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Fremdsprachenwettbewerb: Sprachen vereinen, Zäune trennen

In Zeiten, in denen Zäune und Grenzen wieder trennen, vereinen alte und neue Sprachen stärker denn je: In der Brixner Cusanus Akademie trafen sich gestern (24. Februar) 195 sprachbegeisterte Oberschülerinnen und Oberschüler aus Nord-, Süd- und Osttirol zum 30. Gesamttiroler Fremdsprachenwettbewerb.

Das Siegerfoto
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Finalrunde Französisch. Foto: LPA/Herbert Taschler
Zoomansicht Finalrunde Französisch. Foto: LPA/Herbert Taschler

In der vom Landesschulrat für Tirol und vom Deutschen Bildungsressort in Südtirol gemeinsam organisierten Sprachenolympiade konnten sich die Teilnehmer mit ihren Kenntnissen in Griechisch und Latein, Englisch und Französisch, Spanisch, Italienisch und Russisch behaupten. Die 30. Ausgabe des Gesamttiroler Fremdsprachenwettbewerbs ging am gestrigen Mittwoch in der Cusanus Akademie in Brixen über die Bühne. Die Schülerinnen und Schüler aus Südtirol schnitten auch diesmal wieder sehr erfolgreich ab.

Strahlende Sieger

Latein und Griechisch
Simon Garber
vom Vinzentinum Brixen wurde zum besten "Lateiner", Maria Euthum vom Gymnasium "Walther von der Vogelweide" Bozen zur besten "Griechin" Tirols gekürt. Sie freuten sich sichtlich über die Glückwünsche von Landesrat Philpp Achammer und vom Tiroler Landesschulinspektor Thomas Plankensteiner. In Griechisch gingen auch die Plätze zwei und drei mit Julian Nikolaus Rensi vom Franziskanergymnasium Bozen und Lukas Gatterer vom "Vinzentinum" Brixen nach Südtirol. In Kurzlatein kam Nadia Rungger vom Sprachen- und Realgymnasium "J. Ph. Fallmerayer" Brixen auf den ersten Platz, gefolgt von Nicky Deluggi von derselben Schule auf Platz zwei.

Spanisch und Russisch
Die ersten drei Plätze gingen auch in Spanisch nach Südtirol: Erika Stimpfl und die Vorjahressiegerin Lisa Veronese vom Gymnasium "W. v. d. Vogelweide" Bozen sowie Maria Kaufmann vom Sprachengymnasium Meran konnten die Jury mit ihren Sprachkenntnissen überzeugen und landeten auf den ersten drei Plätzen.
Die drei ersten Podestplätze in der im Vorjahr erstmals eingeführten Wettbewerbssprache Russisch belegen ebenfalls drei Teilnehmende aus Südtirol: Benjamin Ungerer vom Gymnasium "W. v. d. Vogelweide" Bozen auf Platz eins, Katharina Obrist vom Sprachen- und Realgymnasium "J. Ph. Fallmerayer" Brixen auf Platz zwei und Noemi Call vom Sprachen- und Realgymasium "N. Cusanus" Bruneck auf Platz drei.

Englisch, Französisch und Italienisch
Den Englisch-Wettbewerb entschied Fabian Pfurtscheller vom Meinhardinum Stams für sich, gefolgt von Sarah Platzgummer vom Oberschulzentrum Schlanders auf Platz zwei.
Franziska Riedl vom Oberschulzentrum Schlanders ist beste "Französin" Tirols, gefolgt von Niklas Alber vom Sprachengymnasium Meran.
In Italienisch – teilnehmen durften nur die Schülerinnen und Schüler aus Nord- und Osttirol – siegte Sabine Turko vom Bundesgymnasium Kufstein

Viel Begeisterung und Einsatz

80 der 195 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen von insgesamt zwölf Südtiroler Oberschulen. Auf dem "Wettkampfprogramm" standen neben Latein (47 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon 25 aus Südtirol) und Griechisch (14, davon 9 aus Südtirol) die modernen Sprachen Englisch (59, davon 20 aus Südtirol), Französisch (22 mit 11 Südtiroler Teilnehmenden), Italienisch (19 Schülerinnen und Schüler aus Nord- und Osttirol) sowie Spanisch (15, davon 6 aus Südtirol) und Russisch (11, davon 9 aus Südtirol).

Der Fremdsprachenwettbewerb ist mittlerweile "fester Bestandteil der schulischen Begabtenförderung", wie Schulamtsleiter Peter Höllrigl beim Festakt zur Eröffnung der Jubiläumsveranstaltung im Sitzungssaal der Gemeinde Brixen unterstrich. Mit entsprechendem Einsatz und viel Begeisterung stellten die 195 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Kenntnisse in den modernen und klassischen Fremdsprachen unter Beweis. Bei den "alten" Sprachen Latein und Griechisch ging es um Übersetzung und Textinterpretation. Bei den modernen Sprachen übten die Schülerinnen und Schüler am Vormittag Hör- und Leseverständnis und qualifizierten sich dadurch für die Nachmittagsrunde, bei der das freie Sprechen im Mittelpunkt stand. Die Leistungen wurden von einer Jury aus Universitätsdozenten, Lehrpersonen und "native speakers", Personen, deren Muttersprache die jeweilige Fremdsprache ist, bewertet.

Für die Siegerinnen und Sieger des 30. Fremdsprachenwettbewerbes gab es Geld- und Sachpreise. Die Besten qualifizierten sich zudem für die Teilnahme am österreichischen Bundesfremdsprachenwettbewerb 2016 in Wien und für die Bundesolympiade Latein/Griechisch.

me


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