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Transplantation: Mit Euregio-Radtour die Öffentlichkeit sensibilisieren

Keine Organtransplantation ohne Organspende: 80 Südtiroler warten zur Zeit auf ein Spenderorgan. Um die Thematik ins Bewusstsein zu rücken, findet alljährlich die Euregio-Radtour für die Transplantation statt, die Gesundheitslandesrat Richard Theiner und Michael Prenner, Präsident des Transplant Sport Clubs, heute (20. Juni) in Bozen vorgestellt haben.

LR Theiner bei der Vorstellung der Euregio Radtour
Zoomansicht LR Theiner bei der Vorstellung der Euregio Radtour

Am kommenden Freitag, 28. Juni, fällt in Innsbruck der Startschuss zur Euregio-Tour für die Transplantation, die auch in diesem Jahr Südtirol durchradelt. Die Tour führt in drei Etappen von Innsbruck nach Bruneck, dann von Corvara nach Tesero und am letzten Tag über Segonzano, dem Caldonazzo See und Vigolo Vattaro nach Arco. An der 13. Auflage dieser Solidaritätsveranstaltung nehmen erneut über 100 transplantierte und nicht-transplantierte Sportler, Ärzte und Pflegepersonal aus verschiedenen Nationen teil. Unterstützt wird die Radtour unter anderen vom Gesundheitsressort des Landes, das mit Hilfe der Euregio-Tour auf die Notwendigkeit der Organspende aufmerksam machen und diese ins öffentliche Bewusstsein rücken will.

Wie Gesundheitslandesrat Richard Theiner bei der Vorstellung der Euregio-Radtour heute (20. Juni) in Bozen betonte, "ist die Radtour nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern vor allem auch ein Zeichen der Solidarität mit Menschen, die am eigenen Leib erfahren haben, wie lebensrettend eine Organspende sein kann." Es sei von großer Bedeutung, auf diese - wenn auch unkonventionelle Art und Weise - die Öffentlichkeit für das wichtige Thema Organspende zu sensibilisieren.

"Die Transplantierten, die an der Radtour teilnehmen, sind das beste Beispiel, wie man dank einer Organspende und Transplantation wieder in ein leistungsvolles und aktives Leben zurückfinden kann", so Michael Prenner, Präsident des Transplant Sportclubs Südtirol, der für die Organisation der Euregio-Radtour für die Transplantation verantwortlich zeichnet.

Rund 80 Personen warten zur Zeit in Südtirol auf ein Spenderorgan. "Durch die Einbindung in gleich zwei Transplantations-Netzwerke aufgrund der Vereinbarung mit dem Bundesland Tirol und der guten Zusammenarbeit mit der überregionalen Transplantationsvereinigung AIRT auf nationaler Ebene befindet sich Südtirol in einer sehr glücklichen Situation, was die Möglichkeiten für eine zeitgerechte Organtransplantation betrifft", erklärte Ulrich Seitz, Direktor des Landesamtes für Krankenhäuser und im Gesundheitsressort zuständig für das Thema Organspende. "Die Wartezeiten für betroffene Südtiroler Patienten sind kürzer als jene im gesamtstaatlichen Vergleich."

Während im gesamten Jahr 2012 insgesamt sechs Organspender in Südtirol zu verzeichnen waren, waren es in den ersten fünf Monaten des Jahres 2013 bereits fünf.


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