News

Fachtagung „Innovative Konzepte im Thermalwesen“

Die Thermalbäder in den drei Landesteilen aufwerten, vernetzen und in die Zukunft führen: das ist eines der Ziele der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino im Bereich Gesundheit. Die Euregio-Fachtagung stellt deshalb die Thermalstrukturen in der Euregio zum einen und den Menschen, sprich den potentiellen Besucher zum anderen in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Von 9 Uhr morgens bis 13 Uhr konnten die Teilnehmer spannenden Referaten beiwohnen, anschließend gab es eine Führung durch die Therme von Meran, die die Besonderheiten einer der modernsten Anlagen in Europa hervorheben sollte.

Euregio- Tagung „Innovative Konzepte im Thermalwesen“ 2014 in Meran (BZ)
Zoomansicht Euregio- Tagung „Innovative Konzepte im Thermalwesen“ 2014 in Meran (BZ)
Südtiroler Landesrätin Martha Stocker (2. vl), Trentiner Landesrätin Borgonovo Re (mitte) und die Abgeordnete zum Tiroler Landtag Gabriele Fischer (1. vl) haben Grußworte an die Teilnhemer gerichtet
Zoomansicht Südtiroler Landesrätin Martha Stocker (2. vl), Trentiner Landesrätin Borgonovo Re (mitte) und die Abgeordnete zum Tiroler Landtag Gabriele Fischer (1. vl) haben Grußworte an die Teilnhemer gerichtet

Heutzutage gilt es mehr denn je, das Grundbedürfnis der Menschen nach Wohlbefinden, Entspannung und Vorbeugung mit den richtigen Antworten des Thermalwesens zu befriedigen, sowohl aus therapeutischer als auch aus touristischer Sicht. Darin waren sich alle Referenten einig, die die Euregio-Fachtagung zum Thermalwesen in Meran mit ihrer Präsenz bereicherten. In ihren Vorträgen gingen die Referenten auf die aktuell brennenden Themen im Bereich des Thermalwesens ein, unter anderem in Bezug auf gesunde Lebensstile und Ernährung.

So unterstrich beispielsweise Arno Wenemoser aus dem deutschen Bad Füssing, seines Zeichens Präsident des Verbandes Deutscher Badeärzte, die Bedeutung der Integration von „Wellness" in Kurorten und Thermalbädern. Die Kurorte müssten sich in Zukunft verstärkt hin zur touristischen Wertschöpfung orientieren, denn die drei Hauptinteressen des Konsumenten richten sich künftig auf Massage, Bewegungsprogramme und Körperbehandlung, so Wenemoser. Sein Schlussstatement lautete: „Die Traditionen eines Thermalbades als Ort der Gesundheit, Entspannung und Wohlfühlens positionieren die „Spa Industrie" als  den idealen Ort für die sogenannte „Wellness Industrie".

Die Direktorin der Therme Meran, Adelheid Stifter, unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Therme als Tourismusfaktor, sogar „als Zugpferd für eine ganze Region". Bei der Bewerbung müsse zuerst an die Einheimischen, dann an die Gäste gedacht werden, denn „was die Einheimischen gut finden, lieben auch die Gäste", so Stifter.

Salvatore Lo Cunsolo, der Sanitätsdirektor der Therme Meran, erläuterte unter anderem das aktuelle Projekt „Leichter Leben".

Kurt Kaufmann, der Geschäftsführer des Österreichischen Heilbäder- und Kurorteverbandes, präsentierte das Thermalwesen in Österreich und Tirol, ging aber auch auf die Situation der östlichen Nachbarn (Slowenien, Ungarn, Slowakei) und des deutschen Marktes ein. Wichtig sei, so Kaufmann, eine Wiederbesinnung auf die natürlichen Heilvorkommen als regionale individuelle Marke zur Vorbeugung von Krankheiten. Auch werde in Zukunft vermehrt die

Qualität und individuelle Betreuung ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg einer Therme sein.

Die halbtägige Veranstaltung mit anschließender Führung durch die Therme Meran richtete sich in erster Linie an Führungskräfte und Mitarbeiter der Thermalzentren der Europaregion, Tourismusvereine, Hotellerie und Wellness-Betriebe, Vereine im Bereich der Gesundheitsförderung, Ärzte, sowie Vertreter des Gesundheitswesens und der Landesverwaltungen.

Die Präsentationen (Slides) der Referenten können auf der Projektseite heruntergeladen werden >>hier.


» alle News


Inhalt teilen:  Facebook google+ twitter