozen 250 Euro. Die 3 DS des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums in Bruneck gewann 150 Euro und die dritte Klasse Hauswirtschaft der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Kortsch einen Buchpreis.

In der Kategorie "Politik brandaktuell" holten die 3 A des Sprachengymnasiums in Sterzing sowie die 2 C der Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg Preise zu je 250 Euro. Die Klasse 3 EIA/Gruppe A der Technologischen Fachoberschule in Bruneck gewann 150 Euro.

Beim Thema "Essen für die Tonne" holte sich die dritte Klasse der Mittelschule Deutschnofen einen Preis von 150 Euro.

Die Auswertung der Wettbewerbsergebnisse fand Ende Januar bei einer Jurysitzung in Königswinter bei Bonn statt. Aus Südtirol war Walter Pichler vom Bereich Innovation und Beratung in der Jury. Sein Eindruck von der Jurysitzung in Bonn: "Es herrscht ein unglaublich faires Klima. Südtiroler Beiträge sind bei diesem internationalen Wettbewerb willkommen und haben, wie man auch an den Ergebnissen sieht, bei entsprechendem Bemühen der Schulklasse und der betreuenden Lehrpersonen, sehr gute Chancen, Preise zu holen. Ich hoffe, dass sich im nächsten Jahr noch mehr Schulklassen beteiligen, und zwar weniger wegen der Preise, sondern mehr wegen des nachhaltigen Lernens, das bei diesem Projektwettbewerb stattfindet."

me


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