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International einzigartige Telemedizin für Tiroler PatientInnen mit Herzschwäche

Nicht nur für das österreichische Gesundheitswesen, sondern auch international ist das bei den derzeit laufenden Alpbacher Gesundheitsgesprächen präsentierte „HerzMobil Tirol“ ein vollkommen neuer Maßstab für das Therapiemanagement: PatientInnen mit Herzschwäche übermitteln den ÄrztInnen über das Mobiltelefon mittels eigener App regelmäßig ihre medizinische Daten. So können sie zu Hause mit Telemedizin überwacht werden.

Von links Werner Salzburger (Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse - TGKK), Robert Modre-Osprian (Assistive Healthcare Information Technology - AIT), Bernhard Tilg (Gesundheitslandesrat Tirol). Foto: AIT – Abdruck honorarfrei.
Zoomansicht Von links Werner Salzburger (Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse - TGKK), Robert Modre-Osprian (Assistive Healthcare Information Technology - AIT), Bernhard Tilg (Gesundheitslandesrat Tirol). Foto: AIT – Abdruck honorarfrei.

"Um die Überlebenschance dieser chronisch kranken Menschen mit Herzschwäche zu verbessern, aber um ihnen zugleich Lebensfreude, Hoffnung und Sicherheit in einer schwierigen Lebenssituation vermitteln zu können, wird in Tirol die telemedizinische Versorgung bei Herzinsuffizienz an vier Spitälern erprobt", berichtet Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg.

Gemeinsam mit dem AIT Austrian Institute of Technology, der Universitätsklinik Innsbruck und den tirol kliniken ist es gelungen, dieses international einmalige Projekt „HerzMobil Tirol" zum Monitoring von Herzinsuffizienz zu realisieren. 50 speziell geschulte PatientInnen erfassen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu Hause täglich ihre Vitaldaten mit einfach zu bedienenden Messgeräten: Die Werte von Körpergewicht, Blutdruck und Herzfrequenz senden sie über die „HerzMobil Tirol"-App ihres Mobiltelefons in die telemedizinische Datenzentrale der tirol kliniken. Werden bestimmte Grenzwerte überschritten, wird von medizinischer Seite über die „HerzMobil Tirol"-App reagiert und die Therapie angepasst. Diesem Netzwerk gehören neben Krankenhäusern, niedergelassenen InternistInnen und praktischen ÄrztInnen auch geschulte Krankenschwestern- und -pfleger mit Herzinsuffizienz-Diplom an.

Werner Salzburger, Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK): „Mit ‚HerzMobil Tirol‘ sind wichtige Erkenntnisse möglich, wie zukünftig die telemedizinische Versorgung von chronisch kranken Menschen aussehen wird. Gemeinsam mit dem Land Tirol sind wir seitens TGKK bestrebt, die Versorgungsqualität der Patientinnen und Patienten durch Anwendung moderner Technologie entscheidend zu erhöhen."

Eine echte Herausforderung für das Gesundheitssystem sind die Herzschwäche-PatientInnen, deren Zahl stetig zunimmt: Die Sterberate ist höher als bei den häufigsten Tumorerkrankungen. Nach einem stationären Aufenthalt wegen Herzinsuffizienz beträgt die Wiederaufnahmequote nach sechs Monaten derzeit 50 Prozent. "In den letzten Jahren konnte das AIT Austrian Institute of Technology in enger Zusammenarbeit mit den führenden medizinischen und technischen Universitäten in Österreich zeigen, wie bestehende, moderne Infrastrukturtechnologien wie Smartphones neue innovative Wege in der aktiven Einbindung der Patientinnen und Patienten in den Behandlungspfad eröffnen", ergänzt Anton Dunzendorfer, Head of Business Unit Assistive Healthcare Information Technology am AIT. Das Herz dieser IT-Infrastruktur ist eine am AIT entwickelte modular aufgebaute Telemedizin-Plattform, deren Einsatz sich nicht nur auf die Herzinsuffizienz beschränkt, sondern auch spezifische telemedizinische Anforderungen weiterer chronischer Erkrankungen wie etwa Diabetes bietet.

An diesem Projekt sind die tirol kliniken-Krankenhäuser Innsbruck, Hall i. T., Natters und Hochzirl sowie insgesamt 18 ÄrztInnen beteiligt. Außerdem wirken drei diplomierte KrankenpflegerInnen mit einer speziellen Schulung für Herzinsuffizienz mit, die das Betreuungsnetzwerk ergänzen.


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