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Protonentherapie in der Euregio – eine neue Waffe gegen Krebs

Der EVTZ "Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino" hat heute in Trient in Zusammenarbeit mit dem Sanitätsbetrieb der Autonomen Provinz Trient und mit den Abteilungen für Radioonkologie aus Innsbruck und Bozen eine Fachtagung mit dem Titel: "Protonentherapie: Eine Chance für die Europaregion" veranstaltet. Im Fokus standen die Möglichkeiten zur Krebsbehandlung im neuen Protonentherapiezentrums in Trient und die Chancen, die sich daraus für die gesamte Europaregion und ihre Bürger ergeben. Im Besonderen ging es um den Knowhow- und Erfahrungsaustausch sowie um Forschungsergebnisse radioonkologischer Einrichtungen in ganz Europa, insbesondere in Deutschland, innerhalb der Europaregion und speziell im neuen Protonentherapiezentrum in Trient.

Die Fachtagung hat Spezialisten aus ganz Europa angezogen (Foto: Siiri Eydner)
Zoomansicht Die Fachtagung hat Spezialisten aus ganz Europa angezogen (Foto: Siiri Eydner)
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg bei der Krebsbehandlung (Foto: Siiri Eydner)
Zoomansicht Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg bei der Krebsbehandlung (Foto: Siiri Eydner)
Die Trentiner Gesundheitslandesrätin Donata Borgonovo Re unterstreicht die internationale Bedeutung des neuen Zentrums zur Protonentherapie (Foto: Siiri Eydner)
Zoomansicht Die Trentiner Gesundheitslandesrätin Donata Borgonovo Re unterstreicht die internationale Bedeutung des neuen Zentrums zur Protonentherapie (Foto: Siiri Eydner)
Die Protonentherapie als neue Herausforderung im Kampf gegen den Krebs erkennen (Foto: Siiri Eydner)
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Mit Spannung wurde der Vortrag von Professor Amichetti erwartet (Foto: Siiri Eydner)
Zoomansicht Mit Spannung wurde der Vortrag von Professor Amichetti erwartet (Foto: Siiri Eydner)

Die Fachtagung bot eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Protonentherapie an sich  erstmalig auch der Öffentlichkeit in größerem Umfang vorzustellen und ihre Vorteile zu beleuchten. Im Mittelpunkt stand jedoch die neue Einrichtung des Protonentherapiezentrums in Trient und die neuen Wege, die sich damit für die Krebsbehandlung aller betroffenen Patienten in der Europaregion ergeben. Derzeit gibt es weltweit nur 40 solcher Einrichtungen.

„Die heutige Tagung soll uns einen weiteren Schritt näher auf dem Weg der Zusammenarbeit und des Knowhow-Austausches bringen, den die drei Abteilungen für Radioonkologie aus Innsbruck, Bozen und Trient im Jahr 2013 unter der Schirmherrschaft der Europaregion in Angriff genommen haben", unterstrich Valentina Piffer vom Gemeinsamen Büro der Europaregion, denn die grenzüberschreitende Vernetzung und der intensive fachliche Austausch über die Grenzen hinweg ermögliche es schlussendlich allen Bürgern in der gesamten Europaregion von der Protonentherapie zu profitieren.

Die Landesrätin für Gesundheit und Sozialwesen der Autonomen Provinz Trient, Donata Borgonovo Re, betonte die nationale und internationale Dimension des neuen Protonentherapiezentrums in Trient und unterstrich die wichtige Brückenfunktion der Euregio für die wissenschaftliche Zusammenarbeit und Vernetzung der Fachleute in diesem Bereich.

Bei der Protonentherapie handelt es sich um eine besondere Form der Röntgentherapie, die statt der herkömmlichen hochenergetischen Röntgenstrahlung Protonen mit Masse und Ladung einsetzt. Die Protonen setzen ihre Energie auf ganz besondere Weise im bestrahlten Gewebe frei. Die Dosis wird fast vollständig mit äußerster Präzision auf einen Raum von wenigen Millimetern abgegeben. Dadurch eignen sie sich besonders zu hoher Dosierung im Tumor, wobei das gesunde Gewebe um den Tumorherd nicht geschädigt wird. Eine Behandlung mit der Protonentherapie ist besonders in klinisch schwierigen Situationen von Vorteil. Dies ist der Fall, wenn sensible Organe in der Nähe liegen, komplexe anatomische Bereiche betroffen sind oder durch Gestalt und Größe besonders schwierige Tumorzonen behandelt werden müssen. Auch bei der Behandlung von Kindern ist diese Form der Therapie zu bevorzugen. Die Protonentherapie kann dank ihrer physikalischen Eigenschaften schwerwiegende Nebenwirkungen reduzieren.

Anlage: Tagungsprogramm (pdf)

AG

 


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