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Euregio will Krebsbehandlung verbessern

Mit dem Ziel, die Krebsbehandlung weiter zu verbessern, haben sich an die 40 Fachleute der Abteilungen für Strahlentherapie und Strahlenphysik der Europaregion am Samstag (7. Dezember) an der Europäischen Akademie in Bozen bei der ganztägigen Euregio-Fachtagung "Radioonkologie in der Europaregion" ein Stelldichein gegeben.

Gruppenfoto der Referenten v.l. Peter Lukas, Johannes Schöch, Emanuele Torri, Maurizio Amichetti, Karin S. Kapp, Ulrich Seitz, Giovanni Mandoliti
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40 Fachärzte aus der gesamten Europaregion waren am Aufbau eines grenzüberschreitenden Netzwerkes interessiert
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Die Fachtagung zur Radioonkologie wurde von der Euregio ausgerichtet
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Facharzt Markus Haller von der Abteilung Medizinische Strahlenpysik am Krankenhaus in Bozen
Zoomansicht Facharzt Markus Haller von der Abteilung Medizinische Strahlenpysik am Krankenhaus in Bozen

Die Krebsbehandlung stellt nach wie vor eine große medizinische und gesundheitspolitische Herausforderung dar. Die Erkrankung steht an vorgereihter Stelle der Todesursachenstatistik, insgesamt erkranken allein in Südtirol jährlich rund 2000 Menschen an Krebs.

Erstmals konnten sich nun Fachleute aller drei Euregio-Länder gemeinsam mit Fragen rund um das komplexe Thema Radioonkologie auseinandersetzen sowie Erfahrungen und Know-how austauschen. "Unser Ziel ist es", so Birgit Oberkofler und Siiri Eydner vom Generalsekretariat der Europaregion, "den derzeit letzten Stand der Technologien und der damit verbundenen besten Behandlung bei Krebspatienten grenzüberschreitend zu etablieren."

Nach einem Überblick über die bereits bestehenden, grenzüberschreitenden Formen der Zusammenarbeit im Bereich Radiologie bot die Tagung Gelegenheit zum Austausch über die Funktionsweise der verschiedenen Strahlenabteilungen der drei Länder und über neue Ansatzpunkte für Synergien. Auf der Tagesordnung standen auch konkrete Anknüpfungspunkte für die tägliche Arbeit, darunter der gemeinsame Zugang zu Therapieplänen, die Definition von Kriterien für die Patientenlisten, Behandlungsprotokolle und pathologische Vorzugslinien. Weitere mögliche Arbeitsansätze wurden in der Vereinheitlichung des Therapieangebotes in der Europaregion und in der Behandlung der Patienten in der jeweils am besten geeigneten Struktur innerhalb der Europaregion ausfindig gemacht. Vereinbart wurde, gleich im Neuen Jahr mit Unterstützung des Gemeinsamen Büros der Europaregion eine  Fragebogenaktion unter den Fachärzten in der Europaregion zu starten, um speziell den Wissensstand über seltene Krebserkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern.

Die Euregio-Tagung "Radioonkologie in der Europaregion" stand deshalb ganz im Zeichen der neuesten Erkenntnisse insbesondere in der Strahlentherapie. In diesem Zusammenhang hoben die beiden Fachärzte Maurizio Amichetti und Marco Cianchetti von der neuen Abteilung für Protontherapie in Trient die Errungenschaften von technologischen Innovationen hervor, die wesentlich dazu beitragen, das Wohlbefinden und damit die Lebensqualität der Patienten zu steigern. Außerdem ging es bei den Fachreferaten auch um die territoriale Organisation und den Zugang zu den Leistungen.

"Als wesentliches Ergebnis der Tagung konnte festgehalten werden, dass durch die monatelange und aufwendige Vermittlungs- und Koordinationsfunktion des EVTZ Europaregion deutschsprachige Fachärzte aus Südtirol und Tirol gleichermaßen wie ihre italienischen Kollegen aus dem Trentino von den neuesten Erkenntnissen rund um die Radioonkologie-Forschung profitieren konnten und diese nun in die Praxis umsetzen können", so die Euregio-Vertreterinnen Oberkofler und Eydner.

Weitere Informationen und Vorträge der Referenten:

http://www.europaregion.info/de/gesundheitsinitiativen-


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