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Jugendliche bauen an Euregio

Jugendliche aus Südtirol, Tirol und Trient haben am Wochenende in Brixen Werte und Visionen für die Europaregion Tirol von Morgen ausgearbeitet. Den Rahmen dazu bot die Euregio-Zukunftswerkstatt 2010, die von den Ämtern für Jugendarbeit des Landes Südtirol mit den Partnerämtern aus Innsbruck und Trient veranstaltet worden war. Die Ergebnisse sollen in Form eines Zukunftsmanifests 2011 dem Dreierlandtag überreicht werden.

Jugendliche aus Tirol, Südtirol und dem Trentino haben am Wochenende ihre Vision der künftigen Euregio entwickelt
Zoomansicht Jugendliche aus Tirol, Südtirol und dem Trentino haben am Wochenende ihre Vision der künftigen Euregio entwickelt

Über 40 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren aus Südtirol, Tirol und Trient sind der Einladung der Länder Tirol, Südtirol und Trentino gefolgt und haben sich gemeinsam Gedanken gemacht über die Zukunft der Europaregion Tirol.

Unterstützt von den Moderatoren des Südtiroler Jugendrings (SJR http://www.jugendring.it/) erarbeiteten sie auf kreative Weise Antworten auf die Fragestellung der Zukunftswerkstatt, nämlich Werte und Visionen für die ideale Europaregion Tirol in zehn bis 20 Jahren.

Im Brennpunkt standen dabei vier Themenbereiche, nämlich Arbeit und Wirtschaft, Identität und Multikulturalität, Umwelt und gesellschaftspolitische Beteiligung. Zahlreiche Vorschläge wurden erarbeitet: Die Ideen reichten von einer Verringerung der Größe der Schulklassen und einer gezielten Hochbegabtenförderungen bis hin zu einheitlichen Bildungskriterien in der Europaregion. Die Jugendlichen sprachen sich auch für Schulbesuche von Politiker und Politikerinnen aus, um persönliche Begegnungen zu ermöglichen.

Im Bereich Multikulturalität plädierten die Jugendlichen für einen Bürokratieabbau, so dass beispielsweise flexibles Arbeiten innerhalb der Europaregion erleichtert werde. Auch die gute Vernetzung ist den Jugendlichen ein Anliegen. Um Partizipation zu ermöglichen, sollte ein Delegierter die Interessen der Jugendlichen innerhalb der Europaregion vertreten. Im Umweltbereich sollte vermehrt auf erneuerbare Energien gesetzt werden. Mehr Unterstützung für die Forschung und eine gezielte Steigerung des Angebots an öffentlichen Verkehrsmitteln waren weitere Wünsche.

Diese Vorschläge flossen dann in ein so genanntes Zukunftsmanifest ein, das auch Wertevorstellungen und Visionen beinhaltet. Dieses soll im Rahmen des nächsten Dreier-Landtages - voraussichtlich im März 2011 - vorgestellt und übergeben werden. Über die Präsentationsform werden sich die Jugendlichen in einem weiteren Workshop Gedanken machen.

"Hauptanliegen der Jugendlichen ist es, dass in der Europaregion Tirol von Morgen Werte wie etwa Respekt, Gleichberechtigung oder Freiheit nicht nur leere Worthülsen sind, sondern tatsächlich gelebt werden", so der Direktor im Landesamt für Jugendarbeit, Klaus Nothdurfter.

Informationen zur Europaregion erhielten die Jugendlichen bei dem zweitägigen Treffen in Brixen von den Leitenden des Büros der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, Birgit Oberkofler, Elena Alberti und Matthias Fink.


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